Nicht zu empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass ich damals so viel eigenverantwortlich arbeiten durfte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man hat das aber auch ausgenutzt. Am Ende war es es egal, was man für die Firma geleistet oder mitgetragen hatte. Ich hatte viele tolle Kollegen gesehen, die gingen, weil die Anerkennung gefehlt hat. Man hat sie auch nicht versucht aufzuhalten oder überhaupt nach dem Warum? gefragt. Andere wurden rausgeekelt. Schade eigentlich und verpasste Chancen.
Verbesserungsvorschläge
Wenn es noch so ist wie damals: Einen empathischen, modernen Führungsstil einführen und endlich die Mitarbeiter wertschätzen! Mehr loben, nicht nur zu Weihnachten. Wie wäre es mit einer modernen Feedback-Kultur? Fortbildungen für Führungskräfte und Mitarbeiter? Team- Bildungsmaßnahmen? Die müssen nicht teuer sein. Transparenz und echte positive Motivation?
Arbeitsatmosphäre
War für mich immer durchwachsen. Im kleinen Teams oft sehr gut, aber übergeordnet oder in anderen Abt. oder Teilen der Gruppe gab es immer Tiefs, die alles kaputtmachten. Da man eng zusammenarbeitet, beeinflusste das jeden. Damals gab es keinen Beriebsrat, keine starke Personalabteilung, keine Vertrauensperson.
Image
Image der Firma? War anfangs sehr gut, ließ dann nach. Kann ich jetzt nicht mehr beurteilen.
Work-Life-Balance
Die Haltung war damals: Man durfte froh sein, dort arbeiten zu dürfen! Es gab ein Gleitzeitkonto, aber „zu viele“ Std wurden auch gestrichen. Arztbesuche waren damals nicht so gern gesehen. Teilzeit manchmal auch nicht. Kein Vertrauen in die Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Man musste Weiterbildungen damals selbst zahlen und wenn etwas übernommen wurde, sich auf eine bestimmte Zeit verpflichten. Flache Hierarchie, kaum Entwicklung möglich.
Gehalt/Benefits
Empfand ich für die Aufgabe und Verantwortung damals zu wenig. MVG Zuschlag gab es. Gehaltserhöhungen waren schwierig und nur minimal möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das empfand ich als nicht besonders ausgeprägt.
Kollegenzusammenhalt
Es gab viele tolle Kolleginnen und Kollegen damals. Tolle Teamarbeit erlebt. Das hat Spaß gemacht. Aber kaum einer traute sich den Mund aufzumachen oder stand für den anderen ein, wenn es drauf ankam.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich mich erinnere, Ältere mussten um Altersteilzeit kämpfen und Mütter wurden nicht gleich wieder eingestellt nach der Elternzeit.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe dort wenige tolle Ausnahmen erlebt, aber phasenweise war es schrecklich und man ließ schlechte Chefs zu lange gewähren. Zum Ende hin empfand ich das Verhalten von allen höheren Ebenen unterirdisch. Man hörte manchmal von seltsamen Abmahnungen ohne jegliche Vorgespräche, drohenden Gesprächen oder Emails ohne Angaben von handfesten Gründen, oder einfach betretenem Schweigen.
Arbeitsbedingungen
Für die Zeit damals okay, aber das Büro war in die Jahre gekommen. Kein Luxus in unserer Abt und oft war es laut. An einer besseren Kaffeemaschine wurde gespart. Jetzt gibt es ja eine neue Adresse.
Kommunikation
Phasenweise, je nach direktem Chef mal gut, mal schlecht. Fachliche Kommunikation war gut. Oft empfand ich die Kommunikation allgemein nicht transparent oder ehrlich. In schwierigen Zeiten sehr harte Linie und es wurde viel abverlangt. Nette Emails oder nette Ansprachen in großen Gruppen, aber anscheinend krasse Gespräche unter vier Augen.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht mehr sagen. Insgesamt war der Stil ja konservativ. Die Küche haben eher die Frauen gemacht.
Interessante Aufgaben
Ja, das war damals für mich eine vielfältige Arbeit mit viel Verantwortung.

