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Vorstellungsgespräche

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Sehr enttäuschender und unseriöser Umgang beim Arbeitsantritt

1,0
Bewerber/inHat sich 2026 in Groß-Umstadt als Kaufmännischer Sachbearbeiter Büro (m/w/d) beworben.

Verbesserungsvorschläge

Im ersten Gespräch wurden meiner Meinung nach zu persönliche Fragen gestellt.

Veraltete Ausstattung (Möbel, Technik bis auf die Headsets) - irgendwann soll ein Umzug in andere Räumlichkeiten erfolgen.

Die Kommunikation wirkt einseitig. Die Personalabteilung überträgt eigene Erfahrungen pauschal auf Mitarbeitende und reagiert sichtbar genervt, wenn andere Sichtweisen eingebracht werden. Sachliche Einwände werden eher als Störung denn als konstuktiver Beitrag wahrgenommen.

Nach meiner Wahrnehmung gab es keine für alle Mitarbeitenden einheitliche Homeoffice-Regelung. Mir erschien es so, dass einzelne Personen flexibler arbeiten konnten als andere und dass dies unter anderem von individueller Abstimmung abhängig ist.

Starre Arbeitszeiten, sehr wenig Flexibilität.

Im Vorstellungsgespräch wurde offen kommuniziert, dass grundsätzlich zwei aufeinanderfolgende Befristungen von jeweils einem Jahr vorgesehen sind. Begründet wurde dies pauschal mit „schlechten Erfahrungen“ in der Vergangenheit. Eine individuelle Betrachtung oder Vertrauenskultur ist damit nicht erkennbar.

Eine Wertschätzung für Mitarbeitende ist wenig bis gar nicht spürbar. Die Arbeitsorganisation ist vor allem in der Produktion auf maximale Leistung bei minimalem Einsatz ausgelegt.

Die Nutzung des privaten Handys ist ausschließlich in den Pausen und in den dafür vorgesehenen Räumen erlaubt. Das vermittelte Bild ist kein Vertrauensarbeitsverhältnis, sondern ein stark überwachendes Umfeld. Auch hierfür wird als Zusatzvereinbarung vor Arbeitsantritt die Einwilligung per Unterschrift eingefordert.

Meinem Verständnis nach wurde eine pauschale Zahlungsverpflichtung bei Schlüsselverlust vorausgesetzt. Dies wirkt auf mich sehr einseitig und belastend für das Vertrauensverhältnis.

In sämtlichen Räumen hängen die „Gebote“ der Firma aus. Das Arbeitsumfeld wirkt dadurch stark reglementiert und belehrend statt wertschätzend oder auf Eigenverantwortung ausgelegt.

Digitalisierung ist noch nicht vollständig umgesetzt, es wird auch nicht sparsam mit vorhandenen Materialien umgegangen (beim Probearbeiten wurden z. B. von Mitarbeitenden aus Spaß Zettel mit "Komm mal her" gedruckt).

Selbst realistische und marktübliche Gehaltsvorstellungen werden gedrückt. In der Produktion wird lediglich Mindestlohn gezahlt (Aussage der Personalleitung, obwohl mich das nicht mal betroffen hätte). Kommunikation über Gehälter wird schriftlich untersagt, dies erschwert die Transparenz und einen offenen, fairen Austausch über die Vergütung erheblich und wirkt nicht zeitgemäß. Eine sachliche Vergleichbarkeit oder Weiterentwicklung der eigenen Vergütung wird somit unterbunden.

Zudem wurde bereits vorab darauf hingewiesen, dass für die Einstellung ein möglicher Zuschuss über die Bundesagentur für Arbeit geprüft wird, was den Fokus auf Kostensenkung statt auf Mitarbeiterbindung deutlich macht.

Keine erkennbaren Karriereperspektiven. Aufgrund der mehrfach erwähnten Kostenreduktion im Personalbereich kann ich mir nicht vorstellen, dass externe Qualifizierungen oder Entwicklungsprogramme angeboten werden.

Ich hatte einen Arbeitsantritt bei diesem Unternehmen, der jedoch am ersten geplanten Arbeitstag faktisch verhindert wurde. Der vorgelegte Arbeitsvertrag wies erhebliche Mängel auf, unter anderem fehlte eine klare Angabe zum Arbeitsort sowie eine saubere und transparente Regelung zur Wettbewerbsklausel (insbesondere im Hinblick auf Tätigkeiten in ähnlichen Branchen bzw. Tätigkeitsfeldern).

Diese Punkte habe ich sachlich angesprochen, da sie aus meiner Sicht wesentliche Bestandteile eines rechtskonformen und fairen Arbeitsvertrags darstellen. Mir wurde vor Ort zunächst signalisiert, dass entsprechende Anpassungen kein Problem seien. Kurz darauf wurde jedoch ohne nachvollziehbare fachliche oder rechtliche Begründung erklärt, dass der Vertrag aufgrund eines „Bauchgefühls“ des verantwortlichen Ansprechpartners nun doch nicht zustande kommen solle.

Der bereits vorgelegte Arbeitsvertrag wurde daraufhin vollständig zurückgezogen, obwohl ich extra zum Arbeitsantritt erschienen war. Eine professionelle Klärung, ein strukturiertes Gespräch oder eine schriftliche Stellungnahme seitens des Unternehmens erfolgten nicht. Stattdessen wurde ich faktisch wieder nach Hause geschickt.

Dieses Vorgehen empfinde ich als äußerst unprofessionell und respektlos gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern. Ein geplanter Arbeitsantritt sollte nicht von spontanen persönlichen Einschätzungen abhängig gemacht werden, insbesondere dann nicht, wenn zuvor ein Vertrag vorgelegt wurde und nur berechtigte, sachliche Rückfragen gestellt werden.

Insgesamt hinterlässt dieser Vorgang den Eindruck mangelnder Professionalität, fehlender Verlässlichkeit und eines problematischen Verständnisses von arbeitsrechtlichen Standards. Ich kann Bewerbenden nur dringend raten, Verträge hier sehr genau zu prüfen und sich nicht auf mündliche Zusagen zu verlassen.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

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