Viel Leidenschaft im Job – große Defizite in Kommunikation und Transparenz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner persönlichen Erfahrung konnte ich vom Arbeitgeber keine aktive Unterstützung oder Hilfestellung wahrnehmen. Trotz mehrfacher, dokumentierter Kommunikation wurden Anfragen und Anliegen nicht bearbeitet, und es erfolgte keine Rückmeldung.
Für mich wirkt der Umgang mit Mitarbeitenden in kritischen Fragen, wie transparente Abrechnungen oder Informationen zu Arbeitsrechten, wenig strukturiert und wenig engagiert. Eine positive Erfahrung hinsichtlich Unterstützung oder Problemlösungen kann ich in diesem Bereich leider nicht feststellen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Personalabteilung: Unprofessionell, unstrukturiert, Anfragen zu Urlaub, Abrechnung oder Zuschlägen werden nicht beantwortet, fehlende Rückmeldungen trotz mehrfacher Kommunikation.
Transparenz: Keine klaren Informationen zu Urlaubstagen, Zuschlägen, Dienstplänen oder Ansprechpartnern. Wichtige Änderungen werden kaum kommuniziert.
Betriebsrat: Kaum sichtbar, schwer erreichbar, keine aushängenden Protokolle oder Informationen zu aktuellen Themen, wirkt arbeitgeberfreundlich und wenig engagiert.
Führung / Vorgesetzte: Wechsel der Führung wird nicht kommuniziert, Vorgesetzte reagieren nicht auf Nachrichten, fehlende Wertschätzung und Unterstützung.
Arbeitsbedingungen: Veraltete Arbeitsmaterialien, langsame oder abstürzende Systeme, fehlende Klimatisierung, unklare Arbeitskleidung, unstrukturierte Dienstpläne.
Gehalt / Sozialleistungen: Niedriges Gehalt für die Verantwortung, kaum Zuschläge, kein Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, eingeschränkte Vergünstigungen.
Kommunikation: Informationen werden zufällig weitergegeben, Rundmails oder offizielle Kommunikation fehlt, Mitarbeitende müssen hinter Informationen herlaufen.
Fazit: Das Unternehmen zeigt in vielen zentralen Bereichen gravierende Mängel in Organisation, Kommunikation und Wertschätzung der Mitarbeitenden. Wer auf klare Strukturen, transparente Abrechnung und Unterstützung zählt, wird hier enttäuscht
Verbesserungsvorschläge
Transparenz und Kommunikation: Wichtige Informationen über Führungswechsel, Ansprechpartner oder Änderungen im Ablauf sollten zeitnah und verbindlich an alle Mitarbeitenden kommuniziert werden. Rundmails, Aushänge oder digitale Informationswege könnten hier stark verbessert werden.
Personalabteilung und Abrechnung: Klare, nachvollziehbare Abrechnungen zu Urlaub, Zuschlägen und Gehalt sind essenziell. Mitarbeitende sollten unkompliziert Einblick in ihre Berechnung erhalten, ohne Nachfragen oder Konflikte.
Arbeitsmaterialien und Infrastruktur: Viele Arbeitsgeräte und Systeme sind veraltet oder funktionieren nur eingeschränkt. Einheitliche Arbeitskleidung für alle Mitarbeitenden, funktionierende Systeme und eine verbesserte Klimatisierung würden die Arbeit deutlich erleichtern.
Betriebsrat / Mitbestimmung: Der Betriebsrat sollte für alle Mitarbeitenden sichtbar und erreichbar sein, regelmäßig über aktuelle Themen informieren und Mitbestimmung ernsthaft umsetzen. Einsehbare Protokolle, Ansprechpartnerlisten und klare Kommunikationswege sind hierfür notwendig.
Wertschätzung und Gehalt: Eine angemessene Vergütung sowie transparente Sozialleistungen stärken Motivation und Bindung der Mitarbeitenden. Auch kleine Anerkennungen, z. B. für Feiertagsarbeit, tragen zur Zufriedenheit bei.
Dienstplanung: Strukturierte, verlässliche Dienstpläne für Festangestellte und Nebenbeschäftigte ermöglichen eine bessere Planbarkeit und reduzieren Stress.
Arbeitsatmosphäre
Die operative Arbeit selbst hat mir sehr viel Freude bereitet. Der Umgang mit Passagieren, die Abläufe am Flughafen und die Aufgaben im direkten Arbeitsbereich waren spannend, abwechslungsreich und oft ein echtes Highlight. Trotz allem habe ich mich häufig auf meine Dienste gefreut.
Gleichzeitig war die allgemeine Stimmung im Hintergrund spürbar angespannt. Viele Kolleginnen und Kollegen wirkten gestresst oder unzufrieden. Kritik an Führung, Strukturen und auch am Betriebsrat wurde offen geäußert. Besonders Themen wie fehlende klare Zuständigkeiten, unklare Prozesse und Unzufriedenheit mit der Vergütung kamen immer wieder zur Sprache.
