Sinkendes Schiff
Arbeitsatmosphäre
Sehr angespannt im Gegensatz zu früher. Mittlerweile wird unerfahrener Nachwuchs auf die Stellen von kündigenden Mitarbeitern gesetzt, um so für junge Menschen weniger Gehalt zahlen zu müssen. Die Arbeit von anderen wird somit erschwert und man sieht immer mehr frühere Kollegen gehen, was sehr traurig ist.
Image
Die meisten kennen dieses Unternehmen nicht und mir war es, bevor ich hier begann, auch unbekannt.
Work-Life-Balance
Gleitzeit Modell. Man kann sich die Arbeitszeit größtenteils selbst einteilen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden hier nicht angeboten. Die Karriere kann mithilfe von geforderten Abteilungswechseln ganz schnell beendet sein, bevor sie erst begonnen hat.
Gehalt/Benefits
Ich habe einige Freunde die auch in der Pharmaindustrie arbeiten, diese bekommen deutlich mehr Gehalt. Tarifvertrag, Weihnachtsgeld oder sonstige Gratifikationen gibt es hier leider auch nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die ganzen Einwegverpackungen produzieren Unmengen an Plastikmüll. Früher wurde oft mit einem Preis geworben mit Holzkisten zu versenden, doch heutzutage ist man aus Kostengründen dann doch wieder auf Styropor umgestiegen.
Kollegenzusammenhalt
Man weiß heute nicht mehr genau wem man hier vertrauen kann und wem nicht. Da enormer Leistungsdruck herrscht, wird oft der Nächste in Pfanne gehauen um sich selbst zu schützen. Es gibt, außer in den Führungsetagen, sehr wenige Kollegen von früher. Viele haben das Unternehmen schon verlassen.
Umgang mit älteren Kollegen
Weder besser noch schlechter wie mit den jüngeren Kollegen. Ich enthalte mich hier.
Vorgesetztenverhalten
Sympathie geht bei Ihnen klar über Leistung. Man sieht oft nur Beförderungen und Firmenwagen für Mitarbeiter die mit deren Vorgesetzten privat befreundet sind, zusammen ins Fitnessstudio gehen oder auf der gleichen Universität studiert haben. Ziemlich ungerecht, das schmälert die Motivation der anderen unprivilegierten Mitarbeiter.
Arbeitsbedingungen
In die neuen Laboreinrichtungen und ständigen Bürowechsel wird, im Gegensatz zu den Angestellten, großzügig investiert. Der Schein muss ja schließlich gewahrt werden.
Kommunikation
Unter aller Kanone.
Gleichberechtigung
Wir sind hier ca. 70% Frauen. Männer haben es, wie so oft, schwer in der Pharmabranche und sind klar in der Unterzahl.
Interessante Aufgaben
Ziemlich monoton und kaum wenig neue Aufgabenfelder. Vertrauen für Job-Enlargement wird einem selten bis gar nicht entgegengebracht.

