Mehr Wert auf Außenwirkung als auf Mitarbeiter!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv sind auf jeden Fall der Parkplatz direkt vor der Tür und dass freitags mittags Feierabend ist. Ansonsten gibt es sicherlich einzelne Kollegen und Aufgaben, die man gerne macht. Viel mehr fällt mir an positiven Punkten leider nicht ein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo soll man anfangen? Das größte Problem ist meiner Meinung nach die Führung. Der Chef ist unbelehrbar, nimmt kaum Kritik oder andere Meinungen an und ist davon überzeugt, dass er selbst immer recht hat. Die Kommunikation ist häufig von oben herab und teilweise werden einem die eigenen Worte noch im Mund herumgedreht.
Dazu kommen eine angespannte Arbeitsatmosphäre, teilweise fragwürdiger Umgang untereinander und deutliche Unterschiede bei Ausstattung, Maschinen und Gehalt. Wer zu den Lieblingen gehört, scheint bessere Karten zu haben.
Auch bei Kommunikation, Tariflohn und Weiterbildungen gibt es einiges, was meiner Meinung nach nicht rundläuft. Vieles kommt auf den letzten Drücker, Weiterbildungen werden gerne dann interessant, wenn jemand über einen Weggang nachdenkt, und insgesamt wird mehr Wert auf die Außenwirkung gelegt als auf das, was intern tatsächlich passiert.
Kurz gesagt: Es gibt einige Baustellen – und leider sitzt eine davon ganz oben.
Verbesserungsvorschläge
Der größte Verbesserungsbedarf besteht meiner Meinung nach bei der Führung des Unternehmens. Der Chef sollte sich ernsthaft hinterfragen und auch bereit sein, Kritik und Verbesserungsvorschläge anzunehmen. Genau daran fehlt es leider: Er wirkt unbelehrbar, hält sich selbst für unfehlbar und nimmt Tipps oder andere Meinungen kaum an.
Vielleicht wäre es für das Unternehmen sogar sinnvoll, die Führung in andere Hände zu geben. Eine Führungskraft sollte nicht nur Ansagen machen, sondern auch zuhören, Fehler eingestehen und bereit sein, sich selbst weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus wären mehr Kommunikation auf Augenhöhe, faire Behandlung aller Mitarbeiter, rechtzeitige Informationen und einheitliche Maßstäbe bei Gehalt, Ausstattung und Weiterbildung dringend notwendig. Weniger Wert auf die Außenwirkung und mehr Wert auf die Mitarbeiter und das tatsächliche Miteinander würden dem Unternehmen meiner Meinung nach guttun.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist leider nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Der Chef kann ud ist schon ziemlich anstrengend und macht aus meiner Sicht aus vielen Sachen mehr Drama als nötig. Wenn man mal gut drauf ist oder ein bisschen Spaß bei der Arbeit hat, kommt das auch nicht unbedingt gut an.
Insgesamt wirkt die Atmosphäre dadurch eher angespannt, und man überlegt sich teilweise zweimal, was man sagt.
Image
Mehr Schein als Sein. Nach außen hui, nach innen eher igitt. Mit großen, neuen und teuren Maschinen wird gerne der Eindruck vermittelt, dass hier alles topmodern und professionell läuft.
Wer aber mal hinter die Fassade schaut, merkt relativ schnell, dass offenbar deutlich mehr Wert auf die Außenwirkung und Werbung gelegt wird als auf das, was tatsächlich im Unternehmen passiert. Und diesen Eindruck hört man so oder ähnlich auch von anderen Betrieben aus der Branche.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Sozialbewusstsein gibt es meiner Meinung nach noch einiges zu verbessern. Gleichbehandlung und Wertschätzung scheinen nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen zu gelten. Es gibt klare Unterschiede, wer bevorzugt behandelt wird und wer eher hinten runterfällt.
Viele Entscheidungen werden nach alten Mustern getroffen – „Das haben wir schon immer so gemacht“ scheint dabei oft die einfachste Erklärung zu sein. Auf die Mitarbeiter und ihre Bedürfnisse wird dabei nicht immer ausreichend eingegangen.
Gerade wenn man sich einen familiären Umgang mit den Mitarbeitern auf die Fahne schreibt, sollte man davon auch im Arbeitsalltag etwas merken. Davon ist aus meiner Sicht leider nicht immer viel zu spüren.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen gibt es – allerdings wirken sie eher wie ein Mittel zur Mitarbeiterbindung als wie eine echte Förderung der Mitarbeiter. Wenn man das Unternehmen verlassen möchte, bekommt man plötzlich eine Weiterbildung angeboten, um einen doch noch zum Bleiben zu bewegen.
Wer sich darauf einlässt, muss sich über dubiose Verpflichtungen länger an das Unternehmen binden. Die Weiterbildung wird somit weniger angeboten, um Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln, sondern eher dann eingesetzt, wenn man merkt, dass jemand gehen möchte.
Kollegenzusammenhalt
Auf den ersten Blick scheint eigentlich jeder zusammenzuhalten und nach außen wird auch ganz gut zusammengehalten. Wenn es aber darauf ankommt, sieht es teilweise anders aus. Sobald sich die Möglichkeit ergibt, jemanden in die Pfanne zu hauen, ist sich scheinbar jeder selbst der Nächste.
Dadurch fällt es schwer, wirklich von echtem Zusammenhalt zu sprechen.
Vorgesetztenverhalten
Der Chef geht meiner Meinung nach gar nicht. Er wirkt auf mich nicht so, als wäre er wirklich in der Lage, ein Unternehmen vernünftig zu führen. Die Kommunikation ist von oben herab und man wird dabei teilweise so hingestellt, als hätte man von nichts eine Ahnung.
Dazu kommt, dass einem die eigenen Worte gerne mal im Mund verdreht werden. Es wird viel versprochen, aber gehalten wird davon am Ende eher wenig. Teilweise hat man das Gefühl, dass es weniger ums gemeinsame Arbeiten geht und mehr darum, wer am längeren Hebel sitzt.
Und um es mal durch die Blume zu sagen: Eine Narzisse passt hier irgendwie ganz gut. Viel Selbstbewusstsein, gerne im Mittelpunkt und Kritik? Fehlanzeige. Die eigenen Fehler sehen natürlich nur die anderen, die eigenen Erfolge am liebsten nur man selbst.
Es gibt Menschen, die machen die Welt unnötig kompliziert und schlecht. Und vielleicht sollte nicht jeder davon ein Unternehmen leiten. Denn wie jeder weiß: Eine Narzisse gehört in den Garten und nicht an die Spitze eines Unternehmens, das sich einen familiären Umgang auf die Fahne schreibt.
Arbeitsbedingungen
Bei den Arbeitsbedingungen gibt es meiner Meinung nach ebenfalls einiges, was nicht wirklich passt. Während einige mit vernünftigen und neuen Maschinen und gutem Equipment ausgestattet werden, muss der Rest teilweise mit dem arbeiten, was gerade noch irgendwo übrig ist. Darunter sind auch Maschinen und Arbeitsmittel, die ihre besten Zeiten definitiv hinter sich haben.
Dazu kommen die teilweise chaotische Kommunikation und Informationen, die erst auf den letzten Drücker kommen. Das macht den Arbeitsalltag unnötig stressig und kompliziert.
Insgesamt hat man leider nicht das Gefühl, dass für alle die gleichen Bedingungen gelten. Wer Glück hat oder zu den richtigen Leuten gehört, bekommt vernünftige Voraussetzungen – der Rest muss nehmen, was da ist.
Kommunikation
Bei der Kommunikation ist leider noch ordentlich Luft nach oben. Der Chef ist ziemlich von oben herab und egal was man sagt, irgendwie passt es nie. Er ist der Meinung, dass er sowieso immer recht hat, wodurch vernünftige Gespräche nicht gerade einfacher werden.
Von den Bauleitern kommt vieles leider erst auf den letzten Drücker. Dazu kommt, dass der Ton teilweise ziemlich daneben und unangemessen ist. Ein bisschen mehr vernünftige Absprache, Respekt und vor allem rechtzeitige Infos würden hier definitiv nicht schaden.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt ist die Sache auch eher fragwürdig. Tariflöhne werden meiner Wahrnehmung nach teilweise dadurch umgangen, dass Mitarbeiter in andere Unternehmen gesteckt bzw. eingestellt werden. Auch Tariferhöhungen werden nicht immer so weitergegeben, wie man es eigentlich erwarten würde.
Gehaltserhöhungen werden zwar gerne mal versprochen, am Ende bekommen sie aber scheinbar vor allem die Lieblinge. Wer nicht dazugehört, darf sich wohl eher mit Versprechungen zufriedengeben.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann aus meiner Sicht nicht wirklich die Rede sein. Es gibt ganz eindeutig Lieblinge, was man auch an der Ausstattung und den Maschinen merkt, die diese bekommen. Während manche mit vernünftigem und neuem Equipment arbeiten dürfen, muss sich der Rest mit dem begnügen, was übrig bleibt – teilweise mit Maschinen und Ausstattung, die ihre besten Zeiten längst hinter sich haben.
Wer auf der richtigen Seite steht, scheint deutlich bessere Karten zu haben. Bei allen anderen heißt es eher: nehmen, was da ist.