Teilweise konnte man „die Luft schneiden“, so greifbar war die angespannte Stimmung. Es fehlte aus meiner Sicht an klarer Führung, transparenter Kommunikation und einem strukturierten Informationsfluss, was sich langfristig auf die Atmosphäre ausgewirkt hat.
Schade ist, dass ein fachlich sehr interessanter und abwechslungsreicher Job durch organisatorische Defizite überschattet wird.
Image
Das Image des Unternehmens ist für mich schwer einzuschätzen. Viele Mitarbeitende arbeiten hier offenbar gerne, und der Flughafen selbst macht viel Spaß – die operative Tätigkeit und der Kontakt mit Passagieren werden sehr geschätzt.
Aus meiner persönlichen Erfahrung ist das Image jedoch stark beschädigt, sobald es um die Durchsetzung von berechtigten Ansprüchen geht. Offene Fragen zur Abrechnung, Urlaub oder Zuschlägen werden nicht transparent geklärt. Wer auf seine Rechte besteht, erlebt schnell Ignoranz oder persönliche Benachteiligung, wie es bei mir der Fall war.
Für Nebenbeschäftigte ist dies ein erheblicher Nachteil: Wer Wert auf transparente Abrechnung und klare Kommunikation legt, wird offenbar nicht unterstützt. Das schadet aus meiner Sicht sowohl der Motivation als auch dem Ansehen des Unternehmens bei den Mitarbeitenden
Work-Life-Balance
Als Aushilfe bestand die Möglichkeit, die eigenen Einsätze mitzugestalten, was grundsätzlich positiv war.
Aus Gesprächen und Beobachtungen bei festangestellten Kollegen ergab sich jedoch ein anderes Bild. Der Dienstplan wirkte häufig wenig strukturiert, mit teils sehr wechselnden Schichten und kaum gleichbleibenden Arbeitszeiten. Für die Betroffenen erschwerte das eine verlässliche Planbarkeit im privaten Bereich erheblich.
Gerade bei einem Schichtbetrieb wie am Flughafen sind klare, frühzeitig kommunizierte Dienstpläne besonders wichtig. Hier sehe ich deutliches Verbesserungspotenzial. Auch die Mitbestimmung durch den Betriebsrat war für mich in diesem Zusammenhang nicht erkennbar bzw. wenig transparent.
Karriere/Weiterbildung
Aus meiner Sicht gibt es im Unternehmen kaum Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Neben den verpflichtenden Schulungen am PC, die zur Aufrechterhaltung der Qualifikation für die Tätigkeit am Flughafen notwendig sind, habe ich keine weiteren Angebote zur Weiterbildung oder Förderung von Karrierechancen wahrgenommen.
Diese Pflichtschulungen sind zwar wichtig für die Ausübung der Tätigkeit, stellen aber keine echte Möglichkeit dar, sich fachlich oder persönlich über das Notwendige hinaus weiterzuentwickeln.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung im Unternehmen ist aus meiner Sicht unzureichend für die Verantwortung und die Aufgaben, die übernommen werden. Als Nebenbeschäftigte erhielt ich einen Stundenlohn von 14,57 €, was für die Art der Arbeit gerade etwas über Mindestlohn liegt. Für Festangestellte scheint der Stundenlohn ähnlich zu sein; ein Vollzeitgehalt liegt bei ca. 2.400 € brutto. Zuschläge für Nacht- oder Feiertagsarbeit sind zwar vorgesehen, fallen jedoch in der Praxis nur gering aus.
Sozialleistungen oder zusätzliche finanzielle Anerkennungen, wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld, gibt es nicht. Vergünstigungen sind begrenzt: Parken war grundsätzlich kostenlos (mit einem Pfand von ca. 16 € für die Karte), Bordbistro-Rabatte decken die hohen Preise nur teilweise ab. Vor allem bei festangestellten Kolleginnen und Kollegen äußerte sich während Betriebsversammlungen Unzufriedenheit über fehlende Gehaltserhöhungen, die von der Geschäftsführung strikt abgelehnt wurden.
Insgesamt fehlt aus meiner Wahrnehmung eine angemessene Wertschätzung der Mitarbeitenden – sowohl finanziell als auch strukturell. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der Verantwortung, die Mitarbeitende im operativen Flughafenbetri
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aufgrund meiner Tätigkeit als Nebenbeschäftigte hatte ich nur begrenzten Einblick in das Thema Umwelt- und Sozialbewusstsein. Viele Aufgaben, die möglicherweise in diese Bereiche fallen, wurden von mir nicht ausgeführt, sodass ich keine fundierte Einschätzung abgeben kann.
Kollegenzusammenhalt
Im operativen Alltag habe ich den Zusammenhalt unter den Kollegen überwiegend positiv erlebt. Wenn man vor Ort einmal nicht weiterwusste oder Unterstützung brauchte, wurde sich gegenseitig geholfen. Gerade im direkten Arbeitsumfeld funktionierte die Zusammenarbeit in der Regel gut und kollegial.
