Gut am Arbeitgeber finde ich
Dort haben sehr tolle Menschen gearbeitet, die den Umgang mit den negativen Seiten erleichtert haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die HR Abteilung und der Umgang mit Feedback. Leider wurde es in meinen Augen nicht gut umgesetzt, die Interessen des Unternehmens in Kombination mit klarer, transparenter und respektvoller Kommunikation mit den Mitarbeitern durchzusetzen. Das hat aus meiner Sicht an vielen Stellen das Vertrauen in den Arbeitgeber beeinträchtigt. Die HR Abteilung trägt in meiner Wahrnehmung zu einer Atmosphäre von "Wir-gegen-sie" bei und sollte dringend überarbeitet werden. Das damalige Image als Ausbildungsbetrieb hat in meinen Augen ein falsches Bild vermittelt.
Verbesserungsvorschläge
Weiterbildungen im Bereich Mitarbeiterführung und Überarbeitung der HR Abteilung. Probleme im Bereich der Kommunikation und des Umgangs mit Mitarbeitern sollten ernstgenommen und behoben werden. Der eigene Anteil an der hohen Fluktuation könnte reflektiert werden. Es könnte reflektiert werden, ob Azubis aus den richtigen Gründen eingestellt werden bzw. worden sind.
Arbeitsatmosphäre
Zum Zeitpunkt meiner Beschäftigung gab es im Verhältnis zur Anzahl der Mitarbeiter sehr viele Azubis im Unternehmen, bei, in meiner Wahrnehmung, verhältnismäßig knappen Ressourcen, sie in ihrer Ausbildung zu unterstützen. Das könnte den Eindruck erzeugen, dass Azubis als günstigste Arbeitskraft gesehen und daher so gerne eingesetzt werden. In einzelnen Situationen hatte ich den Eindruck, dass die Rahmenbedingungen für schulische Inhalte im Unternehmen nicht optimal waren, obwohl aus meiner Sicht offensichtlich alternative Lösungen möglich gewesen wären und auch vorgeschlagen wurden. Witzig war, dass das Unternehmen besondere Aufmerksamkeit für die Rolle als Ausbildungsbetrieb bekommen hat, weil sie so viele Azubis eingestellt haben.
Arbeitszeiten
Ich habe kein Entgegenkommen für Azubis erlebt und die Arbeitszeit wurde in meinem Erleben durchgängig zugunsten des Unternehmens ausgeschöpft. Manch andere Ausbildungsbetriebe haben hier im Vergleich häufiger zugunsten des Azubis gehandelt. Das liegt jedoch im Ermessen des Unternehmens. Ich habe allerdings auch erlebt, dass die vorhandenen Spielräume weit ausgelegt wurden.
Ausbildungsvergütung
Im Vergleich zu anderen Azubis meiner Berufsschulklasse unterdurchschnittlich.
Die Ausbilder
Die betreuende Person schien keine besondere Erfahrung darin zu haben, junge Menschen ins Arbeitsleben zu begleiten. Der Umgang war geprägt von Misstrauen.
Spaßfaktor
Leider haben die negativen Seiten überwogen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Teilweise Aufgaben, die auch moderner gelöst werden könnten, aber insgesamt wird Azubis relativ viel Verantwortung und unterschiedliche Aufgaben übertragen.
Variation
Arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen wurde nicht angeboten. Häufig wurde ich für einfache, noch nicht automatisierte und modernisierte Aufgaben eingesetzt.
Respekt
Der Umgangston hängt stark von der jeweiligen Person ab. In Einzelfällen habe ich Situationen als respektlos empfunden. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Arbeitsklima in Bezug auf bestimmte Arbeitskräfte nicht positiv war. Es löste bei mir ein mulmiges Gefühl aus, dass ich schon zu Beginn in Bezug auf meine Stelle auf die hohe Fluktuation und die Gegebenheiten mit einzelnen Führungskräften hingewiesen wurde und mir Ratschläge zum Umgang erteilt wurden.