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Bewertung

Die mit Abstand schlechteste Entscheidung meiner Karriere

1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei DataGuard in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

– Dienstags gibt es Mittagessen auf Firmenkosten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wer etwas auf seine berufliche und persönliche Weiterentwicklung gibt, sollte sich hier vorher genau informieren. Für mich war es die mit Abstand schlechteste Entscheidung meiner Karriere.

Verbesserungsvorschläge

Diese Bewertung liest sich sicher wie eine Frustbewertung, ist es auch in gewisser weise. Jedoch ist Sie ehrlich und spiegelt meine Erfahrungen, bis zu dem Moment als ich aus freien Stücken weiterziehen wollte.

Was könnte man für den Anfang besser machen:
– Strukturiertes Onboarding mit echten Ansprechpartnern und mehr "Interaktion"
– Ehrliche Kommunikation im Bewerbungsprozess mit verlässlichen Aussagen
– Vertrauen und Verantwortung statt Mikromanagement
– Transparente Gehalts- und Leistungssysteme
– Technische Ausstattung auf ein Minimum an Moderne bringen
– Führungskräfte schulen und in die Verantwortung nehmen
– Die bekannten Differenzen von Produkt und Markt-Need angehen und echten Value liefern, nicht nur eine Ideal-Vorstellung

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war von Anfang an belastend. Schon am ersten Tag saß ich nach einem kurzen Einführungstermin alleine im Büro vor meinem Laptop und sollte mich per Online-Training selbst einarbeiten – ohne Betreuung, ohne Ansprechpartner, ohne Struktur. Menschliche Interaktion? Fehlanzeige. Das zog sich durch den gesamten Onboarding-Prozess. Eigeninitiative wurde erwartet, Unterstützung gab es kaum.

Image

Nach außen wird ein modernes, cooles Unternehmen präsentiert. Innen sieht es leider ganz anders aus – die Diskrepanz ist erschreckend.

Work-Life-Balance

Schlecht. Permanente Unsicherheit durch das Chaos im Unternehmen, unrealistische Erwartungen, wenig Vertrauen. Auch das wirkt sich auf die private Lebensqualität massiv aus.
Durch die hohe Fluktuation wird man zugeschüttet mit Terminen aus denen meist nichts wird, bis auf einem vollen Kalender.

Karriere/Weiterbildung

Ich kenne hier keine "Karriere" über die man Berichten könnte. Es gab ein paar Beförderungen, jedoch mit wenig Relevanz und teilweise bei Personen, die noch nicht mal genug Verständnis für ihre alte Rolle hatten.

Kollegenzusammenhalt

Von Teamgeist kann man hier kaum sprechen – außer vielleicht unter den Kolleg:innen, die sich mit sozialer Inkompetenz durchsetzen. Viele agieren wie Einzelkämpfer, halten Informationen zurück und packen die Ellbogen aus, was auch daran liegt, dass ständige Fluktuation herrscht. Vertrauen kann da nicht entstehen.

Vorgesetztenverhalten

Mikromanagement ist hier keine Ausnahme, sondern Alltag. Vertrauen in die Mitarbeitenden? Kaum vorhanden. Entscheidungen werden ausschließlich top-down getroffen – auch wenn sie offensichtlich schlecht sind. Und anstatt Verantwortung zu übernehmen, wird die Schuld grundsätzlich bei den Mitarbeitenden gesucht. Kritik ist unerwünscht, offene Kommunikation wird nur gespielt. Vergleichszahlen zu Wettbewerbern werden schöngeredet oder ignoriert.

Arbeitsbedingungen

Die Technik ist veraltet und instabil. Regelmäßige Systemabstürze und minutenlange Ladezeiten machen konzentriertes Arbeiten nahezu unmöglich. Gleichzeitig zwingt man die Mitarbeitenden zu mindestens zwei Office-Tagen pro Woche – obwohl an Stichtagen weder ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sind noch der Lärmpegel zumeist eine vernünftige Kommunikation zulässt.

Kommunikation

Chaotisch und intransparent. Änderungen im Produkt, Pricing oder Teamstruktur werden häufig kurzfristig und ohne sinnvolle Kommunikation umgesetzt. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden ignoriert oder als persönliches Versagen umgedeutet. Das Produkt wird als Ideal dargestellt, hier gibt es noch viel Verbesserungspotenzial.

Gehalt/Benefits

Frustrierend. Da das Produkt doch noch viel Entwicklungspotenzial hat, kommt man hier aktuell nicht wirklich auf Zahlen. Wer hart verhandelt, hat Glück – wer sich auf das verlässt, was versprochen wird, schaut später in die Röhre. Mehr Geld wird im Bewerbungsprozess angedeutet oder sogar zugesagt, später aber relativiert mit Aussagen wie „können wir leider doch nicht machen“. Sozialleistungen sind minimal, echte Benefits kaum vorhanden. Ein Dienstagsessen ersetzt keine faire Bezahlung oder gesunde Unternehmenskultur.
Einen Stern gibt es für Wellpass.

Gleichberechtigung

Alter, Geschlecht und Ethnische Gruppen werden hier nicht diskriminiert, was zur Ausnahme mal sehr gut ist.
Jedoch wird hier mit falscher Transparenz geprahlt, da sich Gehalt, Urlaubsansprüche und Rampbedingungen durchaus unterscheiden können. Was einem im Bewerbungsprozess versprochen wird, wird später schlicht nicht eingehalten. Verhandlungen werden bewusst unklar gehalten und anschließend zurückgerudert.

Interessante Aufgaben

Der Aufgabenbereich, der im Bewerbungsprozess versprochen wurde, hat mit der Realität wenig zu tun. Ein Großteil relevanter Themen liegt bei anderen Teams, was es fast unmöglich macht, erfolgreich zu arbeiten. Die Art und Weise der übrigen Tätigkeiten ist nach einer Woche bereits Routine.
Immer wenn es dann doch etwas vielversprechendes gibt, gibt es wiederum auch Gründe, warum man dieses Thema nicht behalten darf. Das Versprechen, "Geld zu verdienen", wird so zur Farce, was nicht immer so gewesen sein soll.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.