Schwieriges Arbeitsklima und wenig Entwicklungsmöglichkeiten"
Gut am Arbeitgeber finde ich
Obwohl es in vielen Bereichen Verbesserungspotential gibt, möchte ich auch einige positive Aspekte des Arbeitgebers hervorheben. Die Kollegen unterstützen sich größtenteils gut und arbeiten zusammen, um Aufgaben zu erledigen. In einigen Abteilungen ist der Kollegenzusammenhalt besonders stark, was das Arbeitsumfeld trotz Herausforderungen erleichtert. Auch das Unternehmen hat in nachhaltige Projekte investiert, wie zum Beispiel die eigene PV-Anlage, was das Umweltbewusstsein fördert.
Die Aufgaben sind, trotz der Bürokratie und der vielen Reportings, in vielen Bereichen interessant und herausfordernd. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich in ihrem Arbeitsbereich zu entfalten, auch wenn dies teilweise durch bürokratische Prozesse eingeschränkt wird.
Was das Gehalt betrifft, gibt es ein Modell, das durch eine Tantieme zusätzliche Anreize bieten kann, wenn die Gewinnerwartungen des Unternehmens positiv ausfallen. Auch wenn diese Struktur nicht immer die Transparenz widerspiegelt, ermöglicht sie bei Erfolg eine gute Vergütung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe negative Erfahrungen mit diesem Arbeitgeber gemacht, vor allem aufgrund der unberechenbaren Arbeitsatmosphäre. Die Geschäftsführung reagiert oft emotional, was ein unsicheres Umfeld schafft. Empathie und Vertrauen fehlen, was die Zusammenarbeit erschwert.
Die Kommunikation ist unzureichend, da Informationen oft unklar und ohne rechtzeitige Einbindung der betroffenen Mitarbeiter geteilt werden, was zu Missverständnissen führt.
Der Kollegenzusammenhalt variiert stark, mit Spannungen aufgrund ungleicher Aufgaben- und Arbeitszeitverteilung. Die Work-Life-Balance leidet, da Überstunden selbstverständlich sind und private Termine häufig zugunsten des Unternehmens abgesagt werden.
Das Vorgesetztenverhalten ist problematisch, da Führungskräfte wenig Entscheidungsfreiheit haben und oft von der Geschäftsführung kontrolliert werden. Auch die Bürokratie und ständige Reportings schränken die Kreativität der Mitarbeiter ein. Ungleiche Homeoffice-Regelungen sorgen ebenfalls für Unzufriedenheit.
Die Arbeitsbedingungen sind unzureichend, da die Büros überwiegend gläsern sind und es wenig Rückzugsmöglichkeiten gibt. Der raue Ton im Unternehmen belastet zusätzlich das Arbeitsklima.
Es gibt viele Bereiche, die verbessert werden müssen, um ein respektvolles und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen könnte von einer grundlegenden Verbesserung der Unternehmenskultur profitieren. Eine respektvolle Kommunikation und ein konstruktiver Umgangston zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern sind entscheidend, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Es wäre ratsam, dass die Geschäftsführung an ihrer emotionalen Reaktionsweise arbeitet und für mehr Empathie und Vertrauen sorgt. Führungskräfte sollten mehr Entscheidungsfreiheit erhalten, um ihre Teams besser unterstützen zu können, und es sollte ein klarer Fokus auf wertschätzende Führung gelegt werden.
Eine transparente und regelmäßige Kommunikation könnte Missverständnisse vermeiden und den Austausch zwischen den Abteilungen verbessern. In Bezug auf die Arbeitszeitgestaltung sollte mehr Flexibilität geboten werden, um eine bessere Work-Life-Balance zu fördern. Überstunden sollten nicht zur Erwartung werden, und private Termine wie Arztbesuche sollten nicht zum Konflikt führen.
Auch die Aufgabenverteilung sollte gerechter gestaltet werden, damit alle Abteilungen gleichberechtigt von Arbeitszeitmodellen und Aufgaben profitieren. Eine faire Regelung von Homeoffice-Optionen für alle Mitarbeiter würde die Arbeitszufriedenheit und das Vertrauen in das Unternehmen steigern.
