4 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
It is all standard process. The case study was also not so time consuming and very interesting.
Mein Eindruck war zunächst, vor allem im ersten Gespräch, durchaus positiv und man begegnete mir mit viel Wertschätzung und Respekt.
Der Eindruck änderte sich mit dem Erhalt der Case Study, welche den zweiten Schritt im Bewerbungsprozess darstellte. Die Aufgabe wurde mir leider erst nach 22:00 Uhr geschickt, was bei einer 48-stündigen Bearbeitungszeit relevant ist. Sie war sehr widersprüchlich und es fehlte an wichtigen Infos. Bspw. waren die Aufgaben "bewusst umfangreich", und das waren sie in der Tat! Allerdings sollten diese Aufgaben die in der Praxis 2 - 7 Arbeitstage, nur 2-3 Stunden dauern, was komplett unrealistisch ist.
Nachdem ich deutlich mehr Zeit investiert habe, um die drei Aufgaben abzuarbeiten, hatte ich am Ende schlichtweg die gesamte Social Media Marketing Strategie für das Unternehmen geplant, samt Präsentation, Budgetierung, Marketing Kampagne und fertige Beispielposts für Social Media. Ich war mit meiner Arbeit in Anbetracht der sehr geringen Bearbeitungszeit, dem hohen Umfang, meiner strukturierten Planung und umfangreichen Umsetzung sehr zufrieden.
Im nächsten Schritt sollte ich meine Arbeit vor Ort präsentieren. Ich musste etwas warten aber mir wurden Getränke angeboten. Die Atmosphäre war wenig motiviert, was aber auch an der relativen späten Uhrzeit lag die für den Termin vom Startup gewählt wurde. Ich habe meine Arbeit präsentiert und die Fragen der beiden Co-founder beantwortet. Auf meine Frage hin wie es den beiden gefallen hätte, hatte ich nur positives Feedback erhalten. Mir wurde auch ein sehr positiver Eindruck vermittelt.
Umso überraschender dann die prompte Absage nach einer Woche, sie haben sich für eine:n noch passendere:n Kandidat:in entschieden. Auf Nachfrage habe ich Feedback erhalten, was aber wieder extrem vage war. Was ich davon mitnehmen konnte war, dass das "i-Tüpfelchen" fehlte. Dem kann ich aber nicht zustimmen, weil ich schon die Extrameilen gelaufen bin. Die Stelle wurde meines Wissens nicht besetzt und die Ausschreibung gelöscht. Ob das ein Einzelfall war, kann ich nicht sagen.
Das Gesamtbild hat bei mir das subjektive Gefühl hinterlassen, dass weniger eine Stelle besetzt als strategisches Material eingeholt werden sollte. Ob das so war, kann ich nicht beurteilen.
Die automatische, erneute Stellenausschreibung auf LinkedIn während der laufenden Bewerbungsphase hat für Verwirrung gesorgt
Der Bewerbungsprozess bei every health hat bei mir leider einen sehr enttäuschenden Eindruck hinterlassen und war von mangelnder Professionalität und fehlendem Respekt gegenüber Bewerber:innen geprägt. Ich hatte insgesamt zwei Gespräche. Das erste war ein etwa 30-minütiges Online-Gespräch mit einem der Gründer, das als Kennenlernen angenehm war, auch wenn nicht alle meiner Fragen beantwortet werden konnten. Mir wurde anschließend mitgeteilt, dass aufgrund von Urlaubszeiten eine Rückmeldung zur zweiten Runde erst nach zwei Wochen erfolgen könne, tatsächlich habe ich jedoch erst nach drei Wochen wieder etwas gehört.
Für die zweite Runde sollte ich innerhalb von nur zwei Tagen eine Case Study bearbeiten, die in ihrem Umfang extrem war. Ich sollte ein neues Business-Modell entwickeln, drei neue Produkte inklusive Launch-Strategie ausarbeiten, mindestens fünf realistische Supplier recherchieren und zusätzlich eine Wettbewerbsanalyse mit Chancen für every health erstellen. Diese Aufgabenstellung ging weit über das hinaus, was in einem Bewerbungsprozess angemessen ist, und wirkte eher wie kostenlose strategische Beratungsarbeit. Wer einen solchen Prozess durchläuft, sollte sich diese Arbeit aus meiner Sicht vergüten lassen, da der Nutzen klar beim Unternehmen liegt.
Während meiner Präsentation im Büro wirkte einer der Co-Founder mehrfach so müde, dass er zwischendurch eingenickt ist. Das war für mich befremdlich und respektlos, zumal man sich als Bewerberin intensiv vorbereitet und Zeit investiert. In solchen Momenten sollte man sich fragen, ob ein Bewerbungsgespräch der richtige Rahmen ist oder ob man zunächst für ausreichende Erholung sorgt.
Mir wurde nach der Präsentation eine Rückmeldung innerhalb einer Woche zugesagt, doch auch nach einem Monat habe ich keinerlei Absage oder Feedback erhalten. Stattdessen wurde die Position inzwischen erneut auf LinkedIn ausgeschrieben. Dieses komplette Ghosting empfinde ich als extrem unhöflich und respektlos angesichts des hohen Aufwands, den ich in den Prozess gesteckt habe.
Die beiden Gründer wirken auf persönlicher Ebene zwar sympathisch, insgesamt aber sehr unorganisiert und unprofessionell. Startup-Chaos hin oder her – ein Mindestmaß an Verlässlichkeit, Wertschätzung und Kommunikation sollte gegeben sein. Für mich hat dieser Prozess klar gezeigt, dass ich in einem solchen Umfeld nicht arbeiten möchte, und ich kann den Bewerbungsprozess in dieser Form nicht empfehlen.