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kununu Prüfprozess
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Ich hatte mich für eine Stelle an der Rezeption beworben und wurde zunächst zu einem rund einstündigen Telefonat eingeladen. Danach folgten ein persönliches Gespräch sowie zwei Schnuppertage, die insgesamt fast 10 Stunden dauerten. Der Aufwand war also enorm, für eine Absage mit der Begründung, ich sei „nicht enthusiastisch genug“. Ein kurzer Anruf oder ehrliches Feedback wäre bei dem investierten Zeitaufwand angemessen gewesen.
Schon im ersten Gespräch wurden auffällig viele sehr private Fragen gestellt, z. B. wo ich wohne, ob ich alleine wohne, wie viele Geschwister ich habe, was meine Eltern beruflich machen, was meine Hobbys sind usw. Für eine Rezeptionistenstelle ist das aus meiner Sicht zu viel und wirkt unangebracht.
Die Stellenbeschreibung war sehr vage, tatsächlich handelt es sich nicht um typische Check-in-/Check-out-Tätigkeiten. Vielmehr ist man die erste Ansprechperson für alles, von organisatorischen Fragen über Beschwerden bis hin zu technischen Anliegen. Es wird eine Einarbeitung von bis zu einem Jahr angesetzt, was Zweifel an der Struktur und Effizienz des Onboardings weckt.
Zudem sitzen Marketing, Bereichsleitung und Co direkt hinter der Rezeption, was ein gewisses Gefühl von permanenter Überwachung ("Big Brother is watching you") vermittelt.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Umgang mit sensiblen Kundendaten. Während meiner Schnuppertage hatte ich Zugriff auf Kundendaten inklusive E-Mail-Adressen und Kundennummern. Aus meiner Sicht ist das datenschutzrechtlich höchst bedenklich, zumal ich keine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben musste.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Kompetenz weniger zählt als Auftreten, obwohl mir Mitarbeitende dort selbst unsicher wirkten bei einfachen Aufgaben. Ich hätte mir mehr Professionalität, Klarheit und Wertschätzung gewünscht.