Kunden- & Mitarbeiterfeedback prallt am Profitdenken ab
Verbesserungsvorschläge
Verbindet die vielen Meetings mit klaren Entscheidungsinhalten und verschickt knappe, schriftliche Zusammenfassungen, damit Information nicht verloren geht. Richtet ein Ressourcen‑ und Arbeitsplatzkonzept ein, das genügend Büroschreibtische oder verbindliche Desk‑Sharing‑Regeln vorsieht, damit spontane Präsenz möglich bleibt. Etabliert verbindliche Programme für Work‑Life‑Balance – etwa ein nachvollziehbares Überstundenkonto, echte Gleitzeitoptionen und regelmäßige Feedback‑Runden zu Belastung und Weiterbildung.
Arbeitsatmosphäre
Zwischen den Kolleg*innen herrscht ein grundsätzlich freundlicher und hilfsbereiter Umgang – man unterstützt sich gegenseitig. Gleichzeitig liegen jedoch eine spürbare Unsicherheit und unterschwelliger Druck in der Luft, weil Entscheidungen häufig ohne transparente Begründung „von oben“ kommen.
Kommunikation
Trotz zahlreicher – teils täglicher – Meetings bleibt der Informationsfluss lückenhaft; wesentliche Inhalte werden häufig nicht klar oder vollständig vermittelt. Die Runden wirken daher weniger wie echte Austauschforen, sondern eher wie Kontrollinstrumente ohne spürbaren Mehrwert für die Mitarbeitenden.
Kollegenzusammenhalt
Seit der Übernahme durch die OneQrew spürt man bei vielen Kolleg*innen eine dauerhafte Unsicherheit, die das frühere „Wir‑Gefühl“ merklich abgeschwächt hat. Statt gemeinsamer Lösungen dominiert inzwischen oft das Prinzip „jede:r für sich“, weil niemand genau weiß, wohin die Reise geht.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist hoch: Regeltermine außerhalb der Kernzeiten, spontane Deadlines und ständiges „Dranbleiben“ lassen Überstunden schnell zur Regel werden. Auch wenn offiziell Home‑Office möglich ist, sorgt das Pensum dafür, dass echte Erholungsphasen und private Termine oft hintanstehen müssen.
Vorgesetztenverhalten
Wichtige Entscheidungen werden inzwischen nicht mehr von der Geschäftsführung getroffen, sondern zentral von OneQrew vorgegeben. Da diese Vorgaben oft spät und nur bruchstückhaft an das Team weitergegeben werden, leidet das Vertrauen in die Führungsebene spürbar.
Interessante Aufgaben
Es gibt durchaus spannende Projekte und viel Gestaltungsspielraum, sodass man sich in neuen Themen fachlich austoben kann. Allerdings sollte man wissen, dass diese attraktiven Aufgaben fast immer zusätzliche Stunden verschlingen und damit spürbar zulasten der Freizeit gehen.
Gleichberechtigung
Offiziell wird auf Gleichbehandlung geachtet, doch sie endet meist dort, wo individuelle Lösungen fürs Unternehmen weniger vorteilhaft wären. In der Praxis bedeutet das, dass persönliche Lebenssituationen oder Bedürfnisse nur berücksichtigt werden, wenn sie sich nahtlos in die betrieblichen Ziele einfügen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen werden zwar höflich behandelt, ihr Fachwissen fließt jedoch kaum in Entscheidungen oder Projekte ein. Statt aktiv genutzt zu werden, wirkt ihre Erfahrung oft eher geduldet als wirklich geschätzt.
Arbeitsbedingungen
Die Zahl der festen Arbeitsplätze ist deutlich zu gering, sodass man faktisch auf Home‑Office angewiesen ist. Wer spontan ins Büro fährt, läuft regelmäßig Gefahr, keinen freien Schreibtisch mehr zu finden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Thema Umwelt zeigt sich CP‑Pro vorbildlich: E‑Dienstwagen, papierarme Prozesse und Photovoltaik stehen hoch im Kurs. Beim Sozialbewusstsein hinkt das Unternehmen dagegen hinterher – Überstunden gelten als selbstverständlich, während jeder Versuch, die eigene Arbeitszeit kurzfristig zu reduzieren, erst nach langen Diskussionen geduldet wird.
Gehalt/Benefits
Das Fixgehalt liegt im marktüblichen Mittelfeld – richtig attraktiv wird es erst durch variable Bestandteile, die allerdings stark vom Erreichen teils wechselnder Ziele abhängen. Sozialleistungen wie betriebliche Altersvorsorge existieren, bleiben aber auf Basisniveau und gleichen die Schwankungen im Einkommen nicht aus.
Image
In der Gerüstbaubranche gilt CP‑Pro nach außen als verlässlicher Spezialanbieter mit funktionsreicher Software. Intern und unter langjährigen Kunden wird jedoch zunehmend über stockende Weiterentwicklung und schwaches Kunden‑Onboarding gesprochen, was dem einst starken Ruf spürbare Kratzer verpasst, vor allem mit dem Hintergrund sehr teuer zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Klare Karrierepfade oder abgestufte Rollenmodelle fehlen, sodass Aufstiegschancen eher vom Zufall oder kurzfristigen Unternehmensbedürfnissen abhängen.