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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Familiäre Fassade, aber gravierende Mängel bei Führungskultur und Empathie.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Rimpar gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Kollegenzusammenhalt: Das Team war absolut top und der beste Teil des Jobs. Wir haben super zusammengehalten und uns gegenseitig durch den oft stressigen Alltag geholfen.

- Benefits: Es gab Obst und Getränke, und jeden Donnerstag wurde auf Firmenkosten Essen für alle bestellt. Gutscheinkarten (wie Edenred) gab es teilweise.

- Soziales Engagement: Positiv fand ich, dass die Agentur gemeinnützige Vereine bei Online-Marketing-Themen unterstützt hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Chaos bei der Planung: Es fehlte eine klare Projektübersicht. Infos gingen häufig verloren, was am Ende zu unnötigem Stress und Druck führte.

Keine Ruhe im Urlaub: Freie Tage wurden nach meiner Erfahrung immer wieder durch Kontaktaufnahmen wegen Arbeitsfragen unterbrochen, die nicht dringend waren und intern hätten gelöst werden können.

Unberechenbarer Ton: Der Umgangston der Führung war aus meiner Sicht oft unangebracht. In Pausen oder Gesprächen wurde nach meiner Wahrnehmung regelmäßig abfällig über Abwesende gesprochen.

Umgang bei Trennungen: Kündigungen und Trennungen verliefen menschlich aus meiner Sicht sehr kalt. Nach dem Ausscheiden gab es nach meiner Erfahrung oft weder ein klärendes Abschlussgespräch noch ein persönliches Wort der Verabschiedung seitens der Geschäftsführung.

Verbesserungsvorschläge

- Strukturen und Kontinuität schaffen: Es fehlen verbindliche Prozesse und eine zentrale Projektübersicht. Während meiner Beschäftigung zeigte sich deutlich, dass eine solche Agentur mehr festangestellte Fachkräfte in Vollzeit benötigt, um dauerhafte Stabilität und eine professionelle Organisation zu gewährleisten.

- Umgangskultur und Grenzen respektieren: Führung sollte auf Empathie und Wertschätzung basieren. Erholungszeiten und die Privatsphäre der Mitarbeitenden müssen als Standard respektiert werden.

- In Arbeitsmittel investieren: Statt starker Kostenminimierung sollte in zeitgemäße Technik und qualifiziertes Personal investiert werden, um die Arbeitsqualität nachhaltig zu sichern.

Arbeitsatmosphäre

Wechselhaft und spürbar belastend. Während der Umgang im Team durchgehend kollegial war, empfand ich die Stimmung durch die Führungsebene als stark beeinträchtigt. Im Alltag fehlte es nach meinem Empfinden oft an professioneller Distanz – insbesondere Äußerungen der Geschäftsleitung in informellen Situationen (wie den Pausenzeiten) sorgten regelmäßig für unangenehme Momente.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass intern häufig abwertend über Abwesende oder Kund*innen gesprochen wurde. Aus Sorge vor negativen Konsequenzen wurde offene Kommunikation im Team nach meiner Wahrnehmung im Laufe der Zeit zunehmend vermieden.

Kommunikation

Aus meiner Erfahrung unstrukturiert und intransparent. Aufgaben wurden oft ungeordnet per Chat verteilt und Absprachen aus Meetings gingen häufig unter. Sachliche Konfliktlösungen fanden nach meinem Empfinden kaum statt.

Persönliche Anliegen oder Konflikte wurden von der Führungsebene meiner Wahrnehmung nach selten konstruktiv adressiert.

Kollegenzusammenhalt

Das Team war die größte Stütze im Arbeitsalltag. Unter den Kolleg*innen herrschte ein starker Zusammenhalt und ein sehr hilfsbereites Miteinander, wodurch viele Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden konnten. Durch gefühlt hohe Fluktuation und abrupte Abgänge litt die Teamdynamik im Laufe der Zeit jedoch spürbar.

