1 Bewertung von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
Anforderungsprofil realistisch gliedern & Vergütung anpassen:
Gesucht wird faktisch die „eierlegende Wollmilchsau“. Das Anforderungsprofil bündelt Aufgaben aus Export/Zoll (inkl. der rechtlichen Funktion als Ausfuhrbeauftragter), Order-to-Cash, Vertriebsinnendienst, Materialwirtschaft, Lagerleitung, Rechnungscontrolling, Ausbildertätigkeit, Sprachkenntnissen wie Französisch und zeitgleich eine anstehende ERP-Migration in einer einzigen Person. Eine solche historisch gewachsene Schlüsselposition muss strukturell aufgeteilt werden. Die spontane Idee, nach monatelanger Vakanz die komplexen Export- und Außenwirtschaftsaufgaben kurzerhand auf ungeschultes internes Vertretungspersonal zu verteilen und erst im Nachgang auf Lehrgänge zu schicken, wirkt konzeptlos und wird der rechtlichen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Zudem steht das angebotene Gehalt (ca. 60.000 €) in keinem realistischen Verhältnis zu diesem riesigen Aufgaben- und Haftungsumfang.
- Handlungsfelder für den Bewerbungsprozess & die Kommunikation:
-Management-Strukturen & Verbindlichkeit schärfen: Kritische Kununu-Bewertungen bezüglich unstrukturierter Prozesse und chaotischer Führung haben sich im Bewerbungsverlauf leider voll bestätigt. Die Diskrepanz zwischen der offiziellen Darstellung (z. B. angeblicher Expansionskurs) und den realen Verhältnissen sorgt für Misstrauen.
- Kommunikation extern/intern abstimmen: Transparente Absprachen mit Personalberatern treffen – es gab im Prozess widersprüchliche Angaben darüber, wer über die Abwesenheit des Managements hätte informieren müssen.Entscheider verbindlich einbinden: Entscheidungsbefugte Personen von Anfang an integrieren. Das angekündigte Managementtreffen fand trotz mehrstündigem Vor-Ort-Termin nicht statt.
- Transparenz bei Vakanzgründen: Bei den tatsächlichen Ursachen für eine Besetzung ehrlich bleiben – genannte Gründe (wie eine angeblich bevorstehende Rente) entsprachen nachweislich nicht der Realität vor Ort.
- Bewerbungsaufwand realistisch begrenzen: Prozesse schlank halten. Nach bereits drei Terminen inklusive eines stundenlangen Vor-Ort-Probearbeitstages noch ein viertes und potenziell fünftes Gespräch ohne Entscheidung zu fordern, ist unaufrichtig und zieht den Prozess unnötig in die Länge.
- Fachbereiche kompetent vertreten: Bei spezialisierten Schlüsselpositionen fachkundige Ansprechpartner einbinden. Allgemeine Personal-Ansprechpartner konnten zentrale Fachfragen zum Tagesgeschäft nicht beantworten.
- Wertschätzendes Feedback: Nach Wochen und enormem zeitlichen Aufwand seitens des Bewerbers nicht mit pauschalen oder vorgeschobenen Ausreden absagen, die den vorherigen Fachgesprächen und dem direkten Feedback vor Ort widersprechen.