Auf den Rücken der Mitarbeitenden aufgebaut
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spannend zu sehen, wie sehr ein toxisches Arbeitsumfeld das Team zusammenschweißt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein Beispiel für toxische Startupkultur, bei der die Mitarbeitenden leiden, während die Chefs sich bereichern.
Verbesserungsvorschläge
Kommuniziert offen, was die Pläne im Unternehmen sind. Bezahlt anständig, sucht euch die Leute, die den Laden voranbringen und stellt nicht Menschen an, die bei euch ihren ersten Karriereschritt machen, um dann völlig ausgebrannt rauszugehen.
Und wenn ihr Feedbackgespräche führt: nehmt euch die eigene Kritik zu Herzen, denn Kultur wird nunmal vorgelebt.
Image
Nach außen perfekt, ehemaligr Mitarbeitende sprechen ganz anders, egal ob sie selbst gekündigt haben oder gekündigt wurden. Das letzte Kununu Profil für die zugehörige Agentur (Gegenwart) wurde per Anwalt gelöscht, weil sich dort die schlechten Bewertungen häuften
Work-Life-Balance
Vertraglich waren 20% Überstunden mit dem Gehalt abgegolten. An sich schon Wegelagerei, aber in der Realität waren es auch gerne mal noch mehr Überstunden. Keine Bezahlung dafür, kein Überstundenausgleich. Stattdessen wurde man auf die Frage, ob man Freitags eine Viertelstunde früher gehen könne fast ausgelacht
Karriere/Weiterbildung
Was man lernen wollte, musste man sich selbst beibringen. Nochmal: keine Seniors, die ganze Mannschaft hat kaum Erfahrung und kann definitiv nicht ausbilden
Gehalt/Benefits
Unter Branchendurchschnitt, keine flexiblen Zeiten, kein Freizeitausgleich, kein Homeoffice, Gehaltsgespräche fühlten sich wie ein schlechter Scherz an. Keine zusätzlichen Sozialleistungen
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich kann AG nicht ernst nehmen, die auf der einen Seite kommunizieren, einen sozialen Anspruch zu haben, dann aber ihre Mitarbeitenden so behandeln. Mal abgesehen davon, dass die Einnahmestruktur hinter Quarantinis gutem Zweck sehr undurchsichtig sind
Kollegenzusammenhalt
Alle hatten dieselben Probleme, waren im selben Alter und hatten die gemeinsamen »Chef Antagonisten«. Das sorgte für guten Zusammenhalt und Freunfschaften, die über den Job hinaus gehalten haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Der besagte ältere Kollege war sehr umgänglich und half, wo er konnte
Vorgesetztenverhalten
Stark hierarchisch/partiarchal geprägt. Die beiden Chefs waren gleichzeitig sehr von sich selbst überzeugt und lagen sich dennoch dauernd in den Haaren. Mitarbeitende waren austauschbar und wurden von oben herab behandelt. Gleichzeitig fehlte Anleitung (keine Seniors im Team) und Verantwortung für Fehler, die bei Überlastung gerne mal passieren wurde auf die Mitarbeitenden abgewälzt
Arbeitsbedingungen
Nichts besonderes, aber in Ordnung
Kommunikation
Die Chefs hatten (laut eines LinkedIn Posts) bereits 2021 entschieden das angeschlossene Designagenturbusiness aufzugeben. Stellten aber weiterhin Kreative ein, die dann für beide -Agentur und Quarantini- arbeiten sollten. Das führte dazu, dass Tasks nicht priorisiert werden konnten und nach außen den Kund:innen suggeriert wurde, es sei noch alles beim alten.
Gleichberechtigung
Rein weibliches Team verdiente sehr wenig, während der einzige männliche Angestellte deutlich mehr bekam. Das war teilweise der Rolle geschuldet, aber man stellte dort auch gerne junge Praktikant:innen und frisch aus den Hochschulen ein, um möglichst wenig zahlen zu können, und die weiblichen Teammitglieder waren dann auch noch angehalten, Social Content für Quarantinin zu produzieren
Interessante Aufgaben
Im Agenturbusiness ganz interessant, für Quarantini eine endlose Reihe an Social Media Posts und Farbvarianten. Dazu noch erstaunlich viel Micromanaging (weil dort ja die Priorität lag, obwohl die Agentur der geldverdienende Teil war)