Work-Life-Balance

Homeoffice wurde zwar offiziell angeboten, war jedoch gefühlt nicht gerne gesehen. Überstunden schienen oft vorausgesetzt zu werden, während seitens des Managements aus meiner Sicht kaum Maßnahmen zum Schutz vor Überlastung ergriffen wurden.

Die Erholungszeit wurde nach meiner Erfahrung nicht ausreichend respektiert: Trotz Übergaben wurden Mitarbeitende im Urlaub immer wieder mit Anfragen kontaktiert, die intern hätten gelöst werden können.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht stark autoritär und unbeständig. Entscheidungen wirkten auf mich oft impulsiv. Solange man die Meinung der Geschäftsleitung teilte, lief aus meiner Erfahrung alles gut. Wich man ab oder entstanden Probleme, wurde die Atmosphäre nach meinem Empfinden schnell unangenehm. Bei kritischen Themen fehlte es aus meiner Sicht oft an der nötigen Professionalität und Empathie.

Interessante Aufgaben

Fachlich abwechslungsreich mit viel Gestaltungsspielraum. Die Freude an den Projekten wurde jedoch durch unruhige Planung und empfundenen ständigen Druck getrübt.

Gleichberechtigung

Im Alltag aus meiner Sicht schwierig. Im Umgang gegenüber Mitarbeiterinnen fehlte es nach meiner Wahrnehmung oft an der nötigen professionellen Distanz und einer angemessenen Wertschätzung.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Altersdurchschnitt im Team war sehr jung. Im Umgang der Führungsebene mit erfahreneren oder älteren Personen fehlte es aus meiner Wahrnehmung gelegentlich an der nötigen Wertschätzung und Empathie. Lebenserfahrung und langjährige Fachpraxis spielten in der Unternehmenskultur nach meinem Eindruck eine untergeordnete Rolle.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung war aus meiner Sicht größtenteils veraltet und verlangsamte die Abläufe. Zudem fehlten mir persönlich Diensthandys für Aufgaben in der mobilen Kommunikation, sodass teils auf private Geräte zurückgegriffen werden musste.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Agentur nahm nach meiner Kenntnis regelmäßig an Pro-Bono-Initiativen teil und beriet gemeinnützige Vereine mit Online-Marketing-Fachwissen. Nachhaltigkeit spielte im Projektalltag nach meiner Wahrnehmung keine Rolle.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltsniveau lag aus meiner Sicht unter dem marktüblichen Branchendurchschnitt – insbesondere gemessen am tatsächlichen Aufgabenspektrum und der täglichen Verantwortung. Ein strukturiertes Modell für transparente Gehaltsanpassungen fehlte nach meinem Kenntnisstand.

Benefits: Getränke, Obst und das wöchentliche Team-Essen. Es gab kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Image

Das nach außen dargestellte Image stand während meiner Beschäftigung aus meiner Sicht im Widerspruch zur internen Realität. Die Außendarstellung auf der Website wirkte auf mich deutlich größer und etablierter als die tatsächliche personelle Struktur und Teamgröße während meiner Zeit dort.

In der Praxis fehlte es der Agentur aus meiner Wahrnehmung an ausreichenden Vollzeit-Kapazitäten, wodurch sehr viel Verantwortung auf den Schultern von Nachwuchskräften und Studierenden lag. Die Inszenierung als etablierte Fachagentur entsprach somit nach meinem Empfinden nicht der damaligen personellen Aufstellung.

Karriere/Weiterbildung

Aufgrund der sehr geringen Unternehmensgröße waren die Karrierechancen stark limitiert – man erreichte schnell eine spürbare Entwicklungsgrenze. Während meiner Zeit in der Agentur fehlte es abteilungsübergreifend an erfahrenen Senior-Fachkräften für einen fundierten fachlichen Austausch.

Seitens der Geschäftsleitung fehlte es aus meiner Sicht an Budgets und übergreifenden Rahmenbedingungen für externes Mentoring oder strukturierte Weiterbildungsprogramme.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.