Der Umgang mit Dozenten lässt an Respekt vermissen! Die Mitarbeitende werden schnell "ausgetauscht".
Gut am Arbeitgeber finde ich
Internationale Arbeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritik oder Verbesserungsvorschläge bzgl. der Sprachkurse sind bei GEM GmbH unerwünscht. Bereits das Äußern fachlicher Anmerkungen kann dazu führen, dass Dozierende ohne Vorwarnung und ohne wertschätzende Kommunikation entlassen oder kurzfristig aus Kursen entfernt bzw. schnell „ausgetauscht“ werden.
Didaktische Qualität und der Leistungsstand der Teilnehmenden dürfen nicht thematisiert werden. So kommt es vor, dass Teilnehmende in B2-TELC-Deutschkursen (Deutsch für den Beruf) nicht in der Lage sind, grundlegende Fragen wie „Wie geht’s?“ oder „Was gibt es Neues bei Ihnen?“ zu beantworten. Eine sachliche Bewertung solcher Sprachdefizite wird jedoch nicht toleriert. Lehrkräfte, die auf Lernfortschritte oder -rückstände hinweisen, müssen mit plötzlichem Ausschluss aus dem Unterricht rechnen – ohne offizielle Mitteilung bzw. ohne offizielle, respektvolle Kündigung.
Fehlende Vorbereitung der Teilnehmenden wird den Lehrkräften angelastet. Der Dozent sei schuld, nicht die Kursteilnehmenden. Selbst wenn Schüler trotz mehrfacher Erinnerungen und mehrwöchiger Vorbereitungszeit keine Hausaufgaben erledigen, wird dies als Versäumnis des Dozenten gewertet. Die offizielle Begründung lautet: „Die Teilnehmenden haben den Kurs bezahlt, und GEM GmbH hat einen Auftrag zu erfüllen.“ Dabei finden die Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) kaum Beachtung. Der Dozent wird vielmehr als passiver Dienstleister oder Unterhalter betrachtet, dessen Hauptaufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass die Teilnehmenden ein Sprachzertifikat erhalten – unabhängig vom tatsächlichen Sprachniveau –, um anschließend nach Deutschland einreisen zu können, um dort eine Ausbildung anfangen zu können. Wenn man diesem Plan nicht gehorcht, wird man schnell – ohne Ankündigung – ausgetauscht. Solches Arbeitgeberverhalten verdient keinen Respekt und keine seriöse Beachtung.
Verbesserungsvorschläge
1. Es wird empfohlen, rechtzeitig ein persönliches oder schriftliches Gespräch zu führen, in dem mögliche Kritikpunkte oder organisatorische Änderungen offen bzw. transparent kommuniziert werden. Dies entspricht einem respektvollen Umgang auf Augenhöhe und stärkt das professionelle Vertrauen. 2. Fachliche Rückmeldungen durch Lehrkräfte sollten ausdrücklich erwünscht sein und nicht zu negativen Konsequenzen führen. 3. Auch im freiberuflichen Rahmen ist es üblich, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse zu schaffen. Es sollten bei der Abberufung von Dozierenden aus Kursen branchenübliche Vorlaufzeiten (z. B. zwei Wochen) berücksichtigt werden, um Planbarkeit für freiberufliche Lehrkräfte zu gewährleisten und wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden.
Arbeitsatmosphäre
Ohne ofizieles Gespräch wurde ich als Dozentin einfach schnell "ersetzt" worden.
Karriere/Weiterbildung
Es fanden keine Fortbildungen statt. Seitens des Arbeitgebers wurden keine Vorschläge zur beruflichen Weiterbildung gemacht.
Kollegenzusammenhalt
Es kam ständig zu einem Wechsel der Sprachkurs-Koordinatoren oder Administrationsmitarbeitern.
Vorgesetztenverhalten
Ohne seriösen Austausch und Ankündigung einfach als Dozentin "ausgetauscht". Respektlose Art und Weise des Arbeitsgebers.
Kommunikation
Es erfolgten ausschließlich Arbeitsanweisungen. Ein kollegialer Austausch fand nicht statt.
Gehalt/Benefits
Freelance-Arbeitsverhältnis auf Stundenbasis zum Mindestlohn – ohne Sozialleistungen.