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AXRO 
GmbH
Bewertung

Zwischen 2-Tage-Kontrolle und öffentlicher Fehlerdokumentation

3,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei AXRO GmbH in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Lage, Mittagessen, Kollegen. Und DIE HUNDE!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Destruktive Fehlerkultur: Die Führung einer öffentlichen Fehlerliste, in der Korrekturen namentlich und dauerhaft dokumentiert werden, schafft ein Klima der Verunsicherung statt einer modernen Lernkultur.

Strukturelle Dysbalance: Es besteht ein massives Ungleichgewicht in der Arbeitslast zwischen Back-Office/Einkauf und Vertrieb. Während im Einkauf komplexe Aufgaben (Produktmanagement, Logistikkoordination, Trendrecherche) bewältigt werden, fehlt im Vertrieb oft das Grundverständnis für einfache Prozesse.

Mangelnde Wertschätzung der Fachexpertise: Wenn langjährige Vertriebsmitarbeiter öffentlich und lautstark die Preispolitik oder interne Kennzeichen diskreditieren/ignorieren, anstatt sich Fachwissen anzueignen, belastet dies die Zusammenarbeit und führt zu unnötiger Mehrarbeit im Einkauf.

IT-Privilegierung: Eine spürbare „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ bei der Hardware-Ausstattung zwischen der IT-Abteilung und den Fachabteilungen.

Verbesserungsvorschläge

Fachliche Weiterbildung: Vertriebsmitarbeitern, die nach Jahren die Preispolitik oder Artikelprozesse nicht verstehen, sollten verpflichtende Schulungen oder Hospitationen im Produktmanagement angeboten werden, um das Verständnis für die Komplexität der Aufgaben zu schärfen.

Prozessdisziplin einfordern: Der Vertrieb muss angehalten werden, Standard-Informationen eigenständig zu prüfen, um das PM von administrativen Kleinstaufgaben zu entlasten.

Fehlerkultur modernisieren: Abschaffung der öffentlichen Fehlerlisten zugunsten einer konstruktiven, internen Fehlerbehebung.

Vertrauen statt Kontrolle: Das bi-wöchentliche Zwei-Tage-Reporting sollte durch zielorientiertes Arbeiten ersetzt werden; das spart Zeit auf beiden Seiten.

Equipment-Standards: Einheitliche Vergabe von Hardware (z. B. Headsets) für alle Mitarbeiter, unabhängig von der Abteilung.
Viele dieser Punkte stehen schon in vorherigen Bewertungen- zeigt auf, dass entgegen den Aussagen nichts unternommen wird.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist stark zweigeteilt. Innerhalb des Einkaufs/Back-Offices herrscht ein sehr guter Zusammenhalt. Allerdings wird das Klima durch eine belastende Fehlerkultur getrübt: Es existiert eine öffentliche Fehlerliste, in die aktiv Einträge gefordert werden – inklusive namentlicher Nennung und dauerhafter Dokumentation. Fehler müssen zusätzlich dem Vorgesetzen gemeldet werden, nicht dem Kollegen direkt. Dies fördert eher Misstrauen als Qualität. Zudem wird im Großraumbüro teilweise lautstark Unverständnis über Fachprozesse (z. B. Preispolitik) geäußert, was die Konzentration und den Respekt untereinander stört.

Kommunikation

Das Micromanagement ist extrem: In bi-wöchentlichen Meetings muss die Arbeit für die kommenden zwei Tage im Voraus gerechtfertigt werden. Fehlt in den Augen der Führung das Volumen, folgt ein Reporting. Dieses Misstrauen steht im krassen Gegensatz zur hohen Verantwortung im Produktmanagement.

Kollegenzusammenhalt

Im Back-Office/Einkauf wird fest zusammengehalten – das muss man auch, um das Pensum zu schaffen. Zum Vertrieb herrscht jedoch eine spürbare Diskrepanz in der Arbeitsbelastung. Während im Einkauf aufgrund der Last kaum Zeit für Pausen bleibt, ist die „Gesprächskultur“ im Vertrieb auffällig hoch. Besonders irritierend: Langjährige Vertriebsmitarbeiter, die grundlegende strategische Entscheidungen (wie die Preispolitik) lautstark im Büro infrage stellen, anstatt das Gespräch für ein tieferes Prozessverständnis zu suchen.

Work-Life-Balance

Die Regelung mit zwei frei wählbaren Homeoffice-Tagen pro Woche ist ein echter Pluspunkt und sorgt für die nötige Flexibilität. Allerdings wird dieser positive Aspekt durch die enorme Arbeitslast und das Micromanagement überschattet. Die ständige Rechtfertigung der Aufgaben für die nächsten zwei Tage erzeugt einen unnötigen psychischen Druck, der die eigentlich gute HO-Regelung im Alltag entwertet. Man hat das Gefühl, trotz guter Ergebnisse permanent unter Beobachtung zu stehen.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt zwar grundsätzlich ehrliche Feedbackgespräche, jedoch wird Kritik am Arbeitsvolumen weitestgehend ignoriert.

Gleichberechtigung

scheint gut zu sein

Umgang mit älteren Kollegen

ein guter Mix

Arbeitsbedingungen

Die Bürolage ist sehr gut, das hochwertige Mittagessen ein echtes Highlight. Die IT-Ausstattung ist im Standard okay, allerdings herrscht hier eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft". Während die IT selbst modernstes Equipment nutzt, müssen Fachabteilungen teils um Basisausstattung (z. B. Headsets für das Homeoffice) bitten oder bekommen diese gar nicht – eine einheitliche Linie fehlt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Müll wird getennt

Gehalt/Sozialleistungen

Es gibt einen Bonus, der fair und transparent berechnet wird. Gehalt ist gut.

Karriere/Weiterbildung

So gut wie keine Weiterbildungen. Wenn, sind sie an der Realität vorbei und müssen trotzdem durchgezogen werden.


Interessante Aufgaben

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