Ihr Unternehmen?

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Binder 
Optik
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehr schlecht als recht.

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung bei Binder Optik in Böblingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass die Bezahlung in meinem Fall sehr gut war und zusätzlich eine Prämie ausgezahlt wurde. Außerdem erhält man vom Geschäftsführer einen großen Vertrauensvorschuss. Besonders angenehm empfand ich auch, dass man bereits ab dem ersten Arbeitstag einen eigenen festen Arbeitsplatz hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Was ich am Arbeitgeber kritisch sehe, ergibt sich aus den zuvor genannten Punkten. Insgesamt empfinde ich es als schade, dass viele Dinge so laufen, wie sie derzeit laufen, da das Unternehmen aus meiner Sicht ein deutlich größeres Potenzial hat, das bislang nicht ausgeschöpft wird.

Verbesserungsvorschläge

Meine Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber wären vor allem, Mitarbeiterstimmen stärker ernst zu nehmen und sich seitens der Personalabteilung aktiver für die Mitarbeitenden einzusetzen. Zudem halte ich es für sehr wichtig, dass sensible Informationen nicht innerhalb des Unternehmens weitergetragen werden.

Aus meiner Sicht würde sich bereits viel verbessern, wenn insbesondere die Abteilungen Personal und Vertrieb davon absehen würden, über Mitarbeitende zu sprechen und interne Informationen weiterzugeben. Derzeit entsteht der Eindruck, dass Informationen zu schnell nach außen gelangen.

Generell würde ein bewussterer Umgang mit Kommunikation in der Zentrale helfen. Längere Gespräche während der Arbeitszeit, in denen über andere Mitarbeitende gesprochen wird, wirken sich negativ auf das Arbeitsklima aus. Würde dieses Verhalten reduziert oder unterbunden, könnte sich die Situation vor Ort spürbar verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Ich nehme die Arbeitsatmosphäre in der Zentrale als angespannt und wenig konstruktiv war. Lästereien, gegenseitige Abwertungen und ein starkes Konkurrenzdenken prägen den Arbeitsalltag. Neid ist an der Tagesordnung.

Image

Die Stimmung in Bezug auf das Image des Unternehmens habe ich als zunehmend negativ wahrgenommen. Bereits zu meinem Einstieg war die Stimmung nicht besonders gut, hat sich jedoch über die Jahre deutlich verschlechtert. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitenden stetig zugenommen hat, was sich aus meiner Sicht auch in der steigenden Zahl an Kündigungen widerspiegelt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance im Betrieb ist sehr gut und grundsätzlich positiv hervorzuheben. Individuelle Anliegen werden ernst genommen und meist auch individuell gelöst. Werden diese Regelungen jedoch im Team bekannt, reagieren Kollegen häufig mit Neid, sodass man schnell zum Ziel von Ablehnung oder Anfeindungen wird.

Karriere/Weiterbildung

Je nach Abteilung sind aus meiner Sicht durchaus gute Karrieremöglichkeiten bei Benno Optik gegeben. Die Entwicklungschancen hängen stark von der jeweiligen Fachabteilung ab. Es gibt Mitarbeitende, die ihre Ausbildung im Unternehmen absolviert haben und sich im Laufe der Zeit bis in leitende Positionen, beispielsweise zur Abteilungsleitung, weiterentwickeln konnten.

