Solide Rahmenbedingungen, doch gravierende Mängel in Führung und Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehaltszahlung
flexible Arbeitszeiten und ein fairer Überstunden-/Freizeitausgleich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Herausforderndes Teamgefüge und eine wenig präsente Führung. Es fehlten professionelles Konfliktmanagement sowie eine objektive Leistungsbewertung. Auch der Austrittsprozess verlief enttäuschend: Ein angemessenes Zeugnis musste formal eingefordert werden; zudem fehlten darin wertschätzende Zukunftswünsche.
Verbesserungsvorschläge
Sicherstellung einer präsenten Führung, die Teamdynamiken realitätsnah beurteilt.
Objektive Leistungsbewertung fördern, statt sich auf Berichte Dritter zu verlassen.
Professionalisierung und mehr Wertschätzung im Offboarding-Prozess.
Arbeitsatmosphäre
Das Klima im Team habe ich als belastend empfunden. Es bestand ein spürbares Ungleichgewicht bei der Arbeitsdisziplin; während ich mich auf meine Aufgaben konzentrierte, nahmen nach meiner Wahrnehmung private Ablenkungen bei anderen Teammitgliedern einen breiten Raum ein. Da klare Strukturen und eine konsequente Steuerung fehlten, führte dies zu einer einseitigen Verteilung der Lasten.
Work-Life-Balance
Die Handhabung der Arbeitszeit war fair gestaltet. Positiv hervorzuheben ist, dass Überstunden entweder durch Freizeit ausgeglichen oder auf Wunsch ausgezahlt werden konnten. Diese Flexibilität bot eine gute Grundlage für die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war der Position angemessen und wurde immer pünktlich gezahlt.
Kollegenzusammenhalt
Das Verhältnis unter Kollegen war insgesamt durchschnittlich. Ein echtes „Wir-Gefühl“ konnte sich jedoch kaum entwickeln, da die Teamdynamik durch ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken einzelner Personen und die Herabstufung der Leistungen anderer nachhaltig belastet wurde.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskraft war aufgrund einer Doppelbelastung und daraus resultierender räumlicher Distanz im Alltag kaum präsent. Dadurch fehlte der notwendige direkte Einblick in die Abläufe vor Ort. Informationen über die Teamdynamik wurden häufig ungeprüft von Dritten übernommen. Dadurch wurde ein Klima begünstigt, in dem Selbstdarstellung mehr gewichtet wurde als tatsächliche Teamarbeit, ohne dass die Führung hier erkennbar korrigierend eingriff.
Kommunikation
Kommunikation / Austrittsprozess:
Besonders enttäuschend gestaltete sich der Abschluss des Arbeitsverhältnisses: Ein Zeugnis, das der Arbeitsleistung entsprach, musste erst über formale Wege eingefordert werden. Dass am Ende zwar eine Grußformel enthalten war, jedoch auf jegliche Zukunftswünsche verzichtet wurde, unterstreicht die fehlende Wertschätzung gegenüber der geleisteten Arbeit.