Zusätzlich wäre es sinnvoll, die Bürostruktur zu überdenken und Rückzugsräume für konzentrierte Arbeit zu schaffen. Ein respektvoller Ton im gesamten Unternehmen, vor allem in Meetings, würde das Arbeitsklima weiter verbessern. Das Gehalt sollte nicht nur von der Gewinnerwartung abhängen, sondern transparent und fair gestaltet werden, um die Mitarbeiterbindung langfristig zu sichern.
Schließlich sollte das Unternehmen die Bedeutung von Weiterbildung anerkennen und als langfristige Investition in die Mitarbeiterentwicklung verstehen. Dies würde nicht nur das Image des Unternehmens verbessern, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation erhöhen.
Arbeitsatmosphäre
Man muss in jedem Moment damit rechnen, dass die Geschäftsführung die Fassung verliert. Empathie und Vertrauen gibt es leider keine.
Image
Die Verbundenheit der Mitarbeiter ist sehr schlecht. Es herrscht eine hire-and-fire Mentalität. Daher ist das Image sehr zweifelhaft.
Work-Life-Balance
Im Unternehmen musst du dich darauf einstellen, dass die Kernarbeitszeit deine feste Arbeitszeit darstellt. Überstunden sind gern gesehen. Arztbesuche sind grundsätzlich kein Problem. Es ist aber möglich, dass deine Führungskraft deine privaten Termine absagen lässt, damit die Interessen des Unternehmens gewahrt werden.
Karriere/Weiterbildung
Zitat der Geschäftsführung: "Durch Weiterbildungen mache ich den Mitarbeiter nur attraktiv für andere Unternehmen!"
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist geteilt in Grundgehalt (für alle gleichen Positionen identisch) und einer Tantieme. Sofern die Gewinnerwartungen positiv ausfallen, kann das Gehalt sehr positiv ausfallen. Investitionen von der Geschäftsführung, hohe - teilweise sehr unnötige Ausgaben für Projekte - reduzieren diese allerdings. Zudem steht ein Geschäftsführerwechsel an.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
PV-Großhändler mit eigener PV-Anlage
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen unterstützen sich, wo sie können. Jedenfalls ist das in einigen Abteilungen so. In anderen hingegen werden sich die besten Dinge herausgenommen ohne zu berücksichtigen, wie es den anderen Kollegen geht (z.B. keine gerechte Aufteilung von Arbeitsbeginn/Arbeitsende)
Umgang mit älteren Kollegen
Teilweise sind viele Kollegen schon sehr lange im Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Im gesamten Unternehmen gibt es mehr Teamleitungen als eigentliche Mitarbeiter. Die Geschäftsführung möchte sicherstellen, dass das Unternehmen "geführt" wird. Aber die Führungskräfte, Teamleiter, das Management dürfen rein gar nichts entscheiden und somit ist auch eine Führung unmöglich. Empathie sucht man leider vergebens. Es ist völlig normal, dass man in gemeinsamen Meetings angeschrien wird von der Geschäftsführung. Die Teamleiter/Abteilungsleiter schauen sich das Spektakel mit an. Aber der Mitarbeiter wird nicht unterstützt.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich herrscht ein sehr rauer Ton, kaum Benefits. Die Büros sind alle gläsern, bedeutet jeder kann zu jedem Zeitpunkt eingesehen werden was und wie er arbeitet. Somit hat man keinen Rückzugsort für intensive Arbeitsphasen, in denen man Ruhe braucht.
Kommunikation
Grundsätzlich erhält man Informationen. Teilweise dann aber auch mit den Betroffenen direkt.
Gleichberechtigung
Nicht jeder Mitarbeiter hat die gleichen Rechte und Möglichkeiten im Unternehmen. Das zeigt sich z.B. bei der sehr eingeschränkten Homeoffice-Regelung. Einige Abteilungen haben mehrere feste Tage aufgrund der Betriebszugehörigkeit. Andere Abteilungen wird die Möglichkeit völlig verwehrt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben werden durch Bürokratie, Reportings an die Geschäftsführung und der Ausrichtung des Unternehmen stark beeinflusst.