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H. 
Krieghoff 
GmbH
Bewertung

Versprochen wurde viel, gehalten wenig.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Ulm gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, etwas wirklich Positives über den Betrieb zu nennen.
Nach längerem Überlegen kam mir lediglich in den Sinn, dass es am Donnerstag Schnitzel gibt – allerdings auf eigene Kosten.
Soweit ich es erlebt habe, geben viele Mitarbeiter dabei sogar Trinkgeld, während der Chef selbst eher zurückhaltend damit umgeht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles außer die Mitarbeiter.

Verbesserungsvorschläge

Es gäbe sicherlich unzählige Möglichkeiten, den Betrieb sinnvoll zu modernisieren und die Mitarbeiter wieder zu motivieren.

Statt sich mit Symbolaktionen wie einem Obstkorb zufriedenzugeben, sollte man endlich strukturelle Veränderungen anstoßen – beginnend mit einer kompetenten, engagierten Geschäftsführung, die wirklich Interesse an der Branche und an ihren Mitarbeitern zeigt.

Langfristig wäre eine Abschaffung von dem Obstkorb und den Geschäftsführer die einzige Option die Firma wieder auf dem Kurs zu bringen.

Arbeitsatmosphäre

Die Mitarbeiter sind alle sehr nett und freundlich,
jedoch durch das Gehalt, die Geschäftsführung und die allgemeine Arbeitsatmosphäre oft demotiviert und schlecht gelaunt.
Manche benehmen sich dabei ein wenig, als wären sie El Chapo persönlich.
Und wenn man mal eine Minute zu früh Pause macht, hängt gleich der Galgen bereit.

Image

Nach meinem persönlichen Eindruck versucht das Unternehmen, sich nach außen als moderne und stabile Firma zu präsentieren – mit Umweltprojekten, neuen Anlagen und betonten Werten wie Weiterentwicklung und Zusammenhalt.
In meiner Wahrnehmung sieht die Realität jedoch etwas anders aus: Viele Entscheidungen wirkten auf mich nicht vollständig durchdacht und schienen eher darauf ausgerichtet zu sein, ein gutes äußeres Bild abzugeben, statt nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Ich habe erlebt, dass viele Mitarbeiter sehr engagiert sind und den Betrieb mit großem Einsatz am Laufen halten. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ihr Potenzial nicht vollständig genutzt wird, weil seitens der Geschäftsführung wenig Interesse an tatsächlichem Fortschritt oder Innovation besteht.

Trotzdem genießt das Unternehmen nach außen ein solides Ansehen, was meiner Meinung nach vor allem den engagierten und fleißigen Mitarbeitenden zu verdanken ist.

Insgesamt hatte ich den Eindruck eines durchwachsenen, teilweise widersprüchlichen Gesamtbildes – nach außen modern, intern aber mit deutlichem Entwicklungspotenzial.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance ist hier ein gern genanntes, aber leider kaum gelebtes Thema.
Zwar hat man offiziell 30 Urlaubstage, doch davon werden 18 Tage fest für dich verplant – meist in Zeiträumen, in denen man sich als Mitarbeiter kaum selbst einen richtigen Urlaub leisten kann.

Auch die sogenannte „Gleitzeit“ ist eher ein Witz.
Es gibt eine Kernarbeitszeit von 8:00 bis 15:00 Uhr – jeden Tag, auch freitags.

Die einzige „Balance“, die man hier erlebt, ist, dass man frühestens um 15:00 Uhr Feierabend machen darf – jeden Tag.

Karriere/Weiterbildung

Nach meiner persönlichen Erfahrung legt das Unternehmen wenig Wert auf die Förderung von Weiterbildung oder Mitarbeiterentwicklung.
Obwohl dort Waffen hergestellt werden, die später beispielsweise bei der Meisterprüfung in Ehingen verwendet werden, hatte ich den Eindruck, dass Mitarbeiter hierbei wenig unterstüzung bekommen.

In meiner Wahrnehmung gibt es keine Möglichkeit zur Freistellung für den Meisterkurs.
Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass Mitarbeitende, die sich weiterbilden möchten, eher zum Gehen bewegt werden – sei es durch Eigenkündigung oder andere Umstände.

Nach meinem Verständnis beginnt man nach erfolgreichem Abschluss des Meisters bei einer eventuellen Rückkehr praktisch wieder von vorn – mit der Einstufung im ersten Berufsjahr und ohne erkennbare Vorteile durch die erworbene Qualifikation.

Für mich persönlich zeigte das, dass Weiterbildung und langfristige Mitarbeiterentwicklung im Unternehmen keinen hohen Stellenwert haben.

Gehalt/Benefits

Nach meiner persönlichen Erfahrung steht das Gehalt in keinem ausgewogenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit.
Trotz hoher Verantwortung, Mehrarbeit und großem Engagement hatte ich den Eindruck, dass Gehaltserhöhungen oder Leistungsanreize nur selten stattfinden.

Das hat bei mir langfristig zu dem Gefühl geführt, dass Engagement und Erfahrung finanziell nicht ausreichend gewürdigt werden, was sich auch auf die Motivation auswirken kann.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach meinem persönlichen Eindruck wird im Unternehmen weniger in die Mitarbeiter selbst investiert, sondern eher versucht, staatliche Förderungen möglichst umfassend zu nutzen – unabhängig davon, ob diese Maßnahmen dem Betrieb tatsächlich spürbar zugutekommen.

