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kununu Prüfprozess
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Ich habe mich bei der Bremer Werkgemeinschaft für das Anerkennungsjahr nach dem Studium Soziale Arbeit beworben.
Zunächst fand ein Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer statt, um zu klären, in welche Richtung es gehen soll. Anschließend wurde ich intern weitergeleitet und hatte mit etwas Verzögerung ein weiteres Gespräch mit den zuständigen Personen. Dieses verlief sehr gut und wir einigten uns auf einen Hospitationstag in der Einrichtung.
Diesen Termin wollte ich leicht verschieben, um für meine letzte Prüfungsleistung lernen zu können. Das wurde jedoch abgelehnt und mir wurde deutlich gemacht, dass ich den Hospitationstag zeitnah absolvieren muss, da die Stelle sonst anderweitig vergeben wird. Trotz dieses Drucks nahm ich den Termin wahr, obwohl ich mitten im Prüfungsstress war.
Der Hospitationstag verlief aus meiner Sicht ebenfalls sehr positiv und am Ende erhielt ich eine mündliche Zusage vom Leiter der Einrichtung. Eine schriftliche Bestätigung sollte nach dem Wochenende folgen. In der darauffolgenden Woche erhielt ich diese trotz mehrfacher Nachfrage nicht. Stattdessen wurde ich mit der Begründung vertröstet, es müsse noch etwas mit der Abteilungsleitung geklärt werden. Das kam mir zwar merkwürdig vor, aber ich übte mich in Geduld. In der Zwischenzeit habe ich zwei weitere Vorstellungsgespräche abgesagt und meiner Hochschule über den gefundenen BAJ Praxisplatz Bescheid gegeben.
Weitere Tage vergingen, und plötzlich erhielt ich eine Woche vor meiner Prüfung eine äußerst unpersönliche Absagemail. Sie war inhaltlich nicht mehr als eine generische Standardabsage ohne jeden persönlichen Bezug. Man habe sich für eine andere Bewerberin entschieden und wünsche mir alles Gute. Nicht mal ein Platz in einer anderen Einrichtung wurde mir angeboten.
Dadurch war es für mich zu spät, noch einen Platz für diesen Durchlauf des Anerkennungsjahres zu finden. Die Folge war, dass ich nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium zunächst arbeitslos war, da Sozialarbeiter*innen ohne staatliche Anerkennung nur selten eingestellt werden.
So sollte ein bekannter und anerkannter Arbeitgeber nicht mit Nachwuchskräften in der Sozialen Arbeit umgehen. Der gesamte Bewerbungsprozess zog sich über zwei Monate und hat sich für mich als reine Zeitverschwendung herausgestellt. Die Bremer Werkgemeinschaft zeigte sich mir gegenüber respektlos und unfair. Eine empathischere und wertschätzendere Kommunikation wäre dringend angebracht.