Gehalt/Benefits

In Bezug auf Karriere und Gehalt konnte ich mich grundsätzlich nicht beschweren. Die Vergütung empfand ich als fair. Weiterentwicklungsmöglichkeiten waren vorhanden, allerdings nicht immer aktiv gefördert. In meinem Fall wurden zwei Weiterbildungen ermöglicht, was ich positiv hervorheben möchte. Insgesamt ist das Unternehmen grundsätzlich offen für Weiterbildungen, allerdings muss man selbst sehr dranbleiben, damit diese auch tatsächlich genehmigt und umgesetzt werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich als eher schwierig wahrgenommen und stark von der individuellen Einstellung der Mitarbeitenden abhängig. Eine konsequente Mülltrennung findet im Unternehmen nicht statt – abgesehen von Papier wird Restmüll nicht weiter getrennt, sodass Plastik- und Biomüll häufig gemeinsam entsorgt werden.
Auch bei Bestellungen, etwa für Dekorationsmaterial, wird aus meiner Sicht wenig Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Hier wird teilweise auf sehr günstige asiatische Hersteller zurückgegriffen, bei denen weder Umweltstandards noch soziale Aspekte nachvollziehbar erscheinen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt in der Zentrale ist aus meiner Sicht sehr schwach ausgeprägt. Von insgesamt 25 Personen habe ich lediglich bei einer Person echten Teamgedanken erlebt. Insgesamt wird eher gegeneinander als miteinander gearbeitet. Fachliche Unterstützung ist kaum vorhanden, selbst in den jeweiligen Fachgebieten, sodass man gezwungen ist, sich viele Dinge selbst zu erarbeiten. Dies erschwert eine gute und effektive Arbeitsweise erheblich, da ein koordiniertes Zusammenspiel im Team fehlt.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt Mitarbeitende, die seit über 30 Jahren im Unternehmen tätig sind und sehr unzufrieden wirken, was sich teilweise auch im Umgang widerspiegelt. Gleichzeitig gibt es jedoch auch viele erfahrene und engagierte ältere Kolleginnen und Kollegen in der Zentrale, mit denen die Zusammenarbeit sehr angenehm und konstruktiv ist.

Vorgesetztenverhalten

Ein schwieriges Thema. In mehreren Abteilungen habe ich die Situation als äußerst problematisch erlebt. Der Geschäftsführer genießt großes Vertrauen, welches aus meiner Sicht nicht immer verantwortungsvoll genutzt wird. Aufgrund seiner starken zeitlichen Einbindung kann er nicht alle Vorgänge, insbesondere im Personalbereich, im Detail nachvollziehen und verlässt sich dabei auf seine Führungskräfte. Dadurch entstehen aus meiner Wahrnehmung heraus Strukturen, in denen problematische Entscheidungen unbemerkt bleiben können.
Der Geschäftsführer selbst ist menschlich wie fachlich sehr positiv zu bewerten – offen, respektvoll und nahbar. Die Rolle und Arbeitsweise einzelner Abteilungsleitungen sollte jedoch kritisch hinterfragt werden.

Arbeitsbedingungen

Meine Arbeitsbedingungen waren sehr gut, daran hatte ich nichts auszusetzen. Ich wurde mit allen wichtigen Materialien ausgestattet, die ich für meine Tätigkeit benötigt habe. Dies erfolgte stets unkompliziert und ohne Diskussionen.

Kommunikation

Aus meiner Sicht hat die Kommunikation mit manchen sehr gut funktioniert, aber mit zwei Dritteln der gesamten Zentrale war weder eine Kommunikation noch ein vernünftiges, selbst rein geschäftliches Gespräch möglich.

Gleichberechtigung

In Bezug auf Gleichberechtigung zeigt sich aus meiner Sicht ein ähnliches Bild wie in anderen Bereichen. Wer von den Abteilungsleitungen und der Zentrale akzeptiert und unterstützt wird, hat meist ein vergleichsweise entspanntes Arbeitsumfeld. Fehlt diese Rückendeckung jedoch – etwa weil man polarisiert oder weil Neid auf bestimmte Freiheiten oder Rahmenbedingungen entsteht – wird man schnell zur Zielscheibe. Dadurch entsteht subjektiv der Eindruck, plötzlich gegen einen Großteil der Kollegenschaft arbeiten zu müssen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben wären grundsätzlich interessant, jedoch steht der Umsetzung häufig ein Abteilungsleiter im Weg, der kaum Vertrauen in die eigene Ausbildung und Fachkompetenz zeigt. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, dass fachliche Einschätzungen von ausgebildeten Mitarbeitenden übergangen werden und andere glauben, es besser zu wissen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.