Ich habe 1,5 Jahre als Bezugstherapeut in der Suchtabteilung gearbeitet und eine durchweg positive Erfahrung gemacht
Arbeitsatmosphäre
Die Klinikgelände ist abgeschieden und weitläufig. Es bildet einen Campus mit dem Charakter einer Ferienanlage. Die Wege zu den regelmäßigen Terminen und Besprechungen führen oft durch die naturnahe Umgebung. Die Ergo- Arbeits- und Sporttherapeuten sind sehr offen für einen regelmäßigen Austausch. Dazu eigenen sich Besuche in den jeweiligen Arbeitsbereichen. Patientenzimmer verteilen sich ebenso wie die Therapeutenbüros über das gesamte Gelände, was die Atmosphäre einer therapeutischen Gemeinschaft erzeugt. Zu meiner Hochzeit und der Geburt meines Sohnes wurde mir von der Geschäftsführung persönlich gratuliert und vom Team mit Geschenken bedacht.
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Ich hatte vor Arbeitsantritt wiederholt von schlechten Erfahrungen von PiAs gehört, die ich selbst nicht gemacht habe. Ich erkläre mir diese Diskrepanz durch abteilungsspezifische Unterschiede und große personelle Änderungen in den letzten Jahren.
Work-Life-Balance
Es gibt ein Gleitzeitmodell, das es ermöglicht eine Stunde früher zu kommen bzw. zu gehen. Es ist pro Jahr Dienst an fünf Samstagen vorgesehen. Die Anbindung an die Öffentlichen ist schlecht und ein Auto notwendig. Ich konnte immer bei Fahrgemeinschaften mitfahren, was die lange Anfahrt erträglicher gemacht hat.
Ich habe die Arbeitslast als sehr verträglich erlebt, so dass ich immer noch genug Zeit hatte die Bewegungen auf dem Klinikgelände zu beobachten oder Spazieren zu gehen.
Karriere/Weiterbildung
Es finden fortlaufend interne Fortbildungen statt, so dass die Punkte für die Psychotherapeutenkammer gesammelt werden können.
Kollegenzusammenhalt
Das Team legt großen Wert auf gegenseitige Unterstützung und nimmt neue Mitarbeiter sehr herzlich auf. Etwa die Hälfte des derzeitigen Bezugstherapeutenteams hat mehrjährige Berufserfahrung im Betrieb. Die andere Hälfte arbeitet im Rahmen der Praktischen Tätigkeit der Psychotherapieausbildung. Für PiAs gibt es wöchentlich feste Einarbeitungs- und Supervisionstermine, die eine gute Einbindung zusätzlich fördern.
Ich habe den Umgang unter Kollegen als sehr angenehm erlebt. Vor allem das Mittagsessen bietet eine gute Möglichkeit für persönlichen Kontakt.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe den Kontakt zu meinen Vorgesetzten als sehr angenehm erlebt. Sowohl die therapeutische als auch die ärztliche Leitung ist mir auf Augenhöhe begegnet und hat den Fokus auf eine sachliche Zusammenarbeit gelegt. Die Grundhaltung war wertschätzend und für meine Leistung bin ich öfters gelobt worden.
Arbeitsbedingungen
Die Therapeutenbüros sind sehr unterschiedlich. Ich war mit meinem Büro, das früher wohl ein Pförtnerhäuschen gewesen war, sehr zufrieden: große Fenster, Klimaanlage und gute Sicht auf das Geschehen in der Klinik.
Kommunikation
Es finden tägliche Morgenteams statt in denen aktuelle Ereignisse des Klinikalltags besprochen werden. Einmal pro Woche gibt es im Rahmen einer Intervision Möglichkeiten für ausführlichere Fallbesprechungen. Im Arbeitsalltag ist ein kurzer Dienstweg üblich. Kollegen und auch Vorgesetzte sind telefonisch gut erreichbar.
Eine externe Supervision findet für Bezugstherapeuten, Psychologen und Sozialdienst einmal im Quartal statt. Der interdisziplinäre Austausch ist gut, wird durch Gruppenbesprechungen gefördert und kann durch eigene Initiative nochmal deutlich angekurbelt werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kann verhandelt werden und Vorerfahrungen werden berücksichtigt (orientiert am TVÖD).
Interessante Aufgaben
Es gibt verschiedene Bezugsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Innerhalb der eigenen Bezugsgruppe hängt natürlich viel von den aktuellen Patienten ab und ändert sich fortlaufend. Es werden auch Patienten mit Kindern aufgenommen. Aufgrund des hohen Facharztanteils können verschiedenste Doppeldiagnosen behandelt werden.