Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut finde ich die Möglichkeit der Gleitzeit und die grundsätzlich flexible Gestaltung der Arbeitszeiten. Auch die festen Lernzeiten für Auszubildende sowie die Möglichkeit, während der Arbeitszeit für die Berufsschule zu lernen, finde ich positiv. Die Vergütung während der Ausbildung ist für den Verwaltungsbereich meiner Meinung nach fair, und Urlaubs- sowie Weihnachtsgeld für Azubis sind ebenfalls ein Pluspunkt. Außerdem gibt es einige sehr nette und hilfsbereite Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit wirklich angenehm war. Die unterschiedlichen Abteilungen ermöglichen es zudem, viele verschiedene Bereiche kennenzulernen und dadurch einiges an Erfahrung zu sammeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich vor allem den teilweise wenig wertschätzenden Umgang miteinander. Je nach Abteilung hatte ich das Gefühl, sehr stark beobachtet und kontrolliert zu werden. Auch bei Krankheitszeiten hatte ich häufig das Gefühl, mich für meine Fehlzeiten und den Grund meiner Erkrankung erklären bzw. rechtfertigen zu müssen, was für mich unangenehm war.
Außerdem empfinde ich die Karriere- und Übernahmechancen als sehr begrenzt. Die Ausstattung der Azubi-Arbeitsplätze ist teilweise veraltet und nicht besonders ergonomisch. Auch die teilweise körperlich belastenden Tätigkeiten und der Umgang mit individuellen gesundheitlichen Einschränkungen könnten meiner Meinung nach verbessert werden. Insgesamt ist das Arbeitsklima je nach Abteilung sehr unterschiedlich und teilweise eher angespannt.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir vor allem einen wertschätzenderen und respektvolleren Umgang miteinander wünschen. Gerade zwischen Auszubildenden und Mitarbeitern sollte mehr auf Augenhöhe kommuniziert werden und Fehler sollten stärker als Teil des Lernprozesses gesehen werden.
Außerdem wären modernere und ergonomischere Arbeitsplätze für die Azubis sinnvoll. Bei körperlichen Tätigkeiten sollte zudem stärker auf individuelle gesundheitliche Einschränkungen und die Belastung der Mitarbeiter geachtet werden.
Bei den Arbeitszeiten würde ich mir eine fairere Regelung für Überstunden wünschen, sodass geleistete Mehrarbeit nicht einfach verfällt. Auch die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und die Perspektive nach der Ausbildung könnten verbessert werden.
Insgesamt würde meiner Meinung nach bereits ein besseres und wertschätzenderes Arbeitsklima in den einzelnen Abteilungen einen großen Unterschied machen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war je nach Abteilung sehr unterschiedlich. Insgesamt gab es für mich nur eine Abteilung, in der ich mich wirklich wohl und als Teil des Teams gefühlt habe. In anderen Abteilungen hatte ich dagegen häufig das Gefühl, sehr stark beobachtet und kontrolliert zu werden. Dadurch entstand für mich eine angespannte Arbeitsatmosphäre, in der ich mich nicht immer frei und wohl gefühlt habe.
Karrierechancen
Die Karriere- und Übernahmechancen empfinde ich als eher schlecht. Nach Abschluss der Ausbildung gibt es grundsätzlich keine verlässliche Perspektive auf eine Übernahme, sodass man sich nach der Ausbildung direkt nach einer anderen Stelle umsehen muss. Auch für bereits Beschäftigte wirken die Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten aus meiner persönlichen Erfahrung eher begrenzt. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Möglichkeiten zur langfristigen beruflichen Weiterentwicklung gewünscht.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich flexibel gestaltet und es gibt Gleitzeit. Man kann morgens bis 9:00 Uhr beginnen und regulär bis 17:30 Uhr arbeiten. Freitags kann man bei entsprechendem Überstundenkonto bereits um 14:00 Uhr Feierabend machen. Positiv finde ich außerdem, dass auch unbezahlter Urlaub möglich ist und dieser bei wichtigen Terminen teilweise auch kurzfristig genommen werden kann.
