Sehr guter Anfang, sehr schlechtes Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Sehr gute Work-Life-Balance
- Arbeit mit neuen Technologien
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Unzuverlässige Gehaltszahlungen
- Fehlende Kommunikation und Transparenz
Verbesserungsvorschläge
- Gehälter pünktlich und vollständig bezahlen (absolute Grundvoraussetzung)
- Offene, ehrliche und regelmäßige Kommunikation
- Bessere Planung und klare Verantwortlichkeiten auf Geschäftsführungsebene
- Realistische Ziele definieren und langfristige Produktstrategien entwickeln
- Fehler nicht pauschal auf Mitarbeitende abwälzen
- Respekt vorleben, statt ihn einzufordern
Arbeitsatmosphäre
Mit den direkten Kolleg:innen herrschte durchgehend eine angenehme und respektvolle Arbeitsatmosphäre. Gegen Ende verschlechterte sich jedoch das Verhältnis zur Geschäftsführung deutlich. Kommunikation fand kaum noch statt, der Umgang wurde teilweise respektlos und nach der Kündigung wurde man spürbar anders behandelt. Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel und hat die Atmosphäre insgesamt stark belastet.
Kommunikation
Zu Beginn gab es regelmäßige Kommunikation, unter anderem durch monatliche Firmenmeetings. Im Laufe des Jahres 2025 nahm die Kommunikation jedoch massiv ab. Transparenz fehlte nahezu vollständig. Gehälter wurden immer wieder verschoben, ohne klare Informationen oder verlässliche Zusagen. Fehlentscheidungen in der wirtschaftlichen Planung wurden letztlich auf dem Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kolleg:innen herrschte weder besonders starker Zusammenhalt noch offene Konflikte. Viele – mich eingeschlossen – haben die Entscheidungen und Entwicklungen der Geschäftsführung bis zum Schluss kollektiv hingenommen und ignoriert. Ein aktiver Zusammenhalt oder gemeinsames Einstehen füreinander war kaum vorhanden.
Work-Life-Balance
Der mit Abstand positivste Aspekt. Es gab sehr flexible Arbeitszeiten – Kommen und Gehen war weitgehend frei möglich. Durch Kurzarbeit bestand zudem die Möglichkeit, größtenteils im Homeoffice zu arbeiten. Das hat mir persönlich sehr geholfen und war ein klarer Pluspunkt.
Vorgesetztenverhalten
Es mangelte an Transparenz, klarer Kommunikation und Verantwortungsübernahme. Entscheidungen wurden stur verfolgt, obwohl sie langfristig offensichtlich keinen Sinn ergaben. Besonders problematisch war, dass die Vertriebsabteilung – geführt von einem Geschäftsführer – nicht in der Lage war, nachhaltig Kunden zu gewinnen, ohne dass daraus Konsequenzen gezogen wurden.
Interessante Aufgaben
Es wurde zwar mit modernen und neuen Technologien gearbeitet, jedoch fehlte eine klare Planung, Perspektive und langfristige Produktstrategie. Die Aufgaben wirkten oft planlos und nicht zukunftsorientiert, sodass Motivation und Identifikation mit der Arbeit verloren gingen.
Gehalt/Benefits
Der mit Abstand negativste Punkt. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Arbeitgeber so respektlos mit dem Thema Gehalt umgeht. Kurzarbeit, monatelang ausbleibende Gehaltszahlungen und leere Versprechen waren an der Tagesordnung. Persönliche Verpflichtungen der Mitarbeitenden (Miete, Rechnungen etc.) spielten offensichtlich keine Rolle. Gehälter mussten teilweise eingeklagt werden – und selbst dann wurde nicht immer vollständig gezahlt.
Image
Viele neue Mitarbeitende erhalten bereits zu Beginn Warnungen – vor allem im Zusammenhang mit unpünktlichen oder ausbleibenden Gehaltszahlungen. Das spricht für sich und schadet dem Image massiv.
Karriere/Weiterbildung
Zu Beginn wurden viele Versprechen gemacht, was Entwicklung und Perspektiven betrifft. In der Realität hatte jedoch kein:e Mitarbeiter:in eine echte Zukunft oder langfristige Perspektive im Unternehmen. Weiterbildung oder Karriereentwicklung fanden faktisch nicht statt.