Sehr unterschiedliche Arbeitsbedingungen je nach Einsatzgebiet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flache Hierarchien, gute Beratungsangebote.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die pädagogischen Leitlinien der Hans Wendt Stiftung orientieren sich sehr kritiklos an den Lehrinhalten der Universität Bremen.
Ob diese Methoden sinnvoll sind oder eher behindern, wird gar nicht erst evaluiert.
Hier würde ich mir mehr freies Denken wünschen.
Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen.
Ein eigenes Profil wäre authentischer.
Verbesserungsvorschläge
Wer sich Inklusion auf die Fahne schreibt, der sollte auch Inklusion betreiben bzgl seiner eigenen Mitarbeiter!
Arbeitsatmosphäre
Als pädagogischer Mitarbeiter in einer Schule kommt es sehr auf den Einsatz an. Ich hatte Glück und die Atmosphäre war gut.
Work-Life-Balance
Das kommt auf die Stundenzahl an. Ich könnte mir nicht vorstellen, in Vollzeit an einer Brennpunktschule zu arbeiten. Das hält kein Mensch aus
Karriere/Weiterbildung
Es werden eine Menge Fortbildungen angeboten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Oft mehr Schein als Sein.
Siehe oben.
Kollegenzusammenhalt
Ich hatte Glück. In meiner Schule hatten wir ein gutes Team. Leider gab es für uns keinerlei Gelegenheit, uns wenigstens einmal in der Woche für 1 Stunde zusammenzusetzen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird kein Unterschied gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgesetzten waren zum Teil gut erreichbar, zum Teil auch nicht. Das ist sehr gemischt.
Leider stehen die Vorgesetzten bei Mitarbeitern der Stiftung, die in Schulen gesendet werden, immer in der Mitte.
D.h. für uns, Sie können sich nie vorbehaltlos für uns einsetzen, sondern müssen immer alles mit der Schule abstimmen
Arbeitsbedingungen
Die Arbeit als Leiharbeiter der HwSt in den Schulen ist von schlechten Arbeitsbedingungen geprägt.
Man hat gleich mehrere Vorgesetzte:
einerseits die Schulleitung, dann die Bildung die Arbeit im Brennpunkt ist so oder so sehr anstrengend, die unklare Position zu den Vorgesetzten erschwert das Ganze.
Kooperationszeiten mit den Kollegen der Stiftung gibt es in den Schulen nicht.
Kommunikation
Es wird sehr viel geredet, aber oft bleibt man in der Oberfläche und gibt Standard Parolen von sich. Methodiken infrage zu stellen ist bei der Stiftung ein Fremdwort.
Gleichberechtigung
Es wird kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht.
Auch Kolleginnen, die schwanger werden und in Elternzeit gehen, werden ohne Probleme wieder eingegliedert.
Man darf nur nicht langfristig unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden.
Seitdem ich eine Erwerbsminderungsrente bekomme, weigert sich die Stiftung, mir einen dementsprechenden Arbeitsplatz zu geben.
Das also ist "Inklusion" im Sinne der HWSt. Sehr enttäuschend.
Interessante Aufgaben
Wer als Pädagoge in einer Brennpunktschule beginnt, der kennt seine Aufgaben.
Ob er sie interessant findet, das muss er selbst wissen. Ich finde sie interessant.