Wirkt wie ein sinkendes Schiff
Gut am Arbeitgeber finde ich
Am ersten Donnerstag des Monats trifft man sich fürs After-Work. Das war früher cool, aber die Beteiligung hat hier stark nachgelassen.
Die zentrale Lage in der Innenstadt kann ganz cool sein. Die Kollegen waren gut, leider sind viele davon mittlerweile weg.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Micromanagement der höchsten Sorte. Top-Down-Entscheidungen die schwer nachzuvollziehen sind, weil man als Mitarbeiter einfach nicht mitgenommen wird. Kritik unerwünscht. Wertschätzung für die eigenen Tätigkeiten, Fähigkeiten oder Kompetenzen ist leider auch zum Fremdwort geworden.
Verbesserungsvorschläge
- Mehr auf tatsächliches Feedback der Mitarbeiter und Kunden hören
- KLARE KOMMUNIKATION
- Weniger Ego-Trips, mehr Miteinander
Arbeitsatmosphäre
In den letzten Monaten hat sich hier viel getan, nichts davon zum Guten. Wo vorher ein vertrauensvoller Umgang herrschte, herrschen nun übermäßige Kontrolle, Egoismus und ein rein autoritäres System. Mitdenken ist nicht erwünscht, wird nicht gefordert. Angesprochene Kritik wird 50/50 persönlich genommen und entsprechend bockig wird teilweise reagiert.
Image
War mal besser. Unter den Kollegen weiß man, wie es um die Kurse bestellt ist und Feedback der Kunden wird teilweise ewig ignoriert und aufgeschoben. Dementsprechend ist auch hier das Bild nach Außen gesunken.
Work-Life-Balance
Auch hier wurden Einschnitte gemacht. Ein großer Pluspunkt für mich waren damals die Flexibilität, wie ich meine Büro-Tage lege, wann ich beginne mit der Arbeit, wann ich Feierabend mache. Durch sinnbefreite Regeln wie der Tatsache das man regelmäßig länger als 8h im Büro sein muss, für den Fall das etwas passiert (auch wenn man selbst dann alleine im Büro sitzt) sorgen hier für meiner Meinung nach unnötige Einschnitte. Das HO möglich ist kann man hier natürlich dennoch positiv hervorheben, ist ja leider nicht standard.
Karriere/Weiterbildung
Früher wurden Weiterbildungen gezahlt und aktiv erwartet. Meine letzte ist eine ganze Weile her und es hat auch kein Hahn nach mehr gekräht.
Interne Kurse darf man kostenlos machen.
Gehalt/Benefits
Unterer Durchschnitt würde ich sagen. Richtige Benefits gibt es meiner Meinung nach nicht wirklich, Gehaltserhöhungen gab es in den letzten 1,5 Jahren (minimum) keine. Die Betriebliche Altersvorsorge mag nett erscheinen, aber wirklich gut ist die nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Immerhin fast papierlos.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen war der Zusammenhalt mal gut. Mittlerweile haben viele des "ursprünglichen" Teams das Unternehmen verlassen und man bekommt, rein subjektiv natürlich, den Eindruck, es werden vermehrt Ja-Sager eingestellt.
Umgang mit älteren Kollegen
Aktuell herrscht eher der Trend "ältere" einzustellen, was natürlich okay ist. Die Jungen verlassen das Team und suchen sich was anderes.
Vorgesetztenverhalten
Mittlerweile muss man wirklich aufpassen was man sagt - oft genug werden die harmlosesten Punkte persönlich genommen. Das zeugt nicht gerade von guter Führungsqualität, wenn man mit Kritik nicht umgehen kann. Früher hieß es "Ihr seid die Experten auf eurem Gebiet, wenn ihr eure Entscheidungen gut begründen könnt vertrauen wir euch". Heute heißt es man habe nicht die Erfahrung oder Autorität, Entscheidungen zu treffen und man bekommt Dinge von oben diktiert.
Arbeitsbedingungen
An sich in Ordnung. Technik wird entsprechend gestellt, hier kann man nicht meckern. Je nach Aufgabenbereich sind die bereitgestellten Surface-Laptops aber oft am Leistungslimit. Veraltete Serverstrukturen sorgen regelmäßig für Probleme.
Kommunikation
Kommunikation war schon immer ein Schwachpunkt in der Firma, zumindest in der Zeit in der ich da war. Das ist noch schlimmer geworden. Immerzu wird von einem Plan, einer Strategie geredet. Dieser Plan ändert sich gefühlt wöchentlich, als "08/15"-Mitarbeiter wird man nicht mitgenommen. Es gibt sogenannte Townhalls wo gefühlt alles und nichts gesagt wird - 1,5h gefüllt mit Worthülsen. Stattdessen bekommt man unangebrachte Selbstbeweihräucherung. Die Strategie wurde in meiner Zeit nie mit den Mitarbeitern genau geteilt, sodass man, wenn man nicht in der Führung sitzt, gar nicht weiß worauf hin man arbeiten soll. Ziele waren keine vorhanden, und wenn doch wurden diese ebenfalls nicht entsprechend kommuniziert. Man muss darum kämpfen, Informationen zu bekommen um Aufgaben richtig erledigen zu können. Es gibt unzählige Meetings wo man sich immerzu im Kreis dreht weil gefühlt alle in unterschiedliche Richtungen ziehen. Dementsprechend trat man auch in der Zeit in der ich hier beschäftigt war immer auf der Stelle und kam nie vorwärts.
Gleichberechtigung
Objektiv schwer beschreiben, aber rein subjektiv spürte ich hier einen Wandel ins negative. Die Führungsriege wurde zunehmen patriarchaler.
Interessante Aufgaben
War auch mal besser. Gegen Ende musste ich mir irgendwie Beschäftigung suchen und nicht gerade selten hieß es auch "Die Arbeit lohnt sich ja gar nicht mehr". Das ist nicht gerade hilfreich, wenn man sowieso mit Motivationsschwund zum kämpfen hat weil sich absolut gar nichts tut.