Schöne Fassade, aber hinter den Kulissen fehlen Wertschätzung, Menschlichkeit und gute Führung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die modernen, schönen und gut ausgestatteten Räumlichkeiten. Besonders positiv in Erinnerung bleiben mir die Bewohnerinnen und Bewohner sowie einige wirklich tolle Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit viel Freude gemacht hat. Leider fällt es mir darüber hinaus schwer, weitere positive Aspekte zu nennen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ empfand ich die mangelnde Wertschätzung, die schlechte Kommunikation und das teilweise fehlende Verständnis der Führungsebene für die tatsächlichen Arbeitsbedingungen.
Verbesserungsvorschläge
Mein größter Wunsch wäre, dass Führungspositionen mit Menschen besetzt werden, die nicht nur theoretisch führen, sondern auch die Realität in der Pflege kennen, verstehen und ernst nehmen.
Bitte hören Sie endlich den Mitarbeitenden zu und verbessern Sie die Kommunikation auf allen Ebenen! Zwischen dem, was auf dem Papier steht, und der tatsächlichen Personalsituation im Arbeitsalltag liegen oft Welten. Laut Stellenplan ist angeblich genügend Personal vorhanden oder es wird sogar von Überbesetzung gesprochen, während die Mitarbeitenden täglich mit Personalengpässen, Überlastung und Zeitdruck kämpfen. Diese Realität muss endlich anerkannt werden!
Auch das ständige Sparen sollte überdacht werden. Natürlich muss ein Unternehmen wirtschaftlich arbeiten, aber es kann nicht immer nur ums Sparen und Fordern gehen. Ein gutes Arbeitsverhältnis basiert auf Geben und Nehmen, nicht nur auf Nehmen.
Die hohe Personalfluktuation sollte ebenfalls ernst genommen werden. Mitarbeitende verlassen das Unternehmen, neue kommen dazu und bleiben teilweise auch nicht lange. Unter diesem ständigen Personalwechsel leiden nicht nur die verbleibenden Mitarbeitenden, sondern letztendlich auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die auf eine kontinuierliche und gute Versorgung angewiesen sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die fehlende Wertschätzung. Wertschätzung muss nicht immer viel Geld kosten! Schon kleine Aufmerksamkeiten zu Ostern, Nikolaus oder Weihnachten oder gemeinsame Mitarbeiterveranstaltungen wie ein Sommerfest oder eine Weihnachtsfeier könnten viel bewirken. Solche Gesten zeigen den Mitarbeitenden, dass ihre tägliche Arbeit gesehen und geschätzt wird.
Bitte fragen Sie Ihre Mitarbeitenden auch einmal, was sie brauchen und was sie sich wünschen, anstatt ständig nur neue Vorschriften, Anweisungen und Anforderungen vorzugeben. Mitarbeitende sind keine Maschinen!
Und vor allem: Überprüfen Sie kritisch, ob die Menschen in Führungspositionen tatsächlich über die notwendigen fachlichen und sozialen Kompetenzen verfügen. Eine hohe Position allein macht noch keine gute Führungskraft.
Mein Wunsch ist, dass das Unternehmen endlich erkennt: Ohne zufriedene, gesunde und wertgeschätzte Mitarbeitende kann langfristig auch keine gute Pflegequalität gewährleistet werden.
