Excellence starts with care
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Gesamtentwicklung!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manche Kommunikation, wie "Gehaltserhöhung über Inflationsniveau" (was netto definitiv nicht für alle gilt). In Relation zu Mindestlohn- und Rentenerhöhungen in den letzten Jahren waren die Lohnerhöhungen sehr gering. Das Argument der Zukunftssicherung wäre da deutlich motivierender gewesen - was nützen große Erhöhungen, wenn dafür in 5 Jahren der Arbeitsplatz weg und damit die Gehaltseinbuße bei 100% liegt?
Verbesserungsvorschläge
Den eingeführten Dialog mit den Angestellten weiter pflegen, um das Gefühl der Wertschätzung einerseits zu fördern und Entwicklungspotenziale für das Unternehmen frühzeitig zu erkennen - dann braucht es kein "Undercover Boss", wie es andere Unternehmen wohl brauchen.
Arbeitsatmosphäre
Sehr gute Teamstimmung, die durch die langfristig ausgelegte Firmenpolitik gefördert wird.
Kommunikation
Die Kommunikation hat in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht - transparent wird so gut wie möglich informiert. Manchmal könnte es gefühlt noch etwas zügiger gehen und manche Argumente sind geschenkt, aber die Entwicklung der letzten rund 20 Jahre war immens.
Kollegenzusammenhalt
Im Rahmen der Kapazitäten unterstützen sich alle gegenseitig - national, international, in den Teams aber auch teamübergreifend und über Hierarchiestufen hinweg. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Work-Life-Balance
Massenweise Zeitmodelle, Homeoffice- und Fernarbeitsplätze im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten bieten viel Flexibilität. Wochenarbeitszeit und Urlaubsregelung sind angemessen.
Vorgesetztenverhalten
Grundsätzlich ist das Verhalten vorbildlich. Dass Führung nicht immer ohne Reibungsverluste funktionieren kann, liegt in der Natur der Definition. Es kann teilweise auch einmal aus dem Ruder laufen, doch dann gibt es die Möglichkeit sich an die Vertrauensperson zu wenden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind nicht nur interessant, sondern auch sinnstiftend - schließlich dienen die Tätigkeiten letztlich der Steigerung von Verbrauchersicherheit, Umweltschutz, Sicherung von Menschenrechten. Wenn mal zu sehr die Alltagsroutine einziehen will, was nicht zu vermeiden ist, lässt sich die Motivation mit diesem "höheren Ziel" leicht wiederherstellen.
Gleichberechtigung
Auch in diesem Bereich hat sich einiges getan, dass mehr Führungspositionen mit Kolleginnen besetzt sind. Allerdings bislang noch nicht bis in die höchsten Ebenen. Dafür 3 Sterne. Andererseits wird Frauen durch die Arbeitszeitmodelle ein eigenes Einkommen ermöglicht, um Arbeit und Familie bestmöglich miteinander vereinbaren zu können. Diskriminierung wird abgelehnt.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung wird geschätzt. Weiterbeschäftigung über das Rentenalter hinaus ist grundsätzlich möglich.
Arbeitsbedingungen
Vereinzelte Schwachstellen sind vorhanden, die durch Interessenskonflikte zustande kommen. Die würde ich aber in allen Unternehmen unterstellen. Dennoch ist die Lage (auch in der Doppeldeutigkeit) bewundernswert. Andere kommen ins 3B-Land zum Urlaub machen, wir dürfen in der Umgebung arbeiten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bei jeglichen Problemen gibt es die Möglichkeit, um Unterstützung zu bitten. Einiges Bewusstsein ist wohl auch erst durch die Gesetzgebung entwickelt worden. Der Eindruck ist aber, dass erreichte Fortschritte nicht durch mögliche gesetzliche Abschwächungen, einfach wieder fallen gelassen werden. Es würden sonst die eigenen Bekenntnisse (s. Titel) verraten werden.
Gehalt/Benefits
"In Hohenstein zu arbeiten muss man sich leisten können" - ein wenig ist an dem alten Ausspruch schon dran. Andererseits muss man eben auch sehen, dass das Hauptinteresse im langfristigen Erfolg des Gesamtunternehmens gesehen wird. In allen Krisen mussten einzelne schwierige Entscheidungen gefällt werden, manche vielleicht auch nicht immer fair, doch wenn die Gehälter für alle entsprechend höher wären, hätte es jedes Mal zu noch mehr tiefgreifenderen Einschnitten geführt - oder gar die Gesamtexistenz bedroht?
Weil es unten nur "Ja/Nein"-Auswahl gibt: je nach Arbeitsplatz/-aufgabe gibt es Handy, Dienstwagen, Homeoffice. Mitarbeiterbeteiligung über Dialog, Mitarbeiterumfrage, Vorschlagswesen etc., aber aufgrund der Rechtsform nicht in Form von Firmenanteilen
Image
Bei allem, was man so mitbekommt, ist das Ansehen sehr hoch. Bei Kunden, Mitarbeitenden und in der Region. Allerdings scheint es trotz bald 80-jähriger Firmengeschichte noch ein Rohdiamant zu sein, der noch nicht das ganze Potenzial entwickelt hat. Der Bekanntheitsgrad ist wohl weiterhin ausbaufähig.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind relativ überschaubar. Auch wenn durch das Wachstum die Hierarchien nicht mehr so flach sind, wie sie einst waren, ist für einen Aufstieg in einem Familienunternehmen nicht so viel Potenzial vorhanden wie in einem Konzern. Die Weiterbildung und -entwicklung wird aber gefördert. Manchmal muss man aber eben mal selbst aktiv werden und nachfragen.

