Ihr Unternehmen?

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AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Work-Work Balance

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Forschung / Entwicklung in Roding gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Sorry aber hier kann ich nichts direktes finden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Den nicht vorhandenen Rückhalt und Respekt für die Arbeitnehmer.
Zwei Aussagen der Geschäftsführung(nicht wörtlich wiedergegeben):
1. Ihr wollt ja gar keinen Urlaub oder Freizeitausgleich, deshalb sind die Urlaubs- und Überstundenkonten doch auch so voll.(Urlaub hatte ich meist freiwillig für Projekte gestrichen, da diese sonst nicht auslieferbar waren)
2. Dann bist du wohl nicht geeignet für diesen Beruf.(Nachdem ich mich über diverse Abläufe und Taten der Geschäftsführung beschwert hatte)

Verbesserungsvorschläge

Habt ein besseres Gehör für eure Mitarbeiter und vor allem für deren Fachwissen und Zeiteinschätzungen.

Denkt vielleicht auch mal daran das Ihr keine Roboter sondern Menschen als Arbeiter habt, welche auch mal etwas ruhe benötigen, da diese sonst sehr schnell einen Nervenzusammenbruch erleiden könnten.

Arbeitsatmosphäre

An sich war die Arbeitsatmosphäre nicht schlecht, vor allem da man sich auf seine Kollegen zu 100% verlassen konnte. Jedoch hatten einige Kollegen/Chefs in führenden Positionen ein Händchen dafür die Atmospähre durch permanenten Stress, selbst im Urlaub, und fragwürdigen Entscheidungen zu versauen.

Image

Viele meiner Kollegen haben mir mit und trotz der Kündigung absolut zugestimmt. Die Meinung über die Firma ist nichtmal intern allzu gut, da gewisse teile der Geschäftsführung die Firma komplett zugrunde richten.

Work-Life-Balance

Abgesehen von den beinahe ununterbrochenen 60-70h Wochen um Projekte umzusetzen, welche von Anfang an nicht im Zeitrahmen schaffbar waren, kommt noch hinzu das die Mittagspause oftmals mehr einer billigen Arbeitszeit ähnelt. Auch Samstage sind nichts als anderes als Wochentage, wie bereits unter Kommunikations geschrieben, da man hier gefälligst jegliche Planungen fallen zu lassen hat, sollten gewisse Führungspositionen die Anwesenheit 1 Tag zuvor ankündigen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zwei der Vorgesetzten glaube ich hatten einen Tesla als Privatwagen und es wurde extra EINE E-Ladestation für die "Mitarbeiter" eingerichtet.

Kollegenzusammenhalt

Das einzige auf was ich mich in dieser Firma verlassen konnte waren meine Abteilung und die Kollegen. Diese haben mir den Rücken gestärkt, selbst nachdem ich gekündigt hatte und mir vom großteil der Geschäftsleitung sonstige Vorwürfe anhören durfte.

Vorgesetztenverhalten

Bis auf meinen Gruppenleiter und meinen Abteilungsleiter war es nichts als ein Kampf gegen Windmühlen. Terminabschätzungen meinerseits wurden scheinbar als Übertreibungen empfunden, da zumeist die hälfte oder eher weniger Zeit beanschlagt wurde um die Projekte fertigzustellen oder gewisse Kundentermine wahrzunehmen.

Ansonsten wurde auf Probleme nicht souverän reagiert und diese auch zu 100% beim nächsten Projekt wiederholt und alles über die Überstunden aller beteiligten Mitarbeit ausgebügelt. Wenn man diese dinge Ansprach, durfte man sich nur anhören das die Vorgesetzten selbst ja gar keine Überstunden angeordnet hatten und wir Mitarbeiter diese ja freiwillig machen. Zugegebenermaßen stimmte diese Aussage, jedoch wären auch die Projekte ohne diese "frewilligen" Überstunden nicht auslieferbar.