Da ich als Nebenbeschäftigte ein- bis zweimal pro Woche im Einsatz war, kann ich den Zusammenhalt unter den festangestellten Kollegen untereinander nur bedingt beurteilen. Meine Wahrnehmung basiert daher auf Momentaufnahmen während meiner Einsätze.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Team herrschte ein respektvoller Umgang über alle Altersgruppen hinweg. Mir ist nichts Negatives aufgefallen – weder in der Zusammenarbeit noch in der Kommunikation. Jung und Alt arbeiteten harmonisch zusammen, was die tägliche Arbeit angenehm und reibungslos machte.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte habe ich als sehr enttäuschend erlebt. Verlässliche Kommunikation, Präsenz und Transparenz waren aus meiner Sicht nicht gegeben. Ein Führungswechsel fand ohne erkennbare Information oder Verabschiedung statt, was bei vielen Mitarbeitenden für Irritation und Unsicherheit sorgte.
Auch im weiteren Verlauf entstand bei mir der Eindruck, dass auf berechtigte Anliegen und Nachfragen nur unzureichend reagiert wurde. Rückmeldungen blieben teilweise aus, was das Gefühl verstärkte, mit Themen allein gelassen zu werden.
Kritische Punkte oder organisatorische Fragen wurden aus meiner Wahrnehmung nicht offen und konstruktiv auf Augenhöhe besprochen. Statt Klarheit zu schaffen, entstand eher der Eindruck von Ausweichen oder Ignorieren. Wertschätzende Führung sieht für mich anders aus.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung am Flughafen ist insgesamt stark veraltet. Viele Arbeitsmaterialien waren nicht mehr zeitgemäß oder funktionierten nur eingeschränkt. Systeme waren häufig langsam oder stürzten ab, und die Bänder standen teilweise still, was den Ablauf erschwerte.
Die Arbeitskleidung war nicht einheitlich geregelt. Nebenbeschäftigte erhielten keine standardisierten Arbeitskleidungsvorgaben, während Festangestellte Arbeitskleidung gestellt bekamen. Eine konsistente Ausstattung für alle Mitarbeitenden wäre wünschenswert gewesen.
Insbesondere während der Sommermonate waren die klimatischen Bedingungen problematisch: Die Klimaanlage war kaum spürbar, die Hallen sehr aufgeheizt und es gab keine Möglichkeit, Fenster zu öffnen, sodass Mitarbeitende und Passagiere gleichermaßen unter der Hitze litten.
Strukturelle Verbesserungen, zum Beispiel durch den Betriebsrat, wurden hier nach meiner Wahrnehmung nicht umgesetzt, sodass sich Unmut sowohl unter Kolleginnen und Kollegen als auch bei den Passagieren aufbaute.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war aus meiner Sicht der größte Schwachpunkt. Wichtige Veränderungen wurden nicht proaktiv weitergegeben. So wurde beispielsweise ein Führungswechsel nicht offiziell kommuniziert – weder durch ein Rundschreiben noch durch eine klare Information, wer künftig Ansprechpartner ist. Solche grundlegenden Informationen erfuhr man teilweise zufällig im Gespräch mit Kollegen.
Generell entstand häufig der Eindruck, dass Themen eher ausgesessen oder totgeschwiegen wurden, anstatt sie transparent anzusprechen. Rückmeldungen auf Anfragen erfolgten teilweise verzögert oder gar nicht. Dadurch entstand Unsicherheit, und Mitarbeitende waren oft auf informelle Gespräche angewiesen, um relevante Informationen zu erhalten.
Auch unter Kollegen herrschte teilweise Unklarheit darüber, wie aktuelle Abläufe oder Zuständigkeiten geregelt sind. Eine strukturierte, verlässliche Kommunikationskultur wäre hier dringend wünschenswert.
Gleichberechtigung
Aufgrund meiner Tätigkeit als Nebenbeschäftigte, überwiegend in Nacht- und Randzeiten, kann ich diesen Punkt nicht fundiert beurteilen. Meine Einsätze waren zeitlich begrenzt, sodass mir hier die Einblicke in entsprechende Strukturen oder Erfahrungen fehlen.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeit am Flughafen war fachlich absolut abwechslungsreich und spannend. Jeder Einsatz brachte neue Situationen, unterschiedliche Menschen und immer wieder unerwartete Momente mit sich. Gerade der direkte Kontakt mit Passagieren und das Arbeiten im dynamischen Flughafenbetrieb machten den Job besonders reizvoll.
Auch längere oder späte Einsätze vergingen durch die hohe Abwechslung schnell. Selbst in Nachtschichten blieb man konzentriert, weil die Aufgaben fordernd und lebendig waren.
Gerade als Nebenjob ist diese Tätigkeit ein echter Gewinn – insbesondere für diejenigen, die bereit sind, am Wochenende oder zu Randzeiten zu arbeiten.