Hohe Fluktuation und unsichere Führung – Kaum Perspektiven für Mitarbeitende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Möglichkeit, selbst an Gruppenreisen teilzunehmen.
Ambitionierte Positionierungsstrategie.
Sehr schönes Büro.
Kaffee und Milch für Mitarbeiter.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Fluktuation: Bei einem recht überschaubaren Team wurden mehrere Mitarbeiter eingestellt und gekündigt.
Begründung für Kündigungen waren nicht immer nachvollziehbar
Meinungsverschiedenheit oder Äußerungen wurden oft gegen einen verwendet und man musste sehr aufpassen, nicht „auf der Liste“ zu landen.
Kritik wurde oft als Angriff betrachtet, anstatt als konstruktiver Input.
Der Teamleiter sorgte für eine belastende Atmosphäre.
Das Gehalt entsprach nicht der geforderten Leistung.
Man wird mit einer guten Provisionsvereinbarung geködert und na h dem vertraglichen Verfall wird nicht Leistungsgerecht bezahlt.
Angstkultur: Die ständige Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz demotivierte viele Mitarbeitende.
Keine Benefits.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsleitung sollte sich ein eigenes Bild der Mitarbeitenden machen, anstatt sich nur auf die Meinung einzelner Personen zu verlassen.
Ein nachhaltigerer Umgang mit Mitarbeitenden wäre wünschenswert, statt einer "Fire & Hire"-Mentalität.
Klare und schriftlich festgelegte Provisionsmodelle zur besseren Planbarkeit für die Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
Das Team intern hat gut zusammengearbeitet, allerdings wurde durch den Leiter häufig eine autoritäre und angespannte Stimmung geschaffen. Anstatt zu fördern, wirkte das eher einschüchternd und hemmend.
Image
Nach außen hin genoss das Unternehmen ein positives Image, insbesondere durch das Engagement der Mitarbeitenden, Guides und des Geschäftsführers. Unter den Mitarbeitern herrschte Unsicherheit und Misstrauen, was die Identität und die gewollte „Loyalität“ einschränkte.
Work-Life-Balance
Urlaubswünsche wurden meistens problemlos akzeptiert. Durch die festen Arbeitszeiten konnte man sich gut die Zeit einteilen. Auch spontane Ereignisse, die der Arbeitszeit im Wege standen wurden genehmigt. In den Wintermonaten kommen auf einen sehr viele Überstunden, die aber als selbstverständlich angesehen werden und nicht nennenswert gelobt werden.
Karriere/Weiterbildung
Zwei Mitarbeiter wurden durch einen Kurs von Mission Mittelstand weitergebildet. Weitere Seminare erwiesen sich hingegen als wenig hilfreich und unprofessionell. Über die Seriosität der Fortbildungen lässt sich streiten.
Das geringe Gehalt wurde immer damit gerechtfertigt, in Zukunft Teil eines großen Projektes zu sein, mit viel Verantwortung und mehr Geld. Das einzige was übrig blieb waren zahlreiche Kündigungen innerhalb eines Kalenderjahres.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag leicht über dem Mindestlohn (ca. 2.800 € brutto nach der Probezeit). Die Provisionsvereinbarung wurde nur mündlich festgelegt ohne Vertrag. Teamumsatzziele sollte besonders vergütet werden, was aber nie vorkam. Diese lagen in utopischen Höhen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde weitestgehend papierlos gearbeitet, und es gab die Möglichkeit, einmal jährlich einen Social-Tag für wohltätige Zwecke zu nutzen. Digitalisierung wurde gefördert. Produkt sind nunmal kleine Schiffe, die eine große Umweltbelastung darstellen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war stark. Der Umgang miteinander war kollegial und respektvoll, was ein positiver Aspekt der Arbeitsatmosphäre war. Wenn die Führungsetage einen braucht, dann sind sie nett zu dir. Sobald sie dich loswerden wollen, werden Sachen außer Kontext gestellt und man wird frei gestellt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen wurden respektvoll behandelt und wertgeschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte taten sich schwer mit Machtverantwortung. Kündigungsdrohungen bei Nichterreichen von Umsatzzielen waren keine Seltenheit. Arbeitsweisen und Prozesse wurden häufig geändert, und es wurde regelmäßig hinterfragt, wie stark sich Mitarbeitende dem Unternehmen verpflichtet fühlen. Es schien nie etwas gut genug zu sein. Symbiose zwischen Chef und Teamleiter sehr gefährlich, da sich der Chef keine eigene Meinung seiner Mitarbeiter bildete, sondern nur das galt, was der Teamleiter ihm erzählen wollte.
Arbeitsbedingungen
Das Büro war modern ausgestattet mit neuester Technologie, großzügigen Räumen, einem Fernsehstudio und einer modernen Küche. Besonders der Blick auf den Fluss sorgte für eine angenehme Arbeitsumgebung. Die Lage allerdings etwas außerhalb der Stadt Kempten. Eine laute Baustelle beeinträchtigte die Konzentration.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens war ausbaufähig. Informationen wurden oft spät oder indirekt weitergegeben, da vieles in der Führungsebene hängen blieb. Obwohl eine offene und tolerante Kommunikationskultur propagiert wurde, empfanden viele Kritik als persönlichen Angriff.
Gleichberechtigung
Frauen und Männer wurden gleich behandelt. Allerdings war es oft schwierig, sich mit der eigenen Meinung durchzusetzen, wenn diese nicht der der Führungsetage gleichte, was zu späteren Problemen führte. Es galt nur die Meinung des Teamleiters, der gerne mal die Realität etwas verzerrt darstellte.
Interessante Aufgaben
Die Produktvielfalt ermöglichte abwechslungsreiche Aufgaben. Allerdings wurden viele Prozesse schnell monoton, was die langfristige Motivation beeinträchtigte.
