1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Ganz ehrlich: Absolut gar nichts. Ich hatte bereits einige Bürojobs, und dachte, die Messlatte kann nicht niedriger liegen. Hier läuft man erhobenen Hauptes noch darunter hindurch.
Alles bereits genannte. Unfassbar, dass so ein Betrieb überhaupt noch existieren kann.
Alle zuvor genannten Mängel sofort abstellen. Ggf. sollte man mal die Steuer- bzw. eine Betriebsprüfung veranlassen. Der hauseigene Psychologe (Doppelstaatler) und selbsternannte "Coach" erstellt Gefälligkeitsgutachten für die Kundschaft, die Leistung wird teuer über die Agentur für Arbeit separat abgerechnet.
Fachliche Kompetenz und effizientes Arbeiten wird von den anderen Kolleginnen als Bedrohung empfunden. Keine einheitliche Organisationsstruktur. Teils katastrophale interne Führung, völlig Kopf- und planlos. Die mit Abstand schlechteste Einarbeitung, die ich jemals erlebt habe. Die wenigen Meetings waren eine Mischung aus Stromberg und Loriot, minus dem Spaßfaktor.
Betrieb gibt sich nach außen als betont sozial, man "helfe, Arbeitslosen eine qualifizierte Aus-und Weiterbildung" zu garantieren. Intern sieht es anders aus. Die meisten "Kunden" (vom Arbeitsamt via AVGS geschickt) sitzen spätestens in einem Jahr wieder im Lehrsaal. Lukrativ, denn der Betrieb verdient an einem einzigen Arbeitslosen selbst bei einem halbjährlichen Kurs mehrere Zehntausend Euro vom Amt. Lehrkräfte sind auf Selbstständigenbasis auf Zeit angestellt und hangeln sich von einem Vertrag zum nächsten.
5-Tage-Woche, 6-7 Stunden pro Tag. Vollzeitleistung wird vorausgesetzt, Teilzeit bezahlt. Boni Fehlanzeige, nicht mal zu Weihnachten.
War knapp zwei Jahre dort. Bereits während der Probezeit wurde mir die alleinige Verantwortung für zwei Kurse mit über 60 Teilnehmern übertragen. Vorherige Verantwortliche musste daher ihr Büro räumen und es mir überlassen. Das gefiel ihr gar nicht, und das Mobbing begann. Erst subtil, dann ganz offen. Chef interessierte das nicht und meinte, wir müssten das unter uns klären.
Weiterbildung: Mir wurde kein einziges Angebot unterbreitet.
Kündigung meinerseits, da ich es dort nicht mehr ausgehalten habe. Arbeitszeugnis wurde erst unter Androhung der Zuhilfenahme eines Arbeitsrechtsschutz-Anwaltes Wochen später postalisch übermittelt. Telefonische Nachfragen wurden blockiert.
Absolutes gesetzliches Minimum. Und nicht einen Cent mehr. Boni etc. Fehlanzeige. Benötigte noch einen Zweitjob, um über die Runden zu kommen. Das sagt eigentlich alles.
Der Chef gibt sich (wenn er sich mal unter der Woche blicken lässt) betont jovial und als Wohltäter. Wer Botengänge (Post raustragen) oder andere Aufträge, die mit dem Arbeitsvertrag nichts zu tun haben (Auto vom Chef ausladen, Büro aussaugen etc), jedoch verweigert, lernt schnell seine andere, weniger charmante Seite kennen.
Nicht vorhanden. Vor allem die "Altgedienten" arbeiten untereinander für sich selbst. Wer nicht zur verschworenen Gemeinschaft passt, wird erst links liegen gelassen, dann ganz offen herausgemobbt. Hinter dem Rücken wird viel gelästert. Ältere Kolleginnen verbringen den Tag üblicherweise mit Kaffetrinken, rauchen, tratschen oder "arbeiten" betont langsam. Manche von denen beherrschen nichtmal das Zehn Finger System. Teils kindisches Verhalten.
Der Ton kann schon mal rauer werden, vor allem, wenn die Frauen mangels Arbeitseifer, Sachkenntnis und verpeiltem Zeitmanagement mal wieder hinterherhinken - was oft vorkommt.
Chef-Patriarch führt den Betrieb zusammen mit seinen zwei Lieblingen vom Vorderbüro bzw. delegiert die Arbeit aus und ist unter der Woche kaum im Büro anzutreffen. Erinnert sich nicht an Absprachen und hält Zusagen selbst gegenüber von Kunden nicht ein. Seine Chef-Sekretärin hat nahezu Narrenfreiheit. Frust wird gerne bei Neulingen oder sogar Kunden abgeladen.
Mittelalterlich. Keine Klimaanlage im Sommer, drückend heiß vor allem zur Straßenseite heraus. Beim lüften kommen Abgase von der Warschauer Str in die Büros. Arbeitsschutzmaßnahmen werden nicht ernst genommen. Büros viel zu klein und eng.
Primäre Aufgabe: So viele Arbeitslose wie möglich in einen Kurs bekommen, bei gleichzeitiger Kostendrückung. Auch Telefon-Aquise gehört dazu, obwohln nicht Bestandteil des AV.
Die IT stammt aus der Steinzeit. Der hauseigene Server befindet sich in einem winzigen überhitzten stickigen fensterlosen Lagerraum ohne Abzugsmöglichkeit, wo auch der Kopierer steht und Tonnen von Papier aufbewahrt werden. Brandschutztechnisch m.E. absolut fahrlässig.
Unterstes Basisniveau. Das absolut Notwendigste wird nebenbei vermittelt, den Rest muss man sich dann selbst zusammensuchen. Wer Fragt, ist der Gelackmeierte.
Fast nur Frauen im Betrieb. Stutenbissigkeit inklusive.
Keine. Stupides abarbeiten von monotonen Verwaltungsaufgaben. Wer früher fertig ist, wird mit noch mehr Arbeit belohnt, die andere Kollegen mangels Arbeitseifer teils ganz ungeniert herüberschieben.
Kein Witz: Handwerkliche Aufgaben werden auch mal gerne an die Mitarbeiter dirigiert, z.B. Leuchten auswechseln (ohne Leiter, auf dem Drehstuhl) oder neue IT verkabeln, auch wenn man davon keine Ahnung hat oder gleich neue Büromöbel mit dem eigenen Werkzeug von daheim aufbauen.