Wenig flexible Arbeitsstrukturen – Fehlende Anpassung an moderne Arbeitszeitmodelle
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird vor allem durch tolle Kollegen geprägt – hier macht die Zusammenarbeit Spaß und es herrscht ein respektvoller Umgang miteinander. Leider "trüben" jedoch die Vorgesetzten das Arbeitsklima. Vereinbarungen werden nicht eingehalten, und oft wird mit der Begründung, dass "die wirtschaftliche Lage es nicht hergibt" oder "wir uns das aktuell nicht leisten können", darauf hingewiesen, dass versprochene Änderungen oder Verbesserungen nicht umgesetzt werden. Zudem fehlt es an Vertrauen in die Mitarbeiter, was sich negativ auf die Motivation auswirkt. Während in guten Zeiten kaum Rückmeldungen kommen, wird bei Problemen immer schnell das Team als Schuldige ausgemacht.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist hier eine absolute Katastrophe. Im Einstellungsgespräch wird noch großspurig von „Vertrauensarbeitszeit“ gesprochen und es wird versprochen, dass Überstunden zeitnah abgebaut werden können. Die Realität sieht völlig anders aus: Es gibt keine Vertrauensarbeitszeit! Wenn man früher gehen möchte, weil man länger geblieben ist, hört man stattdessen Aussagen wie „Das können wir uns aktuell nicht leisten“ oder „Es nimmt langsam Überhand, dass jeder hier früher gehen möchte“. Wenn man um 17 Uhr geht, auch freitags, bekommt man zu hören: „Du gehst aber ganz schön pünktlich.“
Es gibt kein Arbeitszeitkonto, die Stunden werden nirgends erfasst, und es herrscht ein starres 8-17 Uhr Modell. Die Begründung dafür ist stets, dass man „für die Kunden da sein muss“ – was ironischerweise nicht wirklich nachvollziehbar ist, da fast jeder Kunde freitags zwischen 12 und 14 Uhr das Büro verlässt und selbst dann nicht mehr erreichbar ist. Zudem wird mit der Flexibilität eines „familiären Unternehmens“ geworben, doch diese lässt sich bei einer festen Kernarbeitszeit von 8-17 Uhr nicht wirklich umsetzen.
Die Führungskraft zeigt keinerlei Interesse daran, an einer Lösung zu arbeiten.
Kollegenzusammenhalt
Meine Kollegen sind hier definitiv das A und O. Wenn ich nicht so super Kollegen hätte, dann wäre ich wahrscheinlich schon längst gegangen. Das Team ist unglaublich unterstützend, hilfsbereit und sorgt dafür, dass man trotz der schwierigen Umstände nicht alleine dasteht.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen ist im Unternehmen sehr respektvoll und wertschätzend. Ihre Erfahrung und ihr Wissen werden anerkannt und oft aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten lässt sehr zu wünschen übrig. Anstatt an Lösungen zu arbeiten oder auf die Bedürfnisse des Teams einzugehen, wird bei Beschwerden schlichtweg mit „Wenn es dir nicht passt, dann kannst du ja gehen“ reagiert. Eine echte Unterstützung oder Bereitschaft, Veränderungen zu bewirken, ist nicht zu erkennen. Wenn das Team Vorschläge oder Ideen zur Verbesserung einbringt, werden diese sofort abgeschmettert, ohne dass überhaupt eine ernsthafte Diskussion stattfindet. Diese Einstellung trägt nicht nur zu einer schlechten Arbeitsatmosphäre bei, sondern sorgt auch dafür, dass sich Mitarbeiter nicht wertgeschätzt fühlen und ihre Anliegen nicht ernst genommen werden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen lassen insgesamt zu wünschen übrig. Die Büros bzw. die Ausstattung entspricht nicht den modernen Standards. Es fehlt an ergonomischen Arbeitsplätzen, die langfristig Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern könnten. Zudem gibt es keine Flexibilität, was Arbeitszeiten und -orte betrifft, was in der heutigen Zeit für viele eine wichtige Voraussetzung für eine gute Work-Life-Balance darstellt. Insgesamt könnten die Arbeitsbedingungen durch Investitionen in die Infrastruktur und eine modernere Arbeitsweise deutlich verbessert werden.
Kommunikation
Die Kommunikation mit den Vorgesetzten lässt stark zu wünschen übrig. Es fehlt an Klarheit und Transparenz, und oft hat man den Eindruck, dass die Führungskraft selbst unsicher ist, was und wie sie es vermitteln möchte. Ein Beispiel hierfür ist die Aussage: „Ich will ja keinem Angst machen, aber wenn die Zahlen nicht passen, dann kann ich mich für keinen von euch mehr einsetzen und garantieren, dass nicht jemand gehen muss.“ Solche Aussagen schaffen Unsicherheit und verunsichern die Mitarbeiter, anstatt konstruktive Lösungen oder Klarheit zu bieten. Ein respektvoller und klarer Dialog sieht definitiv anders aus.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt und die Sozialleistungen sind leider enttäuschend. Die Vergütung entspricht nicht den Erwartungen, vor allem im Vergleich zu den Anforderungen und der Arbeitsbelastung. Gehaltserhöhungen oder Boni sind die Ausnahme und nicht die Regel. Auch in Bezug auf Sozialleistungen gibt es nur das Nötigste. Insgesamt fühlt man sich in Bezug auf Gehalt und Sozialleistungen nicht wirklich fair behandelt oder angemessen entlohnt.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung im Unternehmen lässt leider stark zu wünschen übrig. Es gibt wenig Transparenz, wenn es um Aufstiegsmöglichkeiten oder die faire Verteilung von Aufgaben geht. Oft scheint es, dass bestimmte Entscheidungen und Chancen bevorzugt an einige wenige vergeben werden, während andere Mitarbeiter übergangen werden, ohne dass nachvollziehbare Gründe dafür genannt werden. Auch in der Kommunikation und im Umgang mit den Mitarbeitern zeigt sich eine ungleiche Wertschätzung, die auf Dauer das Gefühl von Fairness und Chancengleichheit untergräbt. Insgesamt könnte das Unternehmen deutlich mehr in die Förderung von echter Gleichberechtigung investieren.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind insgesamt eher wenig herausfordernd und bieten wenig Raum für persönliche Weiterentwicklung. Es fehlt an interessanten Projekten, die einen wirklich fesseln oder motivieren. Stattdessen fühlt es sich oft so an, als würde man immer wieder dieselben Aufgaben abarbeiten, ohne dabei wirklich neue Perspektiven oder spannende Herausforderungen zu erleben. Immer wieder wird kommuniziert, dass man sich mit dem Markt neu orientieren müsse, aber in der Praxis wird weiterhin hartnäckig an den alten Strukturen und Prozessen festgehalten – die zum Teil noch nicht einmal wirklich existieren. Diese große Lücke zwischen den Ansprüchen und der Realität sorgt dafür, dass es schwer ist, sich mit den Aufgaben und der Weiterentwicklung des Unternehmens wirklich identifizieren zu können.

