Bavaria Werkschutz - der Ruf ist bei sämtlichen Konkurrenten bekannt!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wiedermal Niederlassungsabhängig:
Es war zwar verdammt viel Arbeit, aber "mein" Team war halt einmalig. Es war eine schöne Zeit und hätten die Gespräche wegen der Lohnzahlungsprobleme etwas gebracht wäre ich vielleicht heute noch da. Aber nach zig Gesprächen und Fristen - am Ende sogar einer schriftlichen Abmahnung meinerseits an die Geschäftsleitung müssen auf Worte Taten folgen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Unpünktliche Lohnzahlung.
- Mindestlohn und andere "Spartricks".
- Unschaffbarer Revierplan, unmöglich schaffbar wenn mann sich an Geschwindigkeitsbegrenzung und Ruhe- Pausenzeiten hält bzw. diese überhaupt macht.
Verbesserungsvorschläge
Zahlt die Löhne pünktlich zum 15. des Monats wie Vertraglich vereinbart.
Geht weg vom Mindestlohn - 12Std. Tage/5-6 Schichten in der Woche und 240Std. sind zuviel.
Hebt die Löhne so an, dass man mit 200-220Std. gut Leben kann und nicht trotz Arbeit an der Armutsgrenze lebt.
Die Mitarbeiter kommen ausgeruht und erholt in die Arbeit und es macht ein besseres Bild vor dem Kunden.
Man muss in der Chefetage den Hals mal vollkriegen! Die Mitarbeiter sind euer Kapital - Sie sind für euren Wohlstand verantwortlich, also Dankt es ihnen mit Wertschätzung und Finanzieller Sicherheit.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre rein Arbeitstechnisch war in unserer Niederlassung überwiegend gut.
Image
Ein großteil der Mitbewerber/ wenn nicht alle im Raum Bayern kennen die Bavaria/Adosec-Gruppe.
Es ist gang und gebe in einem Bewerbungsgespräches auf die Bavaria angesprochen zu werden.
Mitarbeiter werden "verheizt" bis Sie nicht mehr können.
Karriere/Weiterbildung
Einzig und alleine die jährliche Aufzugsbefreiungsschulung wurde gamacht.
Kein Betrieblicher Ersthelfer oder ähnliches.
Reviereinweisung war bei mir zwei Tage, bei einem älteren Kollegen 3 Tage - er hätte noch ein paar Tage gebraucht, aber er musste es dann via Handygespräch alleine lernen.
Gehalt/Benefits
!!!GANZ WICHTIG!!!
Ich habe damals gekündigt, da die Bavariagruppe es in 14 Monaten nur ein einziges mal geschafft hat, meinen Lohn pünktlich am 15. des Monats laut Dienstvertrag zu überweisen.
Ansonsten war er IMMER ZU SPÄT!
Meist um ein bis zwei Wochen, einmal fast um einen Monat.
Man muss der Firma hinterher laufen und drohen - Monat für Monat - um seinen verdienten Arbeitslohn zu erhalten.
Miete, Tankkosten, Essen und Rechnungen sind der Firma egal - und erwartet ja nicht bei einem Ungedeckten Konto, dass ihr Rücklastschriften oder Mahngebühren ersetzt bekommt.
Unpünktliche Lohnzahlungen schaffen euch jeden Monat mehrarbeit, da ihr eurem Geld hinterherlaufen müsst und euren Verpflichtungen nicht pünktlich nachkommen könnt.
Desweiteren wird immer NUR der Tarifliche Mindestlohn bezahlt. Keine Extra's und keine Vergünstigungen.
Auf jedenfall rate ich die Stunden selber mitzuschreiben und die Lohnabrechnungen(sowie Kontoeingang) abzugleichen.
Wie geschrieben, überlegt ob ihr als Alleinverdiener jeden Monat Vermieter, Banken etc. anrufen wollt und einen schlechten Finanzscore haben wollt weil die Firma es nicht schafft euren erarbeiteten Lohn pünktlich laut Vertrag zu bezahlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nein, ist völlig egal.
Spritsparend Autofahren ist ein Fremdwort.
Immer Bleifuß und den Drehzahlmesser am Maximum - egal was Ausgestoßen wird.
In den Büroräumen wird aber der Müll getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Unser damaliges Team hielt sehr gut zusammen, was auch eine Grundvoraussetzung ist um gemeinsam einen Veranstaltungsservice zu bieten.
Umgang mit älteren Kollegen
Wiedermal Niederlassungsspezifisch:
Bei uns wurden die 2 älteren Kollegen geschätzt, da diese durch ihre Berufserfahrung sehr viel Kompetenz weitervermittelten. Und natürlich waren Sie auch Charakterlich sehr gute Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Man lebt für die Firma.
Arbeitszeiten 12 Std. im Revierfahrzeug und wenn gegen Dienstende noch ein Alarm reinkommt, können es auch 13 oder 14 Stunden werden. Das wird dann schon so geschrieben, dass es "passt"
Am Wochenende mussten wir alle 6-7 Wochen einmal das Wochenende übernehmen - (Sa. & So. von 06:00 - 18:00Uhr Bereitschaft). Was auch kein Problem wäre, jedoch wurden von diesen insgesamt 24Std. nur 12 gezahlt!
Insgesamt muss man sehr viel arbeiten, da nur die unterste Grenze des Mindestlohn bezahlt wird.
Arbeitsbedingungen
Das Revier:
Es geht erstmals 12 Std.
12 Std. hinter dem Steuer eines Fahrzeug's,
- bei Nacht
- ohne Pause
Dienstbeginn, rein in's Auto, Tanken und Vollgas!
Man muss seine Tour schaffen und um die vorgegebene Uhrzeit beim Verschlusskunden sein.
Es wird auch offen gesagt, dass man ruhig "etwas" schneller als erlaubt fahren soll.
Die Nacht durchrasen ohne Pause war das.
Desweiteren waren unsere beiden Stechhandys die Hölle.
Die entwickelte Software für die Kontrollrunden hatte leider so viele Fehler, dass der Dienst damit ein Alptraum wurde. Das Handy "frohr" einfach ein, dass Display zeigte jedoch volle erreichbarkeit an, obwohl dies nicht der Fall war.
Somit war man im Alarmfall nicht erreichbar und die 24h Alarmzentrale ruft Nachts den Vorgesetzten an, dieser wird dann wachgemacht und ruft mich auf meinem Privaten Handy an und lässt seine Laune an den Mitarbeitern aus.
Auch nachdem der Fehler bekannt ist, ist man selber Schuld, da man unter dem Autofahren das Stechgerät ja ab und zu Neustarten soll.
Dazu muss man mit einem Schraubendreher den Akku entfernen - und das 3-4 mal die Nacht, in einer Tour die unter einhaltung der gesetzlichen Geschwindigkeitslimits nicht schaffbar ist.
Kommunikation
Unter den Kollegen/Führungskräften in der Niederlassung gut. Abseits davon in die Hauptzentrale/nach München schlecht.
Gleichberechtigung
Völlig egal ob Mann oder Frau - bei uns durfte jeder halbwegs lebende Schuften bis er ausgelaugt und verbraucht war.
Interessante Aufgaben
Ich habe verschiedene Tätigkeiten ausführen dürfen:
Revierdienst mit Alarmverfolgung, Event- und Veranstaltungsschutz, Bestreifung von Einkaufszentren und Patientenbewachung.
Das übliche Berufsbildes des Sicherheitsdienstes.