Dauerhafte Überlastung und wenig nachhaltige Organisation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner persönlichen Sicht kann ich rückblickend keine positiven Aspekte benennen, die die belastenden Rahmenbedingungen aufgewogen hätten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Intransparente und uneinheitliche Kommunikation
• Hohe Arbeitsbelastung ohne ausreichende Ausgleichsmöglichkeiten
• Eingeschränkte Work-Life-Balance durch häufige Kontaktierungen in Freizeit und Urlaub
• Aus meiner Sicht keine angemessene Vergütung im Verhältnis zur Verantwortung
• Wenig Flexibilität und begrenztes Vertrauen gegenüber Mitarbeitenden
• Umgangsformen, die ich teilweise als wenig wertschätzend erlebt habe
Verbesserungsvorschläge
Ein stärkerer Fokus auf Mitarbeitergesundheit, verlässliche Arbeitszeiten und echte Entlastung wäre aus meiner Sicht notwendig, um nachhaltiges Arbeiten zu ermöglichen. Ebenso sollte die Qualität der Arbeit und Versorgung eine höhere Priorität erhalten als rein wirtschaftliche Zielsetzungen.
Darüber hinaus würde ich mir eine offenere, transparentere und ehrlichere Kommunikation wünschen sowie einen insgesamt wertschätzenderen und menschlicheren Umgang mit Mitarbeitenden. Klare Absprachen, verlässliche Grenzen und echtes Vertrauen würden aus meiner Sicht wesentlich zur Verbesserung beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich insgesamt als angespannt. Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel und häufige Wechsel im Team wirkten sich spürbar auf das tägliche Miteinander aus. Entlastende Strukturen oder nachhaltige Verbesserungen habe ich während meiner Zeit kaum wahrgenommen.
Kommunikation
Die interne Kommunikation empfand ich als unklar und wenig strukturiert. Wichtige Informationen erreichten Mitarbeitende teilweise verspätet oder gar nicht, was zu Unsicherheiten und zusätzlichem Arbeitsaufwand führte.
Kollegenzusammenhalt
Durch die massiv hohe Fluktuation in der Belegschaft, gab es kein wirkliches Teamgefühl.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich als deutlich eingeschränkt erlebt. Es bestand häufig ein Erwartungsdruck zur Erreichbarkeit auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten durch Rufbereitschaften, die aber nicht nur auf tatsächliche Notfälle ausgelegt waren, was Erholung und Ausgleich erschwerte. Selbst in der Urlaubszeit wurde ich immer wieder von Vorgesetzten kontaktiert wegen Belanglosigkeiten.
Vorgesetztenverhalten
Das erlebte Feedback empfand ich als widersprüchlich. An einigen Stellen fehlte aus meiner Sicht notwendiger Rückhalt und Orientierung, während an anderen Stellen stark steuernd eingegriffen wurde. Eine klare, kontinuierliche Kommunikation habe ich vermisst.
Persönliche Grenzen wurden aus meiner Wahrnehmung trotz mehrfacher Ansprache nicht ausreichend berücksichtigt. Auch in belastenden Situationen empfand ich den Umgang als wenig unterstützend, was zusätzlichen Druck erzeugte. Insgesamt fehlte mir ein verlässliches, wertschätzendes Feedback, das zur Entlastung und Orientierung beigetragen hätte.
Interessante Aufgaben
Der Aufgabenbereich sowie das Konzept sind toll und interessant, unter den Rahmenbedingungen jedoch einfach nicht tragbar.
Gleichberechtigung
Zu diesem Punkt habe ich keine negativen persönlichen Erfahrungen gemacht, allerdings auch keine besonders positiven Strukturen oder Maßnahmen wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Zu diesem Aspekt kann ich keine besonderen positiven oder negativen Erfahrungen berichten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen empfand ich dauerhaft als sehr herausfordernd. Durch Personalmangel bei gleichzeitig hoher Verantwortung war das vorgesehene Arbeitspensum aus meiner Sicht langfristig kaum realistisch zu bewältigen. Dennoch bestand ein anhaltender Leistungs- und Zeitdruck.
Besonders belastend war die regelmäßig und über längere Zeiträume anfallende Rufbereitschaft, die aufgrund der personellen Situation in hohem Umfang übernommen werden musste. Dadurch kam es wiederholt zu Kontakten auch in der Freizeit, an Wochenenden oder nachts. Aus meiner Wahrnehmung wurde die Rufbereitschaft dabei nicht immer ausschließlich für tatsächliche Notfälle genutzt.
Diese Belastung sowie der hohe Ressourcenverbrauch für die Büromitarbeitenden wurden mehrfach kommuniziert, führten jedoch aus meiner Sicht zu keinen nachhaltigen Veränderungen. Ein ausreichender Ausgleich für die zusätzliche Belastung war für mich nicht erkennbar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
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Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung als eher niedrig. Zusätzliche Ausgleichsmodelle oder Entlastungsangebote habe ich nicht wahrgenommen.
Image
Nach außen wird aus meiner Sicht ein deutlich positiveres Bild vermittelt, als es der interne Arbeitsalltag widerspiegelt.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur fachlichen oder persönlichen Weiterentwicklung erschienen mir begrenzt. Klare Entwicklungsperspektiven oder strukturierte Weiterbildungsangebote habe ich nicht erlebt.

