Trauriger Haufen ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der projektgetriebene Charakter der Kundenansprache. Die Übernahme durch einen Konzern. Hoffentlich gibt es dadurch Änderungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wichtige Änderungen werden jahrelang verschleppt. Neue Situationen werden nicht als Chance begriffen, sondern als Gefahr. Die GF hat in entscheidenden Momenten nicht das Wohl aller MA im Sinn.
Verbesserungsvorschläge
Externe Management-Unterstützung holen ... alte Zöpfe abschneiden ... überforderte Bereichsleiter in die Pflicht und Verantwortung nehmen. Echte Konsequenzen aus Fehlern ziehen, nicht die Fehler wiederholen.
Arbeitsatmosphäre
In der Leitung geht es oft nur gegeneinander. Selbst im Führungskreis herrscht teilweise offene Verachtung für den anderen/die andere. Wer mit der GF verwandt ist steigt auf. Auch wer nach dem Mund redet, ist eine gern gesehene Führungskraft. Wissen und Erfahrung sind nicht nötig. Oder man ist lange genug dabei, dann gewinnt Altbackenes und schlägt die neuen Ideen oder die Jugend (in die Flucht). Leider sind deshalb schon viele gute Ressourcen verloren gegangen.
In den Bereichen herrschen ähnliche Zustände. Vom einen oder anderen Lichtblick, aufgrund von Eigeninitiative, einmal abgesehen. Aber der Fisch stinkt vom Kopf.
Image
Weg vom schwäbischen Tüftler mit Weltmarkt-Ambitionen und hin zum selbsternannten Global Player der alles kann. Kann dies der Realität standhalten? Man wird sehen ... vor allem das Thema alles aus einer Hand wird sich bewähren müssen.
Work-Life-Balance
Das Unternehmen ist flexibel genug um den einen oder anderen Anreiz zu bieten. Aber auch dies wird immer mehr dem Profitwunsch der neuen Herren untergeordnet. Ein paar alte Hantelstangen reichen hier auf Dauer nicht aus, um die empfundene Not vieler MA´s zu lindern.
Karriere/Weiterbildung
Verwandtschaftliche Verbindungen kann man nicht antrainieren ... und ohne die wird die Karriere schwer ...
Gehalt/Benefits
Wer sich nicht entsprechend wehrt bleibt für lange Zeit auf seinem niedrigen Gehalt. Freiwillige Anpassungen finden quasi nicht statt. Der Rest bewegt sich auf branchenüblichen Niveau.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als Sein und eine große Show mit entsprechender Präsentation durch den Bereich.
Kollegenzusammenhalt
Den gab es einmal, erzählt man sich ... heute dagegen werden manche Bereichen regelrecht auseinander getrieben. Sei es durch misslungene Führung, Ahnungslosigkeit oder Ignoranz. Und obwohl diese Probleme thematisiert wurden, wird von oben nicht eingegriffen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird mit allen Altersklassen gleich umgegangen.
Vorgesetztenverhalten
Hier gilt Trial & Error ... es gab gute Ansätze, doch wurden diese entweder ignoriert, im Keim erstickt oder haben das Unternehmen verlassen. Jüngste Entwicklungen zeigen, Macht wird beschnitten und auf andere übertragen um Einzelne zu schwächen bzw. eine Machtfülle nur im Rahmen bestimmter Verbindungen zuzulassen.
Arbeitsbedingungen
Es wird versucht mit der Zeit zu gehen. Bei der Hardware im Büro kann es dabei auch etwas mittelalterlich zugehen. Bei den Kommunikationsmitteln und bei der Fortbewegung ist die Führung immer Vorreiter und testet die neuesten Gadgets und Gimmicks mit Begeisterung. Hier ist nichts zu teuer.
Kommunikation
Vollendete Tatsachen vor Einbeziehung der Betroffenen. Entscheidungen basieren auch hier immer wieder auf dem Verwandtschaftsgrad oder anderen "persönlichen" Verbindungen. Selbst entscheidende Einschnitte werden lapidar mitgeteilt und ohne das notwendige Fingerspitzengefühl verteidigt.
Gleichberechtigung
Wie viele Frauen gibt es im Führungskreis? Und wieviel im Bereich Putzen, Verpacken und Abarbeiten?
Interessante Aufgaben
Business as usual ... interessante Projekte reißen sich immer dieselben "Macher" unter den Nagel. Es ändert sich alles nur dann, wenn die liebe Verwandtschaft es möchte oder der "Macher" es verbockt hat.