Außen hui, innen leider pfui
What I like about the employer
Für mich: Nichts! Ich bin absolut kaputt gegangen an diesem Job. Es ist psychischer Terror, wie man den Arbeitsalltag überlebt. Ich frage mich, warum ich das ganze 3 Jahre mitgemacht habe und wünschte, ich hätte schon in der Probezeit auf mein Bauchgefühl gehört.
What I dislike about the employer
Sauberkeit, Ehrlichkeit, Überstundenausgleich, Kommunikation.
Suggestions for improvement
Hört bitte endlich euren Mitarbeitern zu - und nicht nur den Partnern. Ihr seid eigentlich eine coole Marke, aber die Organisation innerhalb eurer Firma ist grottenschlecht. Hört auf, Leute hochzubefördern, die für solche Positionen menschlich einfach nicht gemacht sind!
Working atmosphere
Für den ersten Eindruck geben sich alle super viel Mühe, das Bewerbungsgespräch war super sympathisch und ich dachte mir zunächst "Jackpot!". Leider stellte es sich heraus: Es gibt zwei Gesichter. Als Assistenz ist man hier nichts wert. Ich will nicht für alle Abteilungen sprechen, aber in meiner war deutlich spürbar, dass man "nur" die unstudierte Assistenz ist, die besser still bleiben sollte. Auch Abmachungen bzgl. Homeoffice/Büro wurden absolut nicht eingehalten. Im Bewerbungsgespräch wurde mir nur erzählt, was ich hören wollte. Die Realität sah ganz anders aus und man wurde förmlich gezwungen, im Büro anwesend zu sein, obwohl man dort nur ignoriert wurde vom gesamten Team.
Communication
Wenn ich könnte, würde ich an dieser Stelle Minussterne geben. Durch die hohe Fluktuation geht so viel Wissen verloren. Man muss sich teilweise für eine lapidare Info 20 Minuten oder länger von Kolleg:in zu Kolleg:in telefonieren, um auch nur ansatzweise Hilfreiches zu erhalten. Die Vorgesetzten schicken einen nur von Person zu Person, weil sie selbst keine Ahnung haben. Der Vorstand geht in Meetings nicht auf Kritik der Mitarbeiter:innen ein und will davon auch nichts hören.
Collegiality
Innerhalb der selben Positionen super, übergreifend leider gar nicht vorhanden. Die Vorgesetzten interessiert es nicht, wie es unter ihnen aussieht.
Work-Life Balance
Auch hier: Gibt es nicht. Im Vorstellungsgespräch wurde davon gesprochen, dass man Überstunden einfach abbauen könnte. Stellt sich heraus: Über das System findet man gar nicht erst heraus, wie viele Überstunden man hat. Eher im Gegenteil, gleich am ersten Tag hieß es "Trag einfach immer nur 8 Stunden ein". Bedeutet: Wenn man sie sich nicht selbst notiert, hat man keine Möglichkeit, diese auch nur irgendwie auszugleichen. Geht man früher, bekommt man dumme Sprüche wie "Na, seit Neuestem in Teilzeit angestellt?" an den Kopf geworfen. In ganzen Tagen kann man seine Stunden sowieso nicht ausgleichen und wenn, nur gemogelt, indem der Vorgesetzte einem sagt "Trag dir an dem Tag eine Schulung ein und schau ab und an aufs Handy."
Leadership behavior
So unterschiedlich und absolute Glückssache. Problem bei Drees & Sommer: Die Leute werden einfach immer weiter hochbefördert, ob die Qualifikationen vorhanden sind oder nicht, ist dabei egal. Im Schnitt 2 Jahre, dann können die Studierten eine Beförderung erwarten. Die Vorgesetzen schimpfen teilweise bei allen Mitarbeitern über die anderen Mitarbeiter. Lästern in der Führungseben ist hier leider groß geschrieben. Manche meinen es Ernst und versuchen wirklich, weiterzuhelfen. Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Interesting tasks
Man kann viel machen, das muss man positiv hervorheben. Man hat Einblick in sehr sehr viele Projekte und kann auch so gut wie überall mitmischen, wenn man möchte. Nur leider herrscht dieser enorme Wissensverlust, der einem die tägliche Arbeit so erschwert.
Equality
Im Bezug auf Männer und Frauen: Gemischt, es kommen immer mehr Frauen auch in Führungspositionen, aber die Herrschaften überwiegen immer noch enorm.
Zwischen den Positionen: Für die Projektmanager/Berater untereinander glaube ich (so wie ich es mitbekommen habe) relativ gut. Auch Studenten sind hoch angesehen. Zwischen Assistenz und Projektmanager/Beratern: Quasi nicht vorhanden, man ist als Assistenz der Schuhabtreter.
Interaction with older colleagues
Super, hier habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.
Working conditions
Kein Überstundenausgleich, große Co-Working-Bereiche mit enormer Lautstärke, sehr dreckige Toiletten die teilweise mit Exkrementen vollgeschmiert sind. Papierhandtücher sind ab Mittag ebenfalls Luxus. Die meisten Projektmanager:innen sind sich zu schade zum aufräumen. Die Küchen sind auch oft dreckig, die Wasserzapfanlage verkalkt.
Die Technik ist super - alles auf dem neuesten Stand. Allerdings viel zu viele unterschiedliche Programme, auch hier enormer Wissensverlust bei den Funktionen. Das Diensthandy ist auch nur dafür da, damit man 24/7 erreichbar ist.
Environmental and social responsibility
Drees & Sommer gibt sich hier wirklich viel Mühe.
Salary/Social benefits
Nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Sehr unterschiedliche Bezahlung innerhalb einer Position.
Image
Bzgl. Umweltbewusstsein lebt Drees & Sommer das nach außen gegebene Image.
Innerhalb der Firma regen sich die meisten nur auf. Viel zu hohe Arbeitsbelastung bei schlechter Führungsebene (und hier ist nicht die Rede vom Vorstand, sondern von den einzelnen Associate Partnern).
Career/Professional development
Wie gesagt, für Studierte super, nach ca. zwei Jahren erhält jeder eine Beförderung, wenn er sich nicht ganz doof anstellt.
Im Assistenzbereich unterirdisch. Es wird immer so getan, als ob man daran arbeiten würde, hieran etwas zu ändern, aber ändern tut sich nichts. Alleine in meinen 3 Jahren hier, gab es einige Präsentationen und Befragungen dazu, wie man hier Besserung schaffen könnte. Aber große Überraschung: Geändert hat sich nichts.

