Interessante Projekte, aber fehlende Struktur und schwierige Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv fand ich, dass es grundsätzlich interessante Projekte gab
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich vor allem, dass zwischen dem Eindruck im Vorstellungsgespräch und der späteren Realität im Arbeitsalltag ein großer Unterschied bestand. Es fehlte an strukturierter Einarbeitung, klaren Zuständigkeiten und ausreichender fachlicher Unterstützung. Teilweise wurden Projekte angenommen, obwohl intern das nötige Know-how oder die personellen Kapazitäten nicht ausreichend vorhanden waren. Besonders negativ habe ich außerdem das Verhalten meines direkten Vorgesetzten erlebt, das ich oft als wenig wertschätzend und nicht professionell empfunden habe.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre wichtig, Bewerbern und Kunden ein realistisches Bild der tatsächlichen internen Strukturen, Ressourcen und Kompetenzen zu vermitteln. Außerdem braucht es dringend bessere Einarbeitung, klarere Zuständigkeiten und vor allem einen respektvollen, professionellen Führungsstil. Projekte sollten nur dann angenommen werden, wenn das nötige Know-how und ausreichend personelle Kapazitäten vorhanden sind. Langfristig würde dem Unternehmen auch eine stärkere Mitarbeiterbindung helfen, denn hohe Fluktuation hat immer Ursachen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war in meinem Bereich leider sehr angespannt. Gerade in einer der Abteilungen habe ich mich mit der Zeit nicht mehr wertgeschätzt gefühlt. Kritik wurde aus meiner Sicht nicht konstruktiv geäußert, sondern oft in einer Weise, die demotivierend war. Dadurch entstand für mich kein professionelles und unterstützendes Arbeitsumfeld.
Image
Nach außen wurde im Bewerbungsprozess und auch gegenüber Kunden ein deutlich besseres Bild vermittelt, als ich es intern erlebt habe. Meine persönliche Erfahrung war leider, dass Anspruch und Realität stark auseinanderlagen
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war durch die Projektsituation oft belastet. Da ich mich in Themen einarbeiten musste, ohne ausreichende Unterstützung zu bekommen, habe ich teilweise sogar am Wochenende gearbeitet, um den Anforderungen gerecht zu werden. Positiv ist, dass es nicht dauerhaft in allen Bereichen gleich belastend war, aber insgesamt war die Balance aus meiner Sicht nur mittelmäßig.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen waren aus meiner Sicht an sehr strenge Bedingungen geknüpft. Wenn man eine Weiterbildung machen wollte, musste man sich vertraglich für mehrere Jahre an das Unternehmen binden. Falls man vorher kündigt, muss man einen Teil der Kosten zurückzahlen. Dadurch wirkte Weiterbildung für mich weniger wie echte Förderung und mehr wie ein Mittel, Mitarbeiter langfristig zu binden. Ich hätte mir hier deutlich fairere und mitarbeiterfreundlichere Regelungen gewünscht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt und die Leistungen fand ich im Verhältnis zur Verantwortung und zur tatsächlichen Belastung eher unterdurchschnittlich. Vor allem wenn man Projekte übernehmen soll, in denen man sich parallel erst selbst einarbeiten muss, hätte ich mir hier mehr Wertschätzung gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
Das hängt stark von der Abteilung ab. In einem Bereich war die Zusammenarbeit für mich schwierig, und ich hatte eher das Gefühl, mit Problemen alleine gelassen zu werden. Im anderen Bereich, in dem ich ebenfalls tätig war, habe ich deutlich bessere Erfahrungen gemacht. Insgesamt war der Zusammenhalt für mich daher sehr uneinheitlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Mein Eindruck war, dass nicht immer respektvoll und wertschätzend mit Mitarbeitern umgegangen wurde. Gerade im täglichen Miteinander fehlte mir in manchen Situationen Professionalität und ein respektvoller Ton.
Vorgesetztenverhalten
Mit dem Verhalten meines direkten Vorgesetzten habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Gespräche fanden teilweise unangekündigt statt und wirkten auf mich eher herabwürdigend als lösungsorientiert. Ich hatte nicht das Gefühl, fair behandelt oder fachlich verstanden zu werden. Besonders schwierig war für mich, dass auch persönliche Kommentare fielen, die aus meiner Sicht nichts mit der eigentlichen Arbeitsleistung zu tun hatten.
Arbeitsbedingungen
Die allgemeinen Arbeitsbedingungen, also Ausstattung und Rahmenbedingungen, waren aus meiner Sicht gut.
Kommunikation
Im Vorstellungsgespräch wurde mir ein deutlich strukturierteres und erfahreneres Umfeld vermittelt, als ich es später tatsächlich erlebt habe. Im Arbeitsalltag fehlte es oft an klarer Kommunikation, Zuständigkeiten und realistischer Einschätzung von Projekten. Teilweise wurden Erwartungen formuliert, ohne die nötige Unterstützung oder Einarbeitung bereitzustellen.
Gleichberechtigung
Mein Eindruck war, dass Entscheidungen nicht immer ausschließlich nach Erfahrung und fachlicher Kompetenz getroffen wurden. Teilweise wirkten Rollenverteilungen für mich nicht nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Die Projekte an sich waren teilweise interessant und abwechslungsreich. Das Unternehmen ist grundsätzlich gut darin, neue Projekte zu akquirieren. Das Problem war für mich jedoch, dass häufig Projekte angenommen wurden, ohne dass intern ausreichend Know-how, Struktur oder Unterstützung vorhanden war. Dadurch waren interessante Aufgaben oft gleichzeitig mit großem Stress verbunden.