Weniger Druck, weniger Sparen auf Kosten der Mitarbeitenden, mehr Menschlichkeit, mehr Wertschätzung und vor allem mehr Verständnis für die Realität!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich überwiegend als belastend und wenig wertschätzend empfunden. Statt eines respektvollen und unterstützenden Miteinanders herrschten häufig Anspannung und Unzufriedenheit.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war aus meiner Sicht sehr mangelhaft. Wichtige Informationen wurden häufig nicht rechtzeitig oder nicht transparent weitergegeben. Entscheidungen waren oft nicht nachvollziehbar und die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden ließ zu wünschen übrig. Eine offene und ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe habe ich vermisst.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war unterschiedlich. Mit einigen Kollegen war die Zusammenarbeit sehr angenehm und man konnte sich gegenseitig unterstützen. Allerdings war der Teamgeist nicht überall gleich stark. Teilweise fehlten gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und ein respektvoller Umgang miteinander.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war für mich in meiner Führungsposition kaum möglich. Die hohe Arbeitsbelastung und der ständige Druck führten dazu, dass ich auch nach Feierabend häufig erschöpft war. Für mein Privatleben und meine persönliche Erholung blieb kaum Energie. Meine Lebensqualität hat darunter erheblich gelitten. Langfristig war diese Belastung für mich nicht tragbar.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als äußerst enttäuschend empfunden. Besonders auf höheren Führungsebenen fehlten aus meiner Sicht Wertschätzung, Verständnis und ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitenden. Je höher die Führungsposition, desto schwieriger empfand ich teilweise die Zusammenarbeit. Statt Unterstützung und konstruktiver Kommunikation erlebte ich häufig Druck und mangelndes Verständnis. Von Führungskräften sollte man eigentlich eine Vorbildfunktion erwarten können. Leider habe ich diese oft vermisst.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und interessant. Es gab durchaus Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich weiterzuentwickeln. Allerdings blieb durch die hohe Arbeitsbelastung und den ständigen Zeitdruck oft wenig Raum, sich intensiver mit den eigentlichen Aufgaben zu beschäftigen. Das vorhandene Potenzial konnte dadurch nicht immer ausgeschöpft werden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wurde aus meiner Sicht nicht immer konsequent gelebt. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Mitarbeitende unterschiedlich behandelt wurden und nicht für alle die gleichen Maßstäbe galten. Fairness, Transparenz und gleiche Chancen für alle sollten unabhängig von der Position selbstverständlich sein.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende werden meiner Erfahrung nach häufig besonders geschützt und bevorzugt behandelt. Auch wenn manche aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen kaum noch belastbar sind oder häufig krankheitsbedingt ausfallen, bleiben ihre Stellen weiterhin besetzt. Die zusätzliche Arbeitsbelastung müssen dann die anderen Kollegen auffangen. Rücksichtnahme auf ältere Mitarbeitende ist wichtig, sollte aber nicht dauerhaft zulasten der übrigen Beschäftigten gehen. Hier fehlt aus meiner Sicht eine faire und realistische Personalplanung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht sehr schlecht. Ständiger Personalmangel, hoher Zeitdruck und eine enorme Arbeitsbelastung gehörten zum Alltag. Trotz fehlender personeller Ressourcen wurde erwartet, dass alle Aufgaben vollständig erledigt werden. Die Belastung wurde häufig auf die vorhandenen Mitarbeitenden verteilt, ohne ausreichend für Entlastung zu sorgen. Die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden schien dabei oft zweitrangig zu sein. Unter solchen Bedingungen ist es schwierig, langfristig gesund und motiviert zu bleiben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen legt großen Wert auf Sparmaßnahmen und einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch. Allerdings hatte ich häufig den Eindruck, dass Kosteneinsparungen wichtiger waren als das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Wirtschaftliches Denken ist grundsätzlich sinnvoll, sollte aber nicht auf Kosten der Arbeitsbedingungen und der Mitarbeiterzufriedenheit gehen.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind teilweise sehr unterschiedlich. Zusätzliche Benefits sind eher gering und wenig attraktiv. Für kurzfristiges Einspringen gibt es beispielsweise lediglich einen Gutschein im Wert von 25 Euro. Angesichts der hohen Arbeitsbelastung und der zusätzlichen Verantwortung hätte ich mir mehr finanzielle Anerkennung und attraktivere Zusatzleistungen gewünscht.
Image
Das Unternehmen hatte früher einen guten Ruf. Leider habe ich den Eindruck, dass sich das Image in letzter Zeit zunehmend verschlechtert. Die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitenden und die bestehenden Probleme wirken sich meiner Meinung nach negativ auf das Ansehen des Unternehmens aus. Schade, denn grundsätzlich wäre viel Potenzial vorhanden.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht eine absolute Katastrophe. Teilweise werden hohe Führungspositionen mit Personen besetzt, denen es offensichtlich an praktischer Erfahrung, Fachkenntnissen und Verständnis für die jeweiligen Arbeitsbereiche fehlt. Die daraus resultierenden Entscheidungen sorgen häufig für Chaos und zusätzliche Belastungen.
Auch die Förderung von Nachwuchskräften lässt stark zu wünschen übrig. Mitarbeitende, die ihre berufliche Anerkennung anstreben, erhalten meiner Erfahrung nach nicht die notwendige Unterstützung. Für Auszubildende stehen nicht genügend Praxisanleiter zur Verfügung, wodurch eine gute Begleitung während der Ausbildung erschwert wird. Es überrascht mich daher nicht, wenn Mitarbeitende nach ihrer Ausbildung das Unternehmen verlassen.
Aktive Förderung, Weiterbildungsmöglichkeiten oder konkrete Entwicklungsperspektiven werden kaum angeboten. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, muss sich größtenteils selbst darum kümmern und um Unterstützung bitten.
Besonders enttäuschend finde ich, dass einerseits über Fachkräftemangel geklagt wird, andererseits aber viel zu wenig dafür getan wird, vorhandene Mitarbeitende z