Gut am Arbeitgeber finde ich
Humaner Leiter Rettungsdienst, relativ frühe Bestückung der RTWs mit den neuesten Materialien.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsklima, Fachliche Kompetenz
Verbesserungsvorschläge
Deutliche Inangriffnahme des Arbeitsklimas und der fachlichen Qualifikation der Arbeitnehmer.
Hierzu würden sich beispielsweise regelmäßige CRM-Trainings und objektive Weiterbildungsverfahren innerhalb der einzelnen Wachen eignen. Deutlichere Konfrontation mit neuen Leitlinien etc.. Überdenkung von besetzten Positionen wie Wachenleitung, Praxisanleiter.
Arbeitsatmosphäre
Wie schon in den anderen Punkten erläutert. Fragwürdig. Ich habe mich absolut nicht wohl gefühlt, dabei bin ich nicht der einzige.
Fehlendes Fehlermanagement: es fehlt oft an der Fähigkeit, sich selbst an der eigenen Nase zu packen. Um so mehr wird der Finger benutzt, um auf andere zu zeigen. Leider auch fachlich gutes Personal denkt oftmals, es sei unfehlbar.
Karrierechancen
Wer auf der Wache ein Ansehen genießt (das leider mehr auf Charaktereigenschaften statt auf Fachwissen und Können basiert), bekommt automatisch ein höheres Ansehen auf der Wache. Ansonsten bleibt das NEF für viele die heilige Kuh, die nur ausgewählte Kollegen besetzen dürfen. Einige RA/NFS fahren gar kein NKTW, andere dauernd. Ansonsten gleich wie in jedem anderen RD auch.
Ausbildungsvergütung
Normal
Die Ausbilder
Die Ausbilder sind leider bis auf 1-2 Ausnahmen alle fachlich nicht mal auf dem Niveau, auf dem ein normaler Notfallsanitäter sein sollte. Eigene Meinungen werden über aktuelle Leitlinien bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse gesetzt. Oftmals fühlt man sich angegriffen, wenn man von Azubi oder Schule mit Neuerungen konfrontiert wird. Konflikte werden nicht mit dem Azubi geklärt, sondern werden oftmals in dramatisierter Form auf den Wachen hochgekocht und gehen immer über Dritte. Das Problem ist, es werden Praxisanleiter gebraucht. Das heißt im Grunde genommen achtet der Arbeitgeber hier nicht objektiv auf Qualifikation und Qualität, sondern auf Quantität. Leider bilden sich einige Praxisanleiter etwas zu viel auf ihre Position ein.
Spaßfaktor
Spaß kann man haben, wenn man Dienst mit jungen Menschen hat. Das heißt, als RS ohne in Ausbildung zu sein, hat man das einfachere Leben. Als Auszubildender hat man fast ausschließlich Dienst mit älteren Kollegen. Mit fortschreitendem Fachwissen erkennt man immer mehr Kunstfehler in der Behandlung der Patienten. Hier sinkt der Faktor Spaß dann ganz deutlich auf null. Als RA/NFS hat man auf gewissen Wachen trotz gleicher Qualifikation trotzdem nicht die gleiche Stellung wie andere Kollegen (hier geht es nichtmal um Alter oder Erfahrung). Kurz gesagt: wer sich beliebt macht, darf mehr (z.B. NEF oder regelmäßiges RTW-Fahren)
Aufgaben/Tätigkeiten
Grundsätzlich sind die Aufgaben ja genauso wie in jedem anderen Rettungsdienstbereich auch. Die Notfälle sind die gleichen. Da diese Aufgaben jedoch von vielen Kollegen nicht ernst genug genommen werden und beispielsweise die konsequente Weiterbildungspflicht von ungewöhnlich (!) vielen Kollegen nicht erfüllt werden, sind die Tätigkeiten hier oft nicht auf demselben fachlichen Level, wie in anderen RD-Bereichen.
Variation
Natürlich ist es immer noch der Rettungsdienstalltag, man weiß nie, was kommt und erlebt immer etwas anderes. Dennoch sehr niedriges Einsatzaufkommen und im Vergleich zu anderen RD-Bereichen ungewöhnlicher RTW-Missbrauch bei Krankentransporten.
Respekt
Der Respekt ist meines Eindruckes nach das größte Problem der Mitarbeiter und somit in diesem Rettungsdienst. Der Leiter Rettungsdienst dagegen ist eine sehr humane, respektvolle Person. Leider allerdings nicht neutral genug, was in der Eifel vielleicht auch etwas schwierig ist (jeder kennt jeden). Somit können sich viele, besonders ältere Kollegen mehr erlauben als bei anderen Arbeitgebern. Der Geschäftsführer scheint eher eine übertriebene Repräsentationsfigur zu sein, der an sämtlichen Konferenzen innerhalb und außerhalb des DRKS teilnimmt und sich meiner Meinung nach zu wenig um das Personal kümmert in punto persönlichem Begegnen.