Meine Kündigung hatte ich ca. 2-3 Monate vor Ausscheiden freiwillig abgegeben und diesen Zeitrahmen extra mit meiner Folgefirma ausgehandelt, um der Firma genug Zeit für Vorbereitungen zur Nachfolgersuche zu geben. Dennoch durfte ich mir Anhören wie wenig ich mich ja für die Firma einsetzte und das ich ja scheinbar gar nicht für diesen Berufzweig geschaffen wäre, aussage des Personalchefs.

Arbeitsbedingungen

Im Büro war es eigentlich ganz gemütlich, im Sommer wurde es etwas Heiß aber dafür gab es von den Firmenbossen eine Klimaanlage ans Fenster gestellt.

Laptops waren teils etwas langsam zu beginn, wurden jedoch nach Beschwerden aufgerüstet.

In der Halle/an der Maschine war das Arbeiten meist anstrengend, durch die erhöte Lautstärke(Maschinen und Mechaniker) und die schlechteren Temperaturbedingungen(man ist im Winter fast erfroren).

Kommunikation

An der Kommunikation mit den Kollegen gab es absolut nichts auszusetzen, Informationen wurden schnell und zuverlässig weitergegeben und über mögliche Probleme, Verzögerungen und Terminplanung/-umplanung frühzeitig und erfolgreich diskutiert.

Von der Führungsriege hingegen war es normal 1-1,5 Tage zuvor bescheid zu geben, das mann doch am Samstag unbedingt benötigt wird(ca. 10mal in 2 Jahren) und/oder heute überstunden angesagt sind(15h waren hier keine seltenheit), da gerade vor 2 minuten im Kämerchen mit dem Kunden etwas für den nächsten Tag, die nächste Woche verabreted wurde, was in dieser Zeit nach einschätzung der gesamten Softwareabteilung nicht möglich ist. Und sobald man sich dagegen gewehrt hatte, war mit Ansage am Samstag 1x nicht erhältlich, darf man sich am Montag eine Standpauke anhören was einem Einfällt eine solch schlechte Maschinensoftware zu entwickeln, da diese natürlich nicht zum plötzlichen Samstagstermin einsatzbereit war.

Gehalt/Benefits

Gehalt wurde Pünktlich ausgezahlt.

Ansonsten war es nicht komplett schlecht, hatte ca 2800 brutto nach 2 Jahren als Softwareentwickler Maschinenbau. Obwohl dieses bei der Verwantwortung über die Projekte(Softwareentwickler sind hier sowas wie Stellvertrendende Projektlleiter) etwas höher hätte sein können.

Sozialleistung gibt es keine. Einzig einen, von zwei versprochenen, Bonis habe ich kurz vor Ausscheiden aus der Firma bekommen(150€ Amazon Gutschein).

Interessante Aufgaben

An der Komplexität und dem Interesse meinerseits an den Projekten gab es nichts auszusetzen, in der Theorie habe ich den Job als Softwareentwickler für die Maschinen genossen.

Jedoch fällt für mich in diese Bereich auch die unmöglichkeit genau dieser Projekte. Es wurde hierbei kaum auf Terminabschätzungen meinerseits gehört und jedes angesprochene Problem lieber ignoriert, der Programmierer löst dieses schon irgendwie selbst. Bei Kundengesprächen wurden wir "Arbeiter" meist ausgeschlossen, weil wir wahrscheinlich zu wenig "unmögliche" zugeständnisse gemacht haben, da wir wussten was bis wann umsetzbar ist und was nicht.

Auch hinzuzufügen ist hier meines erachtens nach, dass meine Einarbeitung kaum einen Monat betrug. Danach durfte ich komplett ohne jegliche Hilfe, alle Kollegen waren bei Kunden unterwegs, meine erste Maschine Programmieren und auszuliefern. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt kaum das hauseigene Framework durchgekaut und ca. 2 Wochen Zeit um aus einem Prototypen eine dem Kunden vorzeigbare Maschine zu machen und diese nach nochmal 2 Wochen auszuliefern. Zu diesem Zeitpunkt 1,5 Jahre Berufserfahrung als Anwendungsentwickler ohne vorkentnisse in Elektrik/Maschinenbau.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.