4 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Nach außen wirkt das Unternehmen wie eine Oase von Vertrauen und Stabilität. Hinter den Kulissen hatte ich allerdings oft das Gefühl, dass man erst beweisen muss, dass man „dazugehört“. Wer gut mit den Vorgesetzten kann, genießt durchaus ein paar kleine Freiheiten. Über ehemalige Kollegen wird gerne „reflektiert“ – spannenderweise oft unabhängig davon, wie positiv deren Bewertung vorher war.
Das Marketing ist erstklassig – die Realität hinkt hinterher. Viele positive Bewertungen stammen aus besseren Zeiten.
Flexibilität wird beworben, ist aber nach meiner Erfahrung nicht für alle gleichermaßen gelebte Realität. Die meisten arbeiteten eher klassisch 8–17 Uhr. Für Quereinsteiger aus Schichtsystemen großartig, für andere manchmal knapp.
Nach außen gibt man sich grün und fährt E-Autos. Wie grün der restliche Alltag war, konnte ich schwer einschätzen. Mülltrennung wirkte eher optional, und Spendenaktionen hatten aus meiner Perspektive manchmal einen starken PR-Fokus. Immerhin: Der Papierhandel dürfte gut von uns gelebt haben.
Kriterien für Beförderungen wirkten nicht ganz nachvollziehbar.
Je nach Team sehr unterschiedlich. Viele Kollegen waren hilfsbereit und nett, manche Abteilungen haben regelmäßig Ausflüge organisiert – andere hatten bereits Schwierigkeiten mit der Terminfindung. Wenn etwas schiefging, war die Schuldfrage allerdings oft erstaunlich schnell geklärt – meistens bei den anderen.
1:1-Gespräche drehten sich hin und wieder mehr um die Anliegen der Führungskraft als um die eigene Weiterentwicklung. Der Stil schwankte teils stark – zwischen wohlwollend und sehr direkt. Vereinzelt kam es zu Situationen, in denen der Umgangston als emotional wahrgenommen werden konnte. Verantwortung wurde aus meiner Sicht häufig nach unten weitergegeben, während hohe Zuverlässigkeit erwartet wurde.
Die Büros sind modern, sauber und gut ausgestattet – da kann man wenig sagen. Einzig die Klimaanlage schien ein eigenes Leben zu führen. Manche Räume hatten keine Fenster, was nicht ideal ist. Software war teilweise kostenlos und dementsprechend limitiert. Prozesse fühlten sich oft improvisiert an, und für ein professionelleres Projektmanagement fehlte nach meinem Eindruck manchmal der Wille oder das Budget.
Offiziell: ausbaufähig.
Inoffiziell: Meisterklasse.
Aufgaben kamen bei mir teilweise mit wenig Kontext an, und manche Entscheidungen sind nur dann im Team gelandet, wenn man aktiv hinterhergefragt hat. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass Klärungsgespräche zugunsten subtiler juristischer Andeutungen ersetzt wurden – was nicht unbedingt für Ruhe sorgt.
Auch die interne Transparenz wirkte phasenweise recht hoch: Zu meiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass Informationen wie Fehlzeiten sehr offen kommuniziert wurden – für meinen Geschmack sogar etwas zu offen.
Für Quereinsteiger aus Niedriglohnbranchen attraktiv. Für erfahrene Fachkräfte eher verhalten. Einige Benefits, die früher präsent waren, spielten zuletzt kaum noch eine Rolle.
Man gibt sich modern, aber ich hatte den Eindruck, dass in der Führungsetage noch Luft nach oben ist – gerade bei Diversität. Frauen bestimmter Altersgruppen wirkten auf mich intern manchmal wie ein besonderes Risiko, was ich persönlich befremdlich fand. Einzelne Aussagen erinnerten mich an Denkweisen aus den 90ern, gern mit einem „Wird man ja wohl noch sagen dürfen“ hinterher.
Aus meiner Sicht waren Rollen und Zuständigkeiten nicht immer eindeutig, deswegen haben am Ende oft diejenigen übernommen, die es nicht ertragen konnten, wenn Dinge liegen bleiben. Improvisationstalent entwickelt man hier definitiv.