Christliche Nächstenliebe und auf Augenhöhe nur in der vordersten Reihe…
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre eine Selbstreflexion der Führungsebene dringend erforderlich. Das eigene Verhalten und die Art der Mitarbeiterführung sollten kritisch hinterfragt und überdacht werden. Die hohe Fluktuation innerhalb kürzester Zeit spricht für sich und sollte als deutliches Warnsignal verstanden werden.
Arbeitsatmosphäre
Der Caritasverband Offenbach/Main war über viele Jahre hinweg ein Arbeitgeber auf Augenhöhe, geprägt von einer wertschätzenden Zusammenarbeit und einer Arbeitsatmosphäre, die maßgeblich dazu beigetragen hat, dass man gerne zur Arbeit kam und sich mit seiner Aufgabe identifizieren konnte. Leider hat sich dies mit dem Wechsel in den Leitungsstrukturen ins genaue Gegenteil verkehrt. Statt Vertrauen und Wertschätzung prägen nun Kontrolle, Misstrauen und Machtmissbrauch den Arbeitsalltag.
Kommunikation
Mitarbeitende werden bei grundlegenden Veränderungen weder ausreichend informiert noch in Entscheidungsprozesse einbezogen. Transparenz scheint nicht gewünscht zu sein, ganz nach dem unausgesprochenen Motto: Je weniger die Mitarbeitenden wissen, desto besser.
Kollegenzusammenhalt
Das Einzige, was den „Laden“ derzeit noch zusammenhält, ist der starke Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden. Doch selbst dieser wird zunehmend eingeschränkt: Begegnungen und gemeinsames Zusammenkommen werden von oben reglementiert und auf ein Minimum begrenzt. Es drängt sich unweigerlich die Frage auf: Warum?
Work-Life-Balance
Es wird zwar behauptet, Rücksicht zu nehmen, tatsächlich geschieht dies jedoch nur sehr eingeschränkt und ohne spürbare Wirkung im Arbeitsalltag.
Vorgesetztenverhalten
Die Entwicklungen sind aus meiner Sicht äußerst besorgniserregend. Von vorbildlichem Führungsverhalten kann keine Rede sein. Stattdessen erlebe ich ein Klima, das von Diskriminierung, Einschüchterung und teils sogar beleidigendem Verhalten geprägt ist.
Ein Umgang auf Augenhöhe ist nicht erkennbar, ebenso wenig wie echtes Verständnis für die Mitarbeitenden und ihre Anliegen.
Arbeitsbedingungen
In den Außenstellen scheint sich kaum jemand ernsthaft für die konkreten Arbeitsbedingungen vor Ort zu interessieren. Aspekte der Arbeitsplatz- und Arbeitssicherheit haben offenbar keinen hohen Stellenwert.
Auch die IT-Ausstattung entspricht nicht annähernd einem zeitgemäßen Standard, es geht hier nicht um „Raketentechnik“, sondern um grundlegende, funktionierende Arbeitsmittel.
Image
Das nach außen dargestellte Image entspricht aus meiner Sicht nicht mehr der tatsächlichen Realität. Zwischen dem öffentlichen Auftritt und den internen Erfahrungen der Mitarbeitenden besteht eine deutliche Diskrepanz.
Karriere/Weiterbildung
In die fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden wird kaum investiert. Statt gezielter finanzieller Unterstützung für qualifizierte Fort- und Weiterbildungen erfolgt häufig lediglich der Verweis auf kostenfreie Angebote. Eine nachhaltige Personalentwicklung ist auf diese Weise nur eingeschränkt möglich.