Ich hatte das Gefühl, dass viel Geld in Projekte mit dem Label „umweltfreundlich“ fließt, die in der Praxis nur begrenzten Nutzen haben.

Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Es wurde eine E-Auto-Ladestation installiert, obwohl – soweit ich weiß – nur die Geschäftsführung ein entsprechendes Fahrzeug nutzt. Für die meisten Beschäftigten wäre ein solches Auto finanziell gar nicht realistisch.

Aus meiner Sicht liegt der Fokus der Geschäftsführung stärker auf dem Ausschöpfen von Fördergeldern, während Themen wie Mitarbeiterwertschätzung und langfristige Verbesserungen im Arbeitsalltag etwas zu kurz kommen.

Kollegenzusammenhalt

In jedem Beruf gibt es natürlich Menschen, mit denen man sich besser oder schlechter versteht – das ist völlig normal, vor allem für langjährige Mitarbeiter.
Allerdings sollte man hier sehr vorsichtig sein, mit wem man spricht und wer mithört.
Denn oft dauert es keine Stunde, bis der Chef und die gesamte Firma über das Gespräch Bescheid wissen.

Von Zusammenhalt kann man hier leider kaum sprechen, höchstens in sehr begrenztem Maße.

Umgang mit älteren Kollegen

Nach meiner persönlichen Wahrnehmung besteht das Unternehmen überwiegend aus älteren Mitarbeitenden, die sich untereinander gut verstehen und ein angenehmes Miteinander pflegen – was sicher auch daran liegt, dass sie sich in einer ähnlichen Altersgruppe befinden.

Auffällig finde ich jedoch, dass jüngere Mitarbeitende häufig kein wirkliches Interesse am Betrieb zeigen oder diesen nach kurzer Zeit wieder verlassen. Für mich persönlich ist das ein Hinweis darauf, dass im Unternehmen strukturell oder atmosphärisch etwas nicht stimmt, das gerade für jüngere Generationen wenig attraktiv wirkt.

Vorgesetztenverhalten

Wie bereits erwähnt, haben die Vorgesetzten den Betrieb nicht wirklich im Griff.
Rund die Hälfte der Meister arbeitet ohne offizielle Meisterstelle, weil sich das Unternehmen diese Positionen offenbar nicht leisten kann.
Das wirkt sich spürbar auf die Motivation und Moral in der Führungsebene aus – sie ist praktisch am Boden.

Arbeitsbedingungen

Nach meiner persönlichen Erfahrung haben sich die Arbeitsbedingungen seit dem Wechsel der Geschäftsführung deutlich verändert – leider nicht zum Positiven. Meiner Wahrnehmung nach wird kaum etwas Neues eingeführt, und auch das Gebäude selbst zeigt inzwischen deutlich sein Alter.

Das hat bei mir und einigen Kolleginnen und Kollegen immer wieder zu Frustration geführt, da ich den Eindruck hatte, dass durch veraltete Strukturen und fehlende Modernisierung viel Zeit und Potenzial verloren geht.

Ich sehe persönlich viele Möglichkeiten, Abläufe moderner, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Trotz mehrfacher Gespräche und konstruktiver Vorschläge wurden dies NIE umgesetzt.

Wer sich in stabilen, eher traditionellen Strukturen wohlfühlt und keinen großen Wert auf Fortschritt legt, könnte sich hier dennoch gut einfinden. Für mich persönlich war es allerdings zu wenig Entwicklung und Innovation.

Kommunikation

Die Kommunikation bestand leider meist nur aus leeren Versprechungen.
Von besserem Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen war oft die Rede –
eingelöst wurde dieses Versprechen jedoch nie, und das nicht, weil jemand „schlecht“ oder „faul“ war.

Das eigentliche Problem liegt darin, dass der neue Geschäftsführer kein echtes Interesse mehr an diesem Beruf zeigt.
In einem Familienunternehmen, in dem der Nachfolger keine Leidenschaft oder Motivation mitbringt, wirkt sich das natürlich auf das gesamte Team aus.

Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass das Unternehmen ständig neue Mitarbeiter sucht –
denn jeder, der etwas Erfahrung hat, erkennt diese Situation schnell und verlässt den Betrieb.

Gleichberechtigung

Nach meinem persönlichen Eindruck ist die Gleichberechtigung im Unternehmen nicht immer gegeben.
Ich hatte das Gefühl, dass einige Mitarbeiter bevorzugt werden, während andere – unabhängig von ihrer Leistung – eher übersehen oder benachteiligt wirken.

Das hat bei mir persönlich den Eindruck hinterlassen, dass dies auf Dauer zu Frustration im Team führen kann.

Interessante Aufgaben

Hier gibt es leider nichts wirklich Interessantes oder Abwechslungsreiches.
Man kommt zur Arbeit und macht über Jahre hinweg dieselben Aufgaben – oft drei bis fünf Jahre lang, bevor man eventuell einmal eine neue Tätigkeit übernehmen darf.
Diese Chance muss man sich jedoch über viele Jahre hinweg mühsam erarbeiten.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.