Nicht mal einen Obstkorb gab es...
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt angespannt. Die Büroräume sind nicht optimal für die Art der Arbeit, die wir gemacht haben, besonders für eine Videoproduktion. Das Großraumbüro machte es schwierig, sich zu konzentrieren. Das Team hatte jedoch eine gute Dynamik, aber die Stimmung wurde oft von der Führung und den Arbeitsbedingungen negativ beeinflusst. Der allgemeine Druck und das Fehlen klarer Prozesse haben dazu geführt, dass man häufig das Gefühl hatte, es wird wenig auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen.
Image
Image von Curemotion profitiert von der Verbindung zum Wort und Bild Verlag und der Apothekenumschau, was anfangs Vertrauen schaffte. Das Unternehmen konnte jedoch bisher wenig von diesem Image profitieren, da es in vielen Bereichen hinter den Erwartungen zurückblieb. Die junge Firma hat noch nicht genug Identität entwickelt, um das gute Image nachhaltig zu nutzen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war zu Beginn schwierig. Der Arbeitsdruck und die ständige Anspannung haben mich emotional sehr belastet, und ich habe oft an meiner Arbeitsqualität gezweifelt. Die vermeintliche Flexibilität in Bezug auf Homeoffice war eher eine Farce, da es eine Anwesenheitspflicht gab, die zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führte – einige durften von zu Hause aus arbeiten, andere nicht. Es gab jedoch eine gewisse Flexibilität, wenn es darum ging, zum Arzt zu gehen oder persönliche Termine wahrzunehmen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kaum Hinweise auf ein starkes Umwelt- oder Sozialbewusstsein innerhalb des Unternehmens. Das Unternehmen hatte zwar einige moderne Arbeitsmittel, aber es gab wenig Fokus auf nachhaltige Arbeitspraktiken oder soziale Initiativen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten wurden oft nur angekündigt, aber nie richtig umgesetzt. Die Einarbeitung erfolgte durch Kollegen, da die Führungsebene oft nicht genügend Fachwissen hatte, um Unterstützung zu bieten. Es gab wenig Raum für persönliche und berufliche Weiterentwicklung, was sich negativ auf die Motivation auswirkte. Aufstiegschancen waren unklar und oft nicht nachvollziehbar.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war durchweg positiv. Es gab viele Kollegen, mit denen ich auch heute noch in Kontakt stehe. Wir haben uns gut unterstützt, und es gab eine starke freundschaftliche Bindung innerhalb des Teams. Leider gab es einige Unterschiede in der Behandlung von Kollegen, was durch die Führungskultur verstärkt wurde. Trotzdem war der persönliche Kontakt und die gegenseitige Hilfe sehr wertvoll.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war leider von einer "Toxischen Positivität" geprägt, die eher schädlich als förderlich war. Fachlich hatten die Vorgesetzten oft nicht genug Wissen, was die Arbeit erschwerte. Es gab wenig Unterstützung von den Vorgesetzten - besonders bei der Einarbeitung und der Umsetzung von Feedback.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung war technisch modern, mit guter Ausstattung wie Laptops und Adobe Cloud. Allerdings waren die Büroräume für eine Videoproduktion unzureichend. Ein Großraumbüro in Kombination mit offenen Pausenräumen und einem Konferenzraum erschwerte konzentriertes Arbeiten. Für eine kreative und fokussierte Arbeit wäre eine bessere Trennung von Arbeitsbereichen nötig gewesen. Unabhängig davon ist die Lage in der Speicherstadt jedoch gut und die Anbindung ist zufriedenstellend.
Kommunikation
Feedback wurde oft aufgenommen, aber selten umgesetzt, was zu Frustration führte. Es gab viele unklare Anweisungen und fehlende Prozesse, was das Arbeiten erschwerte. Besonders in der Zusammenarbeit mit den Führungskräften fehlte es oft an Fachwissen, was zu Missverständnissen und ineffizienten Abläufen führte.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war vergleichsweise gut, jedoch nicht für alle Mitarbeiter. Einige Kollegen wurden deutlich schlechter bezahlt. Aufstiegschancen waren willkürlich und hingen stark von persönlichen Sympathien und der Stimmung im Team ab. Es gab keine Angebote in Bezug auf Altersvorsorge oder andere Zusatzleistungen etc.
Gleichberechtigung
Insgesamt wurde Gleichberechtigung weitgehend gewahrt, auch wenn es auffällige Unterschiede im Umgang mit verschiedenen Kollegen gab. Es gab jedoch keine offenen Diskriminierungen, aber die subtile Ungleichbehandlung war bemerkbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren sehr oft eintönig und nicht gut strukturiert. Da es an klaren Prozessen mangelte und viele Aufgaben nicht richtig delegiert wurden, kam es oft zu wiederholten Arbeiten, die nicht zur Weiterentwicklung beitrugen. Für jemanden, der nach Herausforderungen sucht, gab es nicht genug Raum zur Entfaltung.