1 Bewertung von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Erwartbarkeit des Prozesses:
Sehr unlogisch aufgebaut. Das kurze Teams-Erstgespräch wirkte wie ein reines, hastiges Abfragen von administrativen Kriterien (Führerschein, IT-Kenntnisse, MS-Office). Raum für eine persönliche Vorstellung des Bewerbers gab es überhaupt nicht. Zudem wurde für eine Rückmeldung nach dieser kurzen Videokonferenz eine Frist von satten 14 Tage genannt - auf dem heutigen Arbeitsmarkt eine sehr lange und zähe Wartezeit für ein erstes Screening.
Atmosphäre:
Ziemlich distanziert und stark unter Zeitdruck. Es wurde zwar betont, dass noch viele andere Gespräche anstehen, zeitgleich wurden dann aber doch detailliert die Aufgaben erklärt - was bei dem engen Zeitrahmen widersprüchlich wirkte. Die Prioritäten wirkten verschoben: Für inhaltliche Fragen war keine Zeit, aber praktische Erledigungen wie Werkstattfahren für den Fuhrpark wurden genau besprochen.
Fragen im Gespräch:
Besonders irritierend: Ich wurde explizit gefragt, ob ich Fragen zu den Aufgaben habe. Als ich dann inhaltliche Fragen stellte, wurde ich mit der Begründung abgewürgt, dass dies erst für das persönliche Gespräch (Runde 2) vorgesehen sei. Wenn Fragen zu diesem Zeitpunkt unerwünscht sind, sollte man sie nicht aktiv einfordern. Auch Fragen zum typischen Arbeitsalltag oder zu Herausforderungen konnten vom Fachkollegen kaum beantwortet werden. Absolut unverständlich war zudem, dass ausgerechnet der Kollege, der laut eigener Aussage die Einarbeitung übernehmen soll, nicht einmal wusste, wie lange die Einarbeitung überhaupt dauert. ("habe er noch nicht"). Hier fehlt es intern an jeglicher Absprache und Struktur.
Verbesserungsvorschläge:
Bitte den Prozess besser durchdenken und strukturieren! Wenn Fachkollegen für Erstgespräche eingesetzt werden, sollten diese zumindest über die Rahmenbedingungen in der Einarbeitung Bescheid wissen. Wenn HR-Vorgaben ein striktes Zeitfenster verlangen, sollte man Bewerber zudem nicht erst zu Fragen ermutigen, um sie danach unhöflich abzuwimmeln. 14 Tage Bedenkzeit für ein kurzes Gespräch sind nicht mehr zeitgemäß. Ein Erstgespräch ist keine Einbahnstraße - auch der Arbeitgeber hinterlässt so einen bleibenden ersten Eindruck.