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Rassistisches Führungsverhalten und unterdurchschnittliches Gehalt in der Werkstatt

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Duisburg gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

In den ersten Monaten war die Arbeitsatmosphäre angenehm, was vermutlich auch daran lag, dass man als neuer Mitarbeiter zunächst einen positiven Eindruck erhält. Mit zunehmender Zeit zeigte sich jedoch ein deutlich anderes Bild. Die Stimmung war stark abhängig von einzelnen Führungspersonen und empfand ich zunehmend als belastend. Gegen Ende meiner Tätigkeit bin ich trotz gesundheitlicher Probleme regelmäßig mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen.

Kollegenzusammenhalt

Der direkte Kollegenzusammenhalt auf Augenhöhe war überwiegend gut. Ein Arbeitskollege und ich haben eng zusammengearbeitet, uns gegenseitig kontrolliert und dadurch qualitativ hochwertige Arbeit abgeliefert. Reklamationen gab es in dieser Zeit keine. Der fachliche Austausch und kurze Gespräche während der Arbeit waren aus meiner Sicht normal und dienten der Qualitätssicherung. Dieses gute Miteinander wurde jedoch von der Werkstattleitung kritisch gesehen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten des Werkstattleiters habe ich als diskriminierend und rassistisch wahrgenommen. Insbesondere gegenüber mir und anderen ausländischen Mitarbeitenden war der Umgangston deutlich strenger, abweisender und weniger respektvoll als gegenüber deutschen Kollegen.

Es kam vor, dass uns sinngemäß untersagt wurde, unsere Muttersprache (Türkisch) während der Arbeit zu sprechen, obwohl dies keinen Einfluss auf die Arbeitsqualität hatte. Dieses Verbot richtete sich ausschließlich an ausländische Mitarbeitende. Solche Situationen empfand ich als klare Benachteiligung aufgrund der Herkunft.

Arbeitsbedingungen

Die dauerhafte psychische Belastung wirkte sich spürbar auf meine Gesundheit aus. Auch während einer Krankheitsphase hatte ich das Gefühl, nicht in Ruhe gelassen zu werden. Insgesamt entstand für mich der Eindruck, dass meine Situation eher verschärft als unterstützt wurde, was letztlich dazu führte, dass ich mich aus dem Unternehmen gedrängt fühlte.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung lag deutlich unter dem branchenüblichen Durchschnitt für Kfz-Mechatroniker. Eine angemessene Anpassung an Qualifikation, Leistung oder steigende Belastung erfolgte aus meiner Sicht nicht. Das Gehalt spiegelte weder die Verantwortung noch den tatsächlichen Arbeitsaufwand wider.

Gleichberechtigung

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus wurden Mitarbeitende nicht gleichbehandelt. Herkunft und Sprache spielten im Arbeitsalltag eine Rolle und beeinflussten sichtbar den Umgang durch die Werkstattleitung. Ich habe dies als rassistisches Verhalten wahrgenommen.

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