Viel schöner Schein, wenig dahinter
Arbeitsatmosphäre
Meinem Eindruck nach sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in nahezu allen Bereichen des Unternehmens unglücklich. Das führt zu einem Zusammenhalt, der wohl das einzig positive an der Arbeitsatmosphäre ist.
Work-Life-Balance
Ist bestimmt möglich, wenn man immer wieder klare Grenzen setzt und im Laufe des Berufslebens gelernt hat, die eigene Gesundheit zu priorisieren.
Karriere/Weiterbildung
Ist theoretisch möglich, wenn man alle Kosten selbst trägt. Zeit für Weiterbildung wird allerdings nicht als Arbeitszeit angerechnet. Worauf man sich da rechtlich beruft, wäre spannend zu erfahren. Von Förderung kann man also nicht sprechen. Natürlich wird man dazu aufgerufen, sich weiterzubilden. Seitens der Leitung wird man dafür aber praktisch eher mit Mehrarbeit abgestraft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Fokus liegt hier eher auf Umweltbewusstsein, mit dem man sich gerne schmückt.
Von sozialem Bewusstsein kann nicht die Rede sein. Zwar schreibt man, dass man keine Diskriminierungen duldet, das war es dann auch. Auch, dass nur noch Freiberufler gesucht werden, seit das BAMF 29 UE als Wochendeputat für Lehrkräfte festgelegt hat, erweckt für mich eher den Eindruck dass man fleißige Arbeitstiere sucht, die man jederzeit abstoßen kann.
Vorgesetztenverhalten
Meinem Empfinden nach wird hier viel über (übermäßige) Kontrolle geführt. Das scheint augenscheinlich zu funktionieren, wirkt letztlich aber eher unsicher und mit man kann im Team jeden Monat sehen, wie die Stimmung dadurch schlechter wird.
Kommunikation
Was die Lehrkräfte und Verwaltung angeht, kann ich mich nicht beschweren - hier wurde immer offen und auf Augenhöhe kommuniziert. Ganz egal, ob man dort fest arbeitet oder freiberuflich.
Die Kommunikation durch die Geschäftsführung wirkte auf mich eher wie ein emotionslose abgespultes 1x1 aus einem Seminar für neue Führungskräfte. Nette Worte, aber nichts dahinter. Wer Transparenz oder Planungssicherheit sucht, findet sie hier meiner Meinung nach nicht.