Mehr Schein als Sein oder wie gesundes Arbeitsklima nicht aussehen sollte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die 50% Mitarbeiterrabatt habe ich oft und gerne genutzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation, den Lohn und die mangelnde Wertschätzung und das Immage von eher Schein als Sein.
Verbesserungsvorschläge
Schätzt eure Verkäufer mehr wert! Sie sind diejenigen, die die meiste und schwerste Arbeit für euch erledigen. Da wäre ein Dankeschön sehr angebracht. Versucht euch bitte einmal in unsere Situation zu versetzen, bevor ihr uns eine neue revolutionäre Idee offenbart, die zu mehr Arbeit und Stress führt und zu weniger Umsatz und Teamzusammenhalt. Nehmt unsere Kritik ernst. Wenn dem Kunden etwas nicht passt, sind wir diejenigen, die das an den Kopf geschleudert bekommen, Streit schlichten und nach einer Lösung suchen müssen. Ich als Verkäufer kann nichts für die Preise der oder die Qualität der Produkte.
Arbeitsatmosphäre
Man erhält mehr Kritik als Lob, obwohl man sein Bestes unter katastrophalen Bedingungen gegeben hat. Ich frage mich oft, wie Vorgesetzte Personalverantwortung bekommen haben und dabei die sind, die am schlechtesten mit Menschen umgehen können, keinerlei Empathie haben, nicht motivieren können und ihre Rolle einfach missverstehen.
Image
Influencer schildern ein Unternehmen, dass mir so in dieser Art und Weise unbekannt ist.
Work-Life-Balance
Katastrophal.
Vermeintliche Urlaubssperre, die nicht für alle gleichermaßen galt. Im Urlaub wurde ich sehr oft angerufen, ob ich nicht bei Krankheitsfällen einspringen könne. Wenn man im Urlaub oder an freien Tagen nicht ans Handy gegangen ist oder auf Nachrichten geantwortet hat, wurde man dafür blöd angemacht.
Das Unternehmen stellt Menschen in jeglichen Lebensphasen ein und dennoch ist es plötzlich ein Problem, dass man als Werkstudent nicht immer kann, weil man studiert. Es wagt sich wunschfrei für einen halben Tag oder Tag zu nehmen, weil man einen Arzttermin hat oder etwas wichtiges ansteht. Da frag ich mich, warum man Studenten, Mütter etc. überhaupt einstellt, wenn es aufeinmal problematisch ist gerechte Wünsche zu äußern. Wohnst du zu nah an deinem Arbeitsplatz, kannst du davon ausgehen, an Feiertagen und co. eher eingesetzt zu werden, weil "dein Weg ja nicht so weit ist".
Karriere/Weiterbildung
In der Theorie kann man aufsteigen. Ich habe es für mich selbst nicht beansprucht.
Gehalt/Benefits
Der Lohn entspricht nicht dem Arbeitsaufwand, den Anforderungen, der tatsächlichen Arbeitszeit etc.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Plastikmüll gesehen. Ich verstehe, warum einige Produkte zum Schutz einzeln verpackt werden, ABER einige Verpackungen sind unlogisch doppelt und dreifach mit Plastik versehen. Ich weiß, dass es eine Kostenfrage ist, alles in bspw. abbaubare Zellulosefolie zu verpacken....aber das Unternehmen sollte sich damit beschäftigen.
Kollegenzusammenhalt
Es gab Kollegen, die wie eine Familie für einen waren und Kollegen, mit denen man einfach nur zusammengearbeitet hat. Es gab einige Kandidaten die unfair waren und Teamarbeit als "Toll Ein Anderer Machts" interpretiert haben und andererseits Kollegen, die die Arbeit fair aufgeteilt haben, sich abgesprochen haben und man sich wohl gefühlt hat.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt eine interne Zeitschrift, in der man namentlich erwähnt wird nach einer bestimmten Zeit an Betriebszugehörigkeit. Jedoch habe ich es bei meinen Kollegen gesehen, dass nie jemand kam oder sie nicht erwähnt wurden etc.
Vorgesetztenverhalten
Wenn die "Chefetage" es nicht schafft mit den Bezirksleitungen zu kommunizieren und die Bezirksleitungen es nicht schaffen mit den Filialleitungen zu kommunizieren....dann ist und bleibt das ausbaufähig.
Arbeitsbedingungen
Wenn man in einem Center arbeitet, dann hat man das Gewusel und die Veranstaltungen drum herum. Das muss man im Hinterkopf behalten und klar vom Unternehmen trennen.
Es ist eine Klimaanlage/Heizung und eine Musikanlage vorhanden. Nachdem die Filialen modernisiert wurden, ist die Technik akzeptabel. Die IT-Abteilung versucht einem immer zu helfen und hat es selber nicht leicht.
Mega Kritikpunkt: Der Laden ist so unglaublich hell, dass man sehr oft geblendet wird. Die Ware bleicht stellenweise stark aus und unter den Lampen wird es oft sehr heiß.
Kommunikation
Meiner Meinung nach ständig dämliche "Wettbewerbe" zur Umsatzsteigerung, die immer unpassend sind, schlecht durchdacht und regional nicht angepasst sind. Verprechen, die nicht gehalten werden. Kritik, wenn ein (unrealistisches) Ziel nicht erreicht wurde, anstelle für mehr Motivation zu sorgen.
Gleichberechtigung
Die wird am ersten Tag klar gemacht, wer du bist. Im Team warst du untereinander schok eher gleichberechtigt, aber am Ende des Tages bekommst du für das gleiche Arbeitspensum und Arbeitsstunden als Aushilfe/Werkstudent weniger Lohn und Anerkennung, als Mitarbeiter mit gleicher Stundenzahl.
Interessante Aufgaben
Es gibt tägliche To-Dos wie den Laden aufräumen, Ware nachlegen, Kunden beraten, kassieren, Ohrlöcher schießen etc. und wöchentliche Aufgaben, wie Ware auspacken und verräumen. Alle paar Wochen werden Schaufenster und bestimmte Themenwände in der Filiale neu dekoriert und es fällt mehr Arbeit an in diesen Momenten. Ich fand es auf angenehme Art routiniert und es gab immer was zu tun. Es war nur nicht schön, wenn man alles alleine machen sollte, weil einige Kollegen keine Lust hatten, ihre Arbeitszeit mit Arbeit zu füllen, sondern lieber mit Däumchen drehen.