Praktikum und Lerneffekt sind okay, aber nichts besonderes. Kommunikation und Unternehmensbindung stark ausbaufähig!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Angebot, von zuhause aus zu Arbeiten, finde ich besonders in Corona-Zeiten super. Da kann man dann wenigstens seine Zeit zuhause sinnvoll nutzen und sich ein bisschen weiterbilden. Auch finde ich es gut, dass es keine festen Arbeitszeiten gibt, sondern man sich seine Arbeit so einteilen kann, wie es einem passt. Bietet sich an, wenn man (wie ich) nebenzu noch studiert.
Zum Lebenslauf aufpeppen passt es.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Thema Forenverlinkung. Finde ich einfach unmoralisch, v.a. in Forum zu Krankheiten. Außerdem finde ich es schade, dass man als Praktikant nichts vom Unternehmen selbst mitbekommt und absolut keine Bindung zum Unternehmen und den Kollegen aufbauen kann, sondern eigentlich nur am Content produzieren ist. Man wird komplett im Dunkeln gelassen, was mit den Texten passiert.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz, mehr Interaktion, mehr Einbindung, mehr Background-Infos.
Wäre auch schön, wenn man als Praktikant nicht einer von vielen ist und die Praktikanten nicht reine "Contentproduzentmaschinen" sind.
Arbeitsatmosphäre
Man bekam einmal die Woche Feedback von den Praktikumsbeauftragten über den zuletzt geschriebenen Text. Bei mir war das meistens sehr positiven, was mich natürlich gefreut hat. Das Feedback fällt allerdings immer sehr kurz aus, was wahrscheinlich auch an der Vielzahl an Praktikanten liegt, die "betreut" werden müssen.
Das Praktikum ist zu 100% selbstständiges Arbeiten zuhause, daher ist es schwer, etwas zum Arbeitsklima zu sagen. Man hat zu den Kollegen auch quasi keinen Kontakt.
Work-Life-Balance
Top, weil man sich im Home Office seine Arbeitszeiten so einteilen kann, wie es einem am besten passt.
Kollegenzusammenhalt
Hier dasselbe. Man kommuniziert ausschließlich über Slack und dann eigentlich auch nur, wenn Probleme anstehen. Man lernt seine Kollegen nicht weiter kennen und auch mit den anderen Praktikanten baut man keine Bindung auf. Das ist bei der Vielzahl an Praktikanten auch schier unmöglich. Fand ich schon schade, dass man so gar kein Verhältnis zum Unternehmen und den Kollegen aufbaut.
Kommunikation
Die Kommunikation läuft ausschließlich über Slack. Man bekommt einmal die Woche ein kurzes Feedback von den Praktikumsbeauftragten und das wars. Man erfährt nie so richtig, was mit den Texten passiert, es gibt keine Zoom-Meetings, bei denen über verschiedene Themen sprechen kann etc. Es wird wirklich nur das Mindestmaß an Kommunikation geleistet.
Gehalt/Benefits
Praktikanten werden nicht bezahlt. Wäre auch kaum umsetzbar bei der Vielzahl an Praktikanten. Ich habe so das Gefühl, dass sie so ziemlich jede Bewerbung annehmen und die Praktikanten als "Arbeitstiere" für einfache Arbeiten benutzt werden (z.B. für das Forenverlinkungsthema). Es ist natürlich cool, dass somit jeder, der das Praktikum machen möchte, auch die Chance dazu bekommt, aber das ist doch mehr Quantität als Qualität.
Interessante Aufgaben
Die Hauptaufgaben bestanden darin, Texte zu schreiben. Mir macht sowas Spaß, deswegen fand ich das ganz cool. Allerdings war es meistens dasselbe Prozedere mit minimalen, formalen Änderungen und halt einem anderen Keyword. Mir kam es oftmals etwas sinnbefreit vor über bestimmte Keywords zu schreiben. Habe mich oft gefragt, wofür die so einen Text brauchen (wurde ja nie so wirklich kommuniziert). Außerdem gab es Aufgaben, bei denen man Fake Profile in Foren (u.a. für verschiedene Krankheiten oder Leute mit psychischen Problemen) erstellen sollte. Finde ich moralisch absolut verwerflich. Mittlerweile kann man aber sich weigern, diese Aufgabe zu machen und bekommt dafür etwas anderes zugeteilt.