Kleines Unternehmen mit viel Potenzial ist auf dem richtigen Weg
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wirklich viel. Das ist schwer zusammenzufassen. Ich denke das Wichtigste ist für mich das Vertrauen, die Kritikkultur und die Menge Wertschätzung, die einem vom ganzen Team entgegengebracht wird. Jeder tut seinen Teil.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlender Obstkorb! Nein, Spaß. Es gibt nichts Schlechtes. Es gibt Ausbaumöglichkeiten, aber in unserer Größe ist das völlig fair, finde ich.
Verbesserungsvorschläge
Konkret denke ich, dass es für einzelne Themen noch etwas Vision bedarf. Z.B. wie Karriere und "Aufstieg" bei unseren sehr flachen Hierarchien aussehen kann. Was langfristig auf die Zufriedenheit Einfluss haben kann. Es gibt denke ich auch noch zu viele Personen, die nicht ausfallen dürfen. Da wäre mehr "Vertretbarkeit" in Zukunft wichtig.
Arbeitsatmosphäre
Ich bin sehr glücklich mit der Atmosphäre!
Was ich besonders genieße ist das Vertrauen. Wenn man erstmal in seinen Bereich eingearbeitet ist, wird den Fähigkeiten der Mitarbeitenden vertraut. Da man merkt, dass wir hinter dem Produkt und dem Team stehen, geben alle ihr Bestes, um gemeinsam weiterzukommen. Deswegen wird nicht ständig die eigene Arbeit kontrolliert und kritisiert. Selbst wenn Mal etwas schief läuft, helfen sich die Kolleg:innen und Chefs gegenseitig anstatt zu meckern.
Es wird eine ziemlich offene Kritikkultur geführt und man kann seine Meinungen und Ideen offen einbringen.
Wir haben natürlich Arbeit zu tun und die hat auch manchmal Zeitdruck, aber es gibt keinen künstlichen und unnötigen Stress.
Image
Jede Firma hat auch Problemzonen, aber insgesamt würde ich behaupten, dass wir alle sehr loyal sind und gern dort arbeiten.
Work-Life-Balance
Hier heißt es immer Gesundheit und Familie sind wichtiger als die Arbeit. Sofern nicht etwas extrem Wichtiges dagegen spricht, wird eigentlich jeder Urlaub genehmigt (sofern mir bekannt) und wenn Mal etwas Kurzfristiges mit der Familie aufkommt, darf das immer Priorität haben. Niemand verliert darüber ein schlechtes Wort.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Könnte mehr sein, aber es gibt gute Tendenzen. Wir arbeiten so digital wie irgendwie erlaubt, also ist da schon viel Umweltaspekt bedacht.
Karriere/Weiterbildung
Ich weiß nicht, ob hier klassische Aufstiegschancen wirklich zutreffen. Aber persönliche Weiterentwicklung ist hier durchaus präsent und gefördert. Vielleicht nicht immer mit Schulungen, aber es wird versucht Menschen nach Ihren Stärken und Wünschen einzusetzen.
Kollegenzusammenhalt
Bei heylogin stehen Chefs und Mitarbeitende gemeinsam hintereinander. Es geht hier nie darum, wer an einem Problem Schuld ist, sondern immer wie wir es als Team lösen.
Es ist nicht erwartet oder vorausgesetzt, aber es reichen sich auch einige Kolleg:innen privat eine helfende Hand, wenn der Schuh Mal drückt. Wenn es zeitlich passte, haben auch die Chefs schon bei dem ein oder anderen privaten Umzug geholfen.
Vorgesetztenverhalten
Das ist natürlich sehr subjektiv. Ich denke, dass die Geschäftsführung sehr viel Wert darauf legt ihre Entscheidungen zu erklären und ich persönlich finde meine gesetzten Ziele realistisch oder es wird ehrlich dazu gesagt, dass man noch nicht weiß, ob es klappen kann. Da ist man dann eher im Dialog. Sehr sehr oft werden Mitarbeitende in Entscheidungen einbezogen. Ich denke aber auch, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt. Das ist schon Meckern auf hohem Niveau, wenn ich mit mancher Kommunikation und manchen Verhalten in Konfliktfällen nicht zufrieden bin. Auch unsere Vorgesetzte sind Menschen, die nicht alles perfekt machen, besonders nicht.
Arbeitsbedingungen
heylogin versucht nachhaltig Hardware anzuschaffen, daher muss es nicht immer das neuste Gerät sein, sondern welches Gerät gebraucht wird um effizient arbeiten zu können. Das gilt auch für die restliche Ausstattung. Daran finde ich nichts verwerflich.
heylogin hat aber Büros in einem Coworking-Space gemietet. Da hat man zwar seine eigenen Bereiche, aber daher gibt es nur Meeting-Räume, die man sich mit den anderen Mietern teilt, sodass es auch manchmal zu Engpässen kommt und vor allem finden regelmäßig bis oft Veranstaltungen und externe Events vor Ort statt. Das kann sowohl beim Aufbau als auch Währenddessen ganz schön laut und störend sein. Fairerweise wird dafür flexibel Home-Office angeboten und es ist in der Regel angekündigt. Trotzdem keine idealen Bedingungen. (Der Coworking-Space hat auch coole Vorteile, aber das wurde nicht gefragt).
Kommunikation
Als Startup an der Grenze zum kleinen Unternehmen ist es manchmal natürlich chaotisch. Da kann es Mal passieren, dass man eine Info etwas kurzfristig erhält, spontan Pläne geändert werden müssen oder auch, dass man sich erst etwas spät um das Thema kümmern konnte. Manchmal geht auch einfach etwas unter. Dafür also der Punktabzug - da ist noch Luft nach oben.
Aktuell gibt es immer ein monatliches Teammeeting mit allen Mitarbeitenden, bei dem alle auf den neusten Stand gebracht werden. Die Abteilungen selbst sind im regen Austausch und selbst wenn Mal etwas bei der Kommunikation schief geht, ist sich niemand zu schade sich dafür zu entschuldigen.
Gehalt/Benefits
Als kleines wachsendes Unternehmen sind Gehälter und Corporate Benefits nicht so üppig wie Anderswo. Aber fairerweise wird bisher anhand des Statuses der Firma auch immer wieder angepasst und nachgebessert. Es ist also mehr ein zahlen was wir können und nicht zahlen was wir wollen. So empfinde ich das zumindest.
Gleichberechtigung
In kurz: Alle Geschlechter haben hier die gleichen Aufstiegschancen.
Die Erklärung zum Punktabzug:
Ich denke, dass nicht jede männliche Person im Unternehmen sich bewusst ist, wie groß in der "modernen" IT die Chancenungleichheiten noch sind und wie viel Sexismus es noch gibt. Deswegen gibt es ganz selten ungünstige Situationen. ABER, sofern man der betroffenen Person dann einen Hinweis gegeben hat, hat sich solch eine Situation bisher nie wiederholt. Es wird viel Wert auf Gleichberechtigung gelegt und Kolleg:innen versuchen das zu leben.
Interessante Aufgaben
In so einem Startup ist vieles neu und cool. Interessant also auf jeden Fall. Wie viel Einfluss man auf seinen Bereich haben möchte ist immer etwas Charaktersache. Ich habe z.B. eine ziemlich großen Einflussbereich. Ich habe nicht nur die Verantwortung, sondern genieße auch das Vertrauen.
Das möchte nicht jeder so, aber grundsätzlich wird Selbständigkeit groß geschrieben.