Allerdings ist das Überstundenkonto auf maximal +10 Stunden begrenzt. Alles, was darüber hinausgeht, wird zum Monatsende gelöscht und weder ausgezahlt noch anderweitig ausgeglichen. Gleichzeitig kann das Arbeitszeitkonto nur bis -5 Stunden ins Minus gehen.
An Weihnachten und Silvester werden jeweils zwei Minusstunden angesetzt und zusätzlich muss für den jeweiligen Tag ein halber Urlaubstag genommen werden. Insgesamt finde ich die Gleitzeitregelung praktisch, sehe bei der Handhabung der Überstunden und den Regelungen an Weihnachten und Silvester aber Verbesserungspotenzial.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung während der Ausbildung empfinde ich als fair und angemessen für eine Ausbildung im Verwaltungsbereich. Positiv ist außerdem, dass Auszubildende Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten. Nach der Ausbildung fällt dieser Vorteil für normale Mitarbeiter allerdings weg, da diese meines Wissens nach kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten.
Die Ausbilder
Die Fachliche Unterstützung während der Ausbildung war grundsätzlich in Ordnung. Persönlich empfand ich den Umgang miteinander schwierig. Teilweise wirkte die Kommunikation auf mich sehr Herablassend und wenig auf Augenhöhe.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor war je nach Abteilung und natürlich auch abhängig davon, welche Aufgaben einem persönlich liegen, unterschiedlich. Allerdings hat vor allem das jeweilige Teamklima eine große Rolle gespielt. Je nachdem, mit welchen Kollegen man zusammengearbeitet hat, war die Arbeitsatmosphäre entsprechend unterschiedlich. In manchen Abteilungen kam dadurch leider wenig Freude an der Arbeit auf.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben und Tätigkeiten waren je nach Abteilung unterschiedlich. In einigen Abteilungen hatte man ausreichend Zeit, um die Aufgaben in Ruhe zu bearbeiten, und es wurde auch ermöglicht, während der Arbeitszeit für die Berufsschule zu lernen. Zusätzlich gibt es zweimal im Monat feste Lernzeiten, die man zum Lernen nutzen kann. Insgesamt fand ich diese Möglichkeit für Azubis positiv.
Allerdings war auch die Erwartungshaltung je nach Abteilung und Kollegen sehr unterschiedlich. Teilweise wurde vermittelt, dass man bei wichtigen Aufgaben auch länger bleiben sollte und private Termine dabei nachrangig seien. Gleichzeitig hatte ich persönlich nicht immer den Eindruck, dass diese Erwartung an alle gleichermaßen gestellt wurde. Dadurch entstand für mich teilweise ein Gefühl von fehlender Fairness im Umgang mit Arbeitszeiten.
Variation
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und man bekommt im Laufe der Ausbildung sehr viel Wissen und praktische Erfahrung vermittelt. Teilweise wird man auch wie ein normaler Mitarbeiter eingesetzt und entsprechend in die täglichen Abläufe eingebunden, was ich grundsätzlich positiv finde. Für Auszubildende kann die Verantwortung allerdings teilweise auch überfordernd sein, insbesondere wenn man noch nicht über die entsprechende Erfahrung verfügt. Bei Fehlern hatte ich teilweise das Gefühl, dass sehr streng reagiert wurde, anstatt diese als Teil des Lernprozesses zu sehen.
Respekt
Es gibt definitiv einige sehr nette und hilfsbereite Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit angenehm ist. Gleichzeitig habe ich aber auch erlebt, dass einige Kollegen wenig freundlich oder wertschätzend im Umgang waren. Teilweise wurde man nicht einmal begrüßt oder angeschaut, wenn man sich begegnet ist. Dadurch hatte ich nicht immer das Gefühl, als Auszubildender wirklich auf Augenhöhe und respektvoll behandelt zu werden. Das ist natürlich je nach Abteilung und Team sehr unterschiedlich.