Misogynes Verhalten am Arbeitsplatz - Veraltete Denkweisen und Strukturen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Fehlende professionelle Führungskultur
- Keine neutralen Ansprechpersonen für Beschwerden
- Sexistische und respektlose Kommentare
- Keine Trennung von Privatem und Beruflichem durch die Führung
- Keine Gleichstellung oder gelebte Diversität erkennbar
- Uneinsichtiges unreflektiertes Auftreten
Verbesserungsvorschläge
- Aufbau einer professionellen Führungskultur
- Einführung einer anonymen Beschwerdestelle oder Vertrauensperson
- Klare Kommunikation von Werten wie Respekt, Gleichbehandlung und Fairness
- Sensibilisierung der Führungsebene für respektvollen Umgang
Arbeitsatmosphäre
Tolle Mitarbeiter*innen, hilfsbereites Miteinander unter den Angestellten. Ich wurde sehr herzlich und humorvoll aufgenommen.
Solange der Chef gute Laune hat, herrscht eine harmonische Grundstimmung. Wenn dies nicht der Fall ist, sind alle gestresst und werden bei ihrer Arbeit unter Druck gesetzt.
Kommunikation
Die Kommunikation mit der Geschäftsleitung war oft chaotisch und unübersichtlich. Arbeitsanweisungen waren häufig unklar formuliert, sodass man wiederholt nachfragen musste, um an wichtige Informationen und Daten zu gelangen. Eine formale Einarbeitung wurde zwar angekündigt, erfolgte jedoch nicht, sodass Mitarbeitende sich Informationen aus vielen E‑Mails und Chat-Verläufen der letzten Jahre eigenständig zusammensuchen mussten. Es kam wiederholt zu Behauptungen, Materialien seien bereits gesendet worden, obwohl dies nicht der Fall war; man solle die E‑Mail erneut prüfen, obwohl kein entsprechender Versand stattfand. Dieses Verhalten wurde selten reflektiert; stattdessen wurden Vorwürfe an Kolleg*innen weitergegeben oder das Thema vollständig ignoriert.
(Auch auf Beschwerden folgte keine Einsicht. Man müsse lernen, mit der Art Person umzugehen.)
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg*innen, die während meiner Beschäftigung dort angestellt waren, verhielten sich stets freundlich und hilfsbereit und versorgten sich gegenseitig mit Kaffee, Tee und Naschereien.
Vorgesetztenverhalten
Die Arbeitsatmosphäre war stark von der Stimmung des Geschäftsführers abhängig. Teilweise war es sehr schwer, an wichtige Informationen zu kommen, welche notwendig für die adäquate Fortsetzung der Arbeit notwendig waren.
Auffällig war der respektlose Umgang mit weiblichen Beschäftigten: Kommentare über das äußere Erscheinungsbild (z. B. Kleidung, Körper und Körperteile) gehörten zum Alltag. Aussagen wie „Meine Frau hat mich heute nicht rangelassen“ oder „Wäre doch schön, wenn Kolleginnen freizügigere Kleidung tragen würden“ waren keine Ausnahme. Es gab keine Vertrauensperson, an die man sich bei grenzüberschreitendem Verhalten wenden konnte. Der Umgang mit Hinweisen oder Beschwerden war aus meiner Sicht intransparent und nicht professionell. Ein besonders irritierender Vorfall ereignete sich in einer stressigen Arbeitsphase, in der sich der Geschäftsführer über mehrere Stunden direkt neben meinen Arbeitsplatz setzte, private Telefonate führte und Videos ansah. Auf meinen Hinweis, dass mich seine ständige Anwesenheit unter Druck setzt, entgegnete er sinngemäß: „Ich finde es gut, wenn Frauen in meiner Gegenwart nervös werden.“
Gleichberechtigung
Die Gründe für diese Bewertung sind unter der Kategorie Vorgesetztenverhalten mit aufgelistet.