Gut am Arbeitgeber finde ich
Die fachliche Ausbildung bei MAGIX ist sehr gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider ist das Unternehmen von der fachlichen Ausbildung abgesehen extrem unattraktiv, was die Bezahlung und Aufstiegschancen angeht. Dadurch verkommt MAGIX langsam zum reinen Sprungbrett für Arbeitnehmer.
Dieses Problem wurde anscheinend erkannt und nun wird dagegen vorgegangen, indem man Mitarbeitern verbietet, sich auf dem Arbeitsmarkt zu präsentieren oder jegliche Positionstitel nicht zugesprochen werden. Das sehr enttäuschend und sicherlich nicht der richtige Weg.
Arbeitsatmosphäre
Das Betriebsklima ist größtenteils sehr gut. Alle Mitarbeiteraktivitäten, ob während oder außerhalb der Arbeitszeit, sind selbst organisiert und damit auch entsprechend entspannt und herzlich. Die Stimmung unter den Azubis ist sehr gut.
Karrierechancen
Die Anzahl der Übernahmen ist in letzter Zeit leider drastisch gesunken.
Die Aufstiegschancen sind auf theoretischer Ebene sehr gut: Man bekommt mehr Verantwortung, Einfluss und Mitspracherecht
In der Praxis kommt dann jedoch dazu, dass dieser "Aufstieg" in keiner Form entlohnt wird und - was noch viel schmerzhafter ist - auch auf dem Papier nirgendwo festgehalten wird. Man bleibt also offiziell immer nur ein normaler Angestellter. Es scheint, als wolle man hier das Potential der Mitarbeiter sehr wohl nutzen, sie aber gleichzeitig "klein halten" und somit für jegliche Konkurrenz unattraktiv.
Arbeitszeiten
Überstunden werden offiziell weder zeitlich noch finanziell ausgeglichen. An Schultagen muss ebenfalls gearbeitet werden, bis man seinen 8std. Tag voll hat. Das führt zu der absurden Situation, dass Azubis manchmal für 20min (!) Arbeitszeit in den Betrieb fahren müssen.
Einziger Pluspunkt: Gleitzeit (wenn auch innerhalb einer bestimmten Kernarbeitszeit)
Ausbildungsvergütung
Die Bezahlung ist zwar offiziell "laut Tarif", aber anscheinend hat man sich hier am absoluten Minimum orientiert. Wenn man den Arbeitsaufwand und die Verantwortung eines Azubis mit seinem Gehalt abgleicht, kann man von keiner fairen Entlohnung sprechen!
Die Ausbilder
Zunächst muss man sagen, dass es bei MAGIX keine eigens dafür abgestellten Ausbilder gibt. Diese Aufgabe wird immer (!) von Festangestellten übernommen. Für diesen Mehraufwand wird jedoch keine extra Zeit zur Verfügung gestellt, was für alle beteiligten zu unnötigem Stress führt. Man muss sich fast alles selber erarbeiten, da der Ausbilder kaum Zeit hat, alle Aufgaben sorgfältig vorzubereiten und anzuleiten.Viele Ausbilder leisten zum Glück trotzdem sehr gute Arbeit. Man wird in viele Bereiche eingeführt, bekommt - wenn man möchte - schnell Verantwortung und kann sich umfassend weiterbilden. Schwierig wird es natürlich, wenn es dem Ausbilder selber an Fachwissen mangelt.
Die Behandlung war immer fair und auch persönlich kann man nichts an den Leuten aussetzen!
Spaßfaktor
Die Motivation leidet manchmal unter der fehlenden Sinnhaftigkeit der Arbeit. Feedback wird zwar gewünscht, dann aber kaum zur Kenntnis genommen, geschweige denn umgesetzt. Eigeninitiative wird ebenfalls gerne gesehen, im letzten Schritt, nämlich der Ausführung, dann fast ausnahmslos geblockt. Das frustriert natürlich enorm.
Aufgaben/Tätigkeiten
Möglichkeiten zur Fortbildung werden nicht angeboten und auf Anfrage hin z.T auch abgelehnt. Die technische Ausstattung ist für ein international agierendes multimedia Unternehmen leider ein schlechter Scherz. Hier wird an der falschen Stelle gespart, was einen Rattenschwanz an Mehraufwand mit sich zieht. Das scheint bei den Entscheidungsträgern aber keiner zu bemerken.
Variation
Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Man lernt alle Abteiltungen oberflächlich kennen und beginnt sich dann zu spezialiseren. Das halte ich für eine sehr gute Vorgehensweise.
Der einzige negative Punkt ist hierbei, dass man selber darauf keinen Einfluss hat. Man wird von den Vorgesetzten nach Belieben hin- und hergeschoben und muss sich so gut es geht damit abfinden.
Respekt
Die Stimmung unter den Kollegen ist größtenteils sehr gut und einer der großen Pluspunkte dieses Unternehmens. Es gibt keine, oder keine wahrnehmbare Ellenbogengesellschaft. Die Leute sind freundlich zueinander begegnem einem meistens respektvoll. Ein paar faule Äpfel gibt es natürlich immer im Korb.