Keine Wertschätzung, ständiger Druck und leere Versprechungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der starke Zusammenhalt unter den Kollegen vor Ort, der durch die schwierige Situation und den Druck von oben noch enger zusammengeschweißt wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Verlässlichkeit bei Absprachen, der permanent ausgeübte Druck ohne Rückhalt von oben und das fehlende echte Interesse an den Menschen, die den Betrieb am Laufen halten.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung für die Belegschaft, Einhaltung von Zusagen und eine verlässliche, transparente Kommunikation auf Augenhöhe. Führung muss Probleme lösen statt Druck abzuwälzen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Betrieb war extrem angespannt und von oben herab vorgeschrieben. Ein faires, von Vertrauen geprägtes Betriebsklima existiert nicht. Das hat letztlich dazu geführt, dass wichtige Fachkräfte dem Unternehmen den Rücken gekehrt haben.
Image
Das nach außen getragene Image hat mit der harten Realität im Betrieb absolut nichts zu tun. Wer hinter die Kulissen blickt, sieht schnell, dass Loyalität und Versprechen hier leider keinen Wert haben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein echtes Sozialbewusstsein existiert hier nicht. Wie mit der Belegschaft und verdienten Mitarbeitern umgesprungen wird, zeigt deutlich, dass das menschliche Miteinander hinter reinen Zahlen zurückstecken muss.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegsmöglichkeiten oder echte Weiterbildungen sucht man hier vergebens. Wer im Betrieb ist, bleibt auf der Stelle stehen, da gezielte Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter schlicht nicht gewollt sind.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war im Handwerksalltag stark und hat vieles aufgefangen. Man hat sich gegenseitig unterstützt, auch wenn der Druck von der Führungsebene immer größer wurde.
Umgang mit älteren Kollegen
Auf die langjährige Erfahrung und die Bedürfnisse älterer Kollegen wird keine Rücksicht genommen. Statt Wertschätzung für jahrzehntelange Knochenarbeit im Handwerk zu zeigen, wird der Druck im Alter einfach eins zu eins weitergegeben.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur ist katastrophal. Probleme werden nicht gelöst, sondern auf die Mitarbeiter abgewälzt, oft verbunden mit unberechtigter Kritik und Druck. Konkret wurden versprochene Jubiläums- und Geburtstagsfeiern (z.B. in Michelin- oder Sterne-Restaurants) nicht eingehalten – auf Nachfragen wurde man vertröstet, es sei noch keine Zeit dafür. Sachliche Einwände von Fachkräften werden ignoriert, was zu einer massiven Kündigungswelle geführt hat.
Arbeitsbedingungen
Die Organisation und das bereitgestellte Umfeld machen das Arbeiten unnötig schwer. Es fehlt an Struktur von oben, sodass man auf den Baustellen oft improvisieren muss, um die Mängel auszubügeln.
Kommunikation
Kommunikation findet hier nur in eine Richtung statt – von oben nach unten, meistens als Druckmittel. Sachliche Rückmeldungen oder Kritik von der Belegschaft werden komplett ignoriert oder abgebügelt.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt und den Zusatzleistungen wird extrem geknausert. Versprechungen werden nicht gehalten, und die Bezahlung steht in keinem fairen Verhältnis zu der Leistung und dem Druck, den man im Alltag leisten muss.
Gleichberechtigung
Von fairer Behandlung oder Gleichberechtigung habe ich hier nichts gemerkt. Es wird mit zweierlei Maß gemessen, und wer den Vorgesetzten nach dem Mund redet, wird bevorzugt. Das ist extrem unprofessionell.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich im Handwerk wären eigentlich abwechslungsreich, aber durch die schlechte Planung und Organisation von oben bleibt davon nicht viel übrig. Man arbeitet oft nur noch unter Druck und ohne Struktur.