Unausgeschöpftes Potential
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mit den Kollegen kam man immer gut aus und vereinzelnd auch mit Vorgesetzten. Es herrschte ein familiäres Umfeld untereinander.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Prozesse, also das Chaos und das dauerhafte Feuerlöschen. Die fehlende Kultur, also wofür man steht und warum man dort arbeitet, fühlte sich immer an, als ob man nur eine Arbeitskraft ist und Mittel zum Zweck ist. Wenige Förderungen.
Verbesserungsvorschläge
Prozesse aufbauen.
Verantwortlichkeiten strukturieren und visualisieren.
Eine Möglichkeit finden "workload" messbar zu machen und besser zu verteilen.
Mitarbeiterförderprogramm aufbauen.
Smarte Ziele formulieren.
An dem "Mindset" für das aktuelle Zeitalter arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Es kommt immer darauf an in welcher Abteilung man arbeitet. Man kann Glück haben und einen etwas moderneren Vorgesetzten haben, der es versteht auch einmal zu Loben oder in der Lage ist den Mitarbeiter richtig einzuschätzen. Dies ist aber eher seltener der Fall. Generell ist sonst zu sagen, das Abteilungsintern die Stimmung immer ganz gut ist aber nach außen hin es eher ein gegenseitiger Machtkampf ist, der oftmals durch die Abteilungsleiter angefeuert wird. Und hier sogar teilweise ohne das es den Leitern auffällt. Ansonsten kann man noch sagen, dass jede Abteilung sich selbst überlassen wird und das keine wirkliche Kultur vorherrscht.
Image
Wenn ich hier ehrlich bin, fällt mir kaum einer ein, der noch ein gutes Wort über die Firma verloren hat. Bedingt hier durch eine Krise aber genau in den Zeiten zeigt sich oftmals wer man ist.
Work-Life-Balance
Ein Work-Life-Balance ist wie aus den 90 er vorhanden. Es gib zwar Gleitzeit, die man sich theoretisch frei einteilen kann, allerdings ist die Kernzeit hierfür auch sehr statisch und es lässt sich auch nichts daran ändern oder abteilungsweise anpassen. Homeoffice gibt es offiziell nicht und nur wenn man sehr dafür kämpft und meckert und auch dann nur unter der Bedingung dies klein zu halten und nicht weiter zu erzählen. Ansonsten war der "Workload" so hoch, dass es gar keine wirkliche Möglichkeit gab die Gleitzeit zu nutzen. Auch wurden regelmäßig zum Monatswechsel Überstunden abgeschnitten, die über einem bestimmten Wert lagen. Unter dem Strich konnte man in dem System klar kommen aber nur, wenn man sehr auf seine Zeiten achtet und einem seine Arbeit egal ist, das führte aber öfters zur starken Unzufriedenheit.
Karriere/Weiterbildung
die Kriterien für eine Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht bekannt. Es gibt keine wirklichen Pläne um Mitarbeiter weiterzubilden also z.B. jedem steht ein Kontingent von 3 Weiterbildungen im Jahr im Budget von ... zur Verfügung. Im Gegenteil, man muss auch hier wieder um Weiterbildung kämpfen und erklären warum es denn sinnvoll wäre, wenn es z.B. offensichtlich ist. Aber für die Personalabteilung ist ein Mitarbeiter eine Kostenstelle und kein Vermögenswert des Unternehmens und das wird immer deutlich gezeigt. Persönlichkeitsentwicklung findet in dem Umfang statt, das man lernen muss sich selber weiter zu helfen. Ganz nach dem Motto "Friss oder stirb". Dies ist aber weniger eine Leistung die man dem Unternehmen gut schätzen sollte.
Gehalt/Benefits
Ist Tarif gebunden, kann man sich weniger drüber beschweren, allerdings wird bei Leistungszulagen getrickst und auch bei der Bewertung von Arbeitsplätzen, was zu niedrigeren EG Stufen führt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Generell würde ich das eher verneinen, es gibt Ansätze, bei der Wahl von u.a. Sanitäranlagen aber wirkliches Umweltbewusstsein auch unter den Mitarbeiter ist weniger vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt innrhalb der Abteilung war immer sehr gut und teilweise auch zu Kollegen aus anderen Abteilungen.
Umgang mit älteren Kollegen
Vorhandene ältere Kollegen werden geschätzt und respektiert, eingestellt werden aber eher nur jüngere.
Vorgesetztenverhalten
Im Grunde kommt es hier darauf an in welcher Abteilung man sitzt. Es gibt Leiter die Ihren Job verstehen und wissen wie man mit Mitarbeiter um geht aber auch viele die nicht wissen, was genau Ihre Aufgabe ist. Gerade in einer Krise in 18/19 wurden Mitarbeiter Meinungen wenig berücksichtigt, es wurden unrealistische Ziele gesetzt und bei Meinungsverschiedenheiten wurde der Mitarbeiter mehr oder weniger unterdrückt.
Vor dieser Zeit gab es gute Ansätze für ein gutes Verhältnis.
Arbeitsbedingungen
In den letzten 2 Jahren gab es ein Platzproblem, denn die Firma ist viel zu schnell gewachsen und die Büros waren überfüllt, also es waren mehr Mitarbeiter in einem Büro als eigentlich vorgesehen. Des Weiteren wird nicht wirklich auf die klimatische Veränderung reagiert, das heißt, manche Büros haben Klimaanlagen manche nicht. Der Stand der Technik was Computer und Bildschirme angeht ist auch weniger aktuell. Hier kann auch wieder nur durch gezieltes Nachfragen und meckern auf eine vernünftige Ausstattung gesetzt werden. Es gibt zwar ein Prozess über die Aktualisierung von z.B. veralteter Hardware aber wirklich gelebt wird der Prozess nicht.
Kommunikation
Abteilungsintern lief die Kommunikation ganz gut, allerdings grauenvoll von dem was von der Geschäftsführung kommuniziert wurde. Selbst in einer Krise wurde nur Bruchteile weitergegeben und es entstand durch den "Flurfunk" diverse Gerüchte, die zu sehr viel Unmut führte.
Gleichberechtigung
Es arbeiten nicht so viele Frauen dort und in Führungspositionen sind soweit ich weiß nur eine.
Interessante Aufgaben
Die Arbeitsteilung ist nicht gerecht verteilt, was aber in vielen Unternehmen so ist. Hier oft auch geschuldet, dadurch das die Firma mal zu einem Konzern gehörte und dass die Mitarbeiterzugehörigkeit mehrere Jahrzehnte lang ist und dass diese Mitarbeiter immer noch in den Jahren des Konzerns denken und arbeiten und sich nicht anpassen wollen. Leider fehlt oftmals auch das Mitgefühl für jüngere Kollegen, die bereit sind etwas zu ändern aber hier kaum eine Chance haben. Um sich zu schützen oder seinen "workload" zu verringern gibt es fast nur die Möglichkeit von meckern und jammern. Ansonsten kann man immer interessante Aufgaben oder Projekte erhalten aber nur als zusätzlicher Aufwand, der oftmals nur mit einer sehr starken Mehrbelastung